Fra­ge 7: »Willst du dich mit uns im Bekennt­nis des Glau­bens verbinden…«

Fra­ge 7 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Willst du dich mit uns im Bekennt­nis des Glau­bens ver­bin­den, wie er uns in den Schrif­ten des Alten und Neu­en Tes­ta­ments bezeugt ist?

Grund­la­ge unse­res gemein­sa­men Glau­bens an Jesus Chris­tus ist und bleibt die Bibel. Das Alte und das Neue Tes­ta­ment bezeu­gen den drei­ei­n­i­gen Gott, sein Wesen und sein Wirken.

Die Bibel ist einzigartig

Als Best­sel­ler, Long­sel­ler und Steadysel­ler der Welt­ge­schich­te ist sie konkurrenzlos.

Die Bibel ist äußerst kraft­voll und her­aus­for­dernd. Ihre Wor­te erzäh­len nicht ein­fach Geschich­te, son­dern brin­gen uns in Ver­bin­dung mit dem leben­di­gen Gott, mit sei­nem Wil­len und mit sei­ner Kraft. Dar­in liegt der Grund, war­um die Bibel gera­de von tota­li­tä­ren Regimes gefürch­tet ist und unter­drückt wird. Die Wor­te der Bibel spre­chen von der Herr­lich­keit und Macht Got­tes. Damit stel­len sie alle mensch­li­chen Abso­lut­heits­an­sprü­che in Frage.

Dar­um ist die Bibel auch über­aus kost­bar. Wir kön­nen heu­te sehr dank­bar dafür sein, dass wir ihre Wor­te in Deutsch und vie­len ande­ren Spra­chen der Erde zur Ver­fü­gung haben. Das bie­tet uns die Mög­lich­keit, sie selbst zu lesen, dar­über nach­zu­den­ken und her­aus­zu­fin­den, wie Gott durch die­se Wor­te zu uns Men­schen spricht.

Die Bibel als Wort Gottes

Wir kön­nen nichts von Gott wis­sen oder über ihn in Erfah­rung brin­gen, wenn er es uns nicht zeigt. Gott offen­bart sich uns, lässt uns etwas von sei­nem Wesen und Wir­ken, von sei­ner Lie­be und sei­ner Grö­ße spü­ren, indem er mit uns spricht.

Gott hat dazu Men­schen gebraucht. Man erkennt in den bibli­schen Büchern ihre »Hand­schrif­ten« und erfährt etwas von den kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen ihrer Zeit. Man­che Aus­sa­gen wir­ken auf Men­schen unse­rer Zeit unver­ständ­lich oder wider­sprüch­lich. Wir wer­den dies nicht ein­fach auf­lö­sen kön­nen, weder mit Ver­stand noch mit grö­ße­rem Geschichts­wis­sen. Aber wir kön­nen die Bibel betend lesen und Gott bit­ten, dass er uns hilft, das zu erken­nen, was für unser Leben und unse­re Welt heu­te wich­tig ist.

Got­tes Lie­bes­brief an die Menschen

Die Bibel ist mehr als ein guter Rat­ge­ber für das per­sön­li­che und gemein­schaft­li­che Leben. Schon in den 10 Gebo­ten (2. Mose 20) erklärt Gott zuerst, dass er uns Men­schen in die Frei­heit führt. Gott will für uns nichts ande­res, als dass wir die­se geschenk­te Frei­heit im Ver­trau­en auf ihn und zum Wohl unse­rer Mit­men­schen gestalten.

Durch Jesus Chris­tus zeigt Gott sei­ne gan­ze Lie­be und Barm­her­zig­keit mit uns Men­schen. Die Evan­ge­li­en des Neu­en Tes­ta­ments geben uns die Wor­te und Taten Jesu wei­ter, sein Lei­den an uns, sein Ster­ben für uns – und sei­ne Auf­er­ste­hung: Nicht der Tod mit sei­nen vie­len Gesich­tern hat mehr das letz­te Wort, son­dern die Lie­be Gottes.

Bibel ent­de­cken

Die Bibel ist kein »Buch mit sie­ben Sie­geln«, son­dern steht jedem Men­schen in unter­schied­li­chen Über­set­zun­gen zur Ver­fü­gung, u.a. auch im Inter­net z.B. über die Web­site https://​www​.bib​le​ser​ver​.com. Die ver­schie­de­nen Schrif­ten der Bibel war­ten dar­auf, ent­deckt zu wer­den, indem wir sie lesen.

Wir emp­feh­len zum einen, mit den Tex­ten des Neu­en Tes­ta­ments anzu­fan­gen, gera­de mit den Evan­ge­li­en. Hier fin­den wir mit Jesus Chris­tus den Mit­tel­punkt des­sen, wie Gott sich uns Men­schen in sei­ner Lie­be zeigt.

Zum ande­ren emp­feh­len wir, in einer gewis­sen Regel­mä­ßig­keit in der Bibel zu lesen. Man­ches hängt von der per­sön­li­chen oder beruf­li­chen Situa­ti­on ab. Aber was für sport­li­che Dis­zi­pli­nen oder das Erler­nen eines Musik­in­stru­ments wich­tig ist, gilt auch für das Lesen der Bibel: In der regel­mä­ßi­gen Anwen­dung wer­de ich am bes­ten mit den Wor­ten Got­tes vertraut.

