Brie­fe schrei­ben – als geist­li­che Übung…

Brie­fe schrei­ben – als geist­li­che Übung…

Wir haben mit E‑Mail und Kurz­nach­rich­ten­diens­ten eine schnel­le­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit als jede ande­re Genera­ti­on vor uns. Und doch: Man schreibt anders, ich jeden­falls. Bestimm­te Inhal­te eig­nen sich eher für einen Brief. Zumal es mir Freu­de macht, län­ger nach­zu­den­ken, zu fei­len und zu schrei­ben. Das mache ich bei einer E‑Mail nicht so.

Einen Brief zu erhal­ten, das ist eine ganz ande­re Freu­de. Viel­leicht schön geschrie­ben auf einem sorg­sam aus­ge­wähl­ten Papier. Viel­leicht aber auch nur zwei Blatt aus einem Block. selbst schrei­be ich eini­ge Brie­fe mit der Hand, die meis­ten aber inzwi­schen am Com­pu­ter. Das erleich­tert man­chen die Lektüre.

Wenn ich einen Brief schrei­be, dann gehört ja auch dazu, dass ich von mir berich­te, wie es mir geht, was mich beschäf­tigt. Dies emp­fin­de ich als zuneh­mend hilf­reich, denn es ist eine Chan­ce zur Refle­xi­on: Wofür bin ich dank­bar, was macht mich froh. Viel­leicht auch: Was bedrückt mir oder wor­über sor­ge ich mich.

Herz­li­che Ein­la­dung: Schrei­ben Sie doch mal wie­der einen Brief (oder eine Brief­kar­te) an einen lie­ben Men­schen, viel­leicht auch an jeman­den aus der Gemein­de, der ein­mal Post haben soll­te. Viel­leicht jeman­den, den ich län­ger nicht per­sön­lich gese­hen habe. Schrei­ben Sie von sich, per­sön­lich. Wenn Ihre Hand­schrift les­bar ist, neh­men Sie ein schö­nes Blatt Papier, viel­leicht einen Füll­fe­der­hal­ter, oder den weich schrei­ben­den Tin­ten­stift oder Lieb­lings­ku­li. Brief­mar­ken gibt es sogar am Automaten!

Sie wer­den mer­ken: Brie­fe sind für Absender/in und Empfänger/in, rich­tig gemacht, ein Segen. Ich lese ger­ne vor dem Schrei­ben zehn Minu­ten in einem Psalm, ein­fach so.

Open-Air-Got­tes­dienst bei Fami­lie B.

Lie­be Gemein­de, lie­be Alle,

ich möch­te Euch ger­ne an mei­nem ganz per­sön­li­chen Erleb­nis am ver­gan­ge­nen Sonn­tag teil­ha­ben las­sen. Dazu schrei­be ich Euch ein paar Gedanken.

Pünkt­lich um 15:30 Uhr auch schon das ordent­lich warm­ge­spiel­te Musik­team an. Vor­weg bete­te G. noch mit uns allen und dank­te Gott beson­ders für die­ses klas­se Wet­ter in die­sem Got­tes­dienst. Wir saßen alle vor­schrifts­mä­ßig nach Coro­na­re­geln ver­teilt im Gar­ten bei Fami­lie B. Neben mei­nem Platz blüh­te schon der Kür­bis für die Sup­pe im Herbst und such­te sich sei­nen Weg durch den gro­ßen Gar­ten. Und etwas wei­ter ent­fernt war auch schon das Peter­si­li­en­beet. Über­all her­um blüh­te und grün­te es. Was für ein wun­der­schö­ner Rahmen!

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JoG016 Z und N

Die­ses Hör­spiel ist ein Gemein­de­pro­jekt mit über sech­zig Mit­wir­ken­den vom Grund­schü­ler zum über acht­zig­jäh­ri­gen. Das Buch stammt von Ödön von Hor­váth, der es als sei­nen drit­ten Roman 1937 schrieb. Von Hor­váth starb 1938, wur­de von einem Ast in Paris erschla­gen wäh­rend eines Gewit­ters. Somit ist das Werk heu­te gemein­frei. – Auf­ge­nom­men 2016.


Aus sei­nem Heu­scho­ber beob­ach­tet der Leh­rer, wie ein frem­der Jun­ge mit­ten in der Nacht zum Wach­pos­ten kommt und die­sem einen Brief über­gibt. – Zu ger­ne wüss­te er, was drin steht. Am nächs­ten Tag kommt der Leh­rer die­sem Ziel, den Brief des Z. zu lesen, näher.

JoG004 Das Brot

Der Leh­rer kommt in sei­ne Klas­se, die einen Brief vor­be­rei­tet hat, dass sie nicht mehr wünscht, von ihm unter­rich­tet zu wer­den. – Der Leh­rer geht zum Direk­tor, der die Klas­se ermahnt, es stän­de ihr nicht zu, einen ande­ren Leh­rer zu wünschen.