Schließ­lich emp­feh­len wir, die Bibel nicht nur per­sön­lich, son­dern auch mit ande­ren gemein­sam zu lesen. In unse­ren Gemein­den prak­ti­zie­ren wir das z.B. in Haus­krei­sen und ande­ren Klein­grup­pen oder im Bibel­ge­spräch. Manch­mal ver­ab­re­den sich auch ein­fach zwei Per­so­nen, um mit­ein­an­der einen Bibel­text zu lesen und dar­über zu sprechen.

Um die Bibel zu lesen, braucht man kein Theo­lo­gie­stu­di­um oder aus­ge­bil­de­te Fach­leu­te. Wir sind davon über­zeugt, dass die Bibel für sich selbst spricht und dass Gott uns durch sei­nen Hei­li­gen Geist dar­in lei­tet, sein Wort zu ver­ste­hen. Wenn es dar­über hin­aus Fra­gen gibt (und die gibt es sicher), dann sind in der Gemein­de erfah­re­ne­re Bibel­le­ser oder Pas­to­ren da, die ger­ne weiterhelfen.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Wel­che Bibel(n) habe ich bereits? Wann habe ich sie bekom­men? Wel­che per­sön­li­che Geschich­te ver­bin­de ich viel­leicht mit ihr?
  • Wie viel Zeit neh­me ich mir, um Abschnitt für Abschnitt in der Bibel zu lesen? Habe ich dafür bereits einen fes­ten, viel­leicht täg­li­chen Rhyth­mus? Oder möch­te ich es zukünf­tig einüben?
  • Mit wem lese ich gemein­sam Tex­te der Bibel? Oder suche ich noch nach jeman­dem, um gemein­sam die Bibel zu entdecken?
Schrei­bend meditieren…

Schrei­bend meditieren…

Die Medi­ta­ti­on von bibli­schen Tex­ten ist eine alte Übung. Medi­tie­ren heißt in dem Sin­ne »wie­der­käu­en«. Es geht nicht um die wis­sen­schaft­li­che Erar­bei­tung (das »Stu­die­ren«) bibli­scher Tex­te, son­dern dar­um, was Gott mir mit einem Text sagen möch­te. Dafür gibt es vie­le gute und seit Alters­her ein­ge­führ­te Vor­ge­hens­wei­sen. Ein Freund schreibt sich jeweils früh mor­gens die Losung des Tages auf eine Kar­tei­kar­te, die er in die Schutz­hül­le sei­nes Han­dys steckt. So schaut er oft im Lau­fe des Tages drauf. Und so geht er mit dem einen Vers um und lässt sich vom Text ansprechen.

Ich selbst habe vor län­ge­rem begon­nen, Tex­te abzu­schrei­ben, und zwar bewusst in einer mir nicht zu ver­trau­ten Über­set­zung. Mit den Psal­men habe ich begon­nen, und da fiel mei­ne Wahl auf die Gute Nach­richt Bibel als Über­set­zung. Die fand ich frü­her furcht­bar, aber sie ist inzwi­schen wie­der­holt revi­diert wor­den. Seit sie im Kirch­li­chen Unter­richt und in der Jugend­ar­beit immer mehr bei uns ein­ge­setzt wird, begin­ne ich, die Über­set­zung zu mögen – gera­de auch wegen ihres Ver­frem­dungs­ef­fekts: Im Luther­text ken­ne ich vie­le Psal­men auswendig.

Ich habe eines der übli­chen Notiz­bü­cher benutzt, und einen Füll­hal­ter mit fei­ner Feder. Coro­na gibt uns mehr Zeit allein. War­um soll­ten wir nicht einen Teil die­ser Zeit mit dem manu­el­len Dia­log mit einem bibli­schen Text ver­brin­gen? Mich hat das Abschrei­ben angeregt.

Zur Nach­ah­mung sehr empfohlen.

F.W.

Jugend­P­lus online – Beta­kurs »Der Phil­ip­per­brief des Pau­lus« 4

Dies ist der vier­te Teil des beglei­te­ten Bibel­le­sens für Jugend­li­che. Der Beta­kurs ist für Ein­stei­gen­de gedacht, sol­che, die mög­li­cher­wei­se erst­mals ein bibli­sches Buch lesen.

Timo­theus und Epa­phro­di­tus (Phil­ip­per 2,19–30)

Heu­te, lie­be Leu­te, geht es um zwei Mit­ar­bei­ten­de in der frü­hen Chris­ten­heit. Aus der Gemein­de in Phil­ip­pi war der Epa­phro­di­tus mit Geld zu Pau­lus geschickt wor­den. Von kei­ner ande­ren Gemein­de hat Pau­lus sich unter­stüt­zen las­sen. Er war ja Hand­wer­ker, Zelt­ma­cher, um es genau­er zu sagen (vgl. Apos­tel­ge­schich­te 18,3). Die weni­gen Din­ge, die er für sei­nen Beruf brauch­te, konn­te er offen­bar mit­neh­men. (mehr …)