Fra­ge 5: »Willst du dich zur Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che hal­ten und sie in ihrem Auf­trag unterstützen?«

Fra­ge 5 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

»Willst du dich zur Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che hal­ten und sie in ihrem Auf­trag unterstützen?«

Um was für eine Kir­che han­delt es sich bei der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che? Nur ein paar Stich­wor­te fin­den an die­ser Stel­le Platz, um den Reich­tum der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che zu skiz­zie­ren. Aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich z.B. hier. (Vgl. auch den ent­spre­chen­den Arti­kel auf Wikipedia)

Geschich­te und Personen

Die metho­dis­ti­sche Bewe­gung geht auf eini­ge Stu­den­ten der Uni­ver­si­tät Oxford im 18. Jahr­hun­dert zurück. Wäh­rend ihres Stu­di­ums grün­den die Brü­der John und Charles Wes­ley eine klei­ne Grup­pe, um gemein­sam in der Bibel zu lesen und über den Glau­ben zu dis­ku­tie­ren. Ihnen wird wich­tig, den Glau­ben an Jesus Chris­tus ver­bind­lich und kon­se­quent zu leben. Sie begin­nen, sich um Arme, Kran­ke und Gefan­ge­ne zu kümmern.

Schon bald bekommt die­se Grup­pe Spitz­na­men wie »Holy Club« oder »Metho­dis­ten«, weil sie sich in ihrem kon­se­quen­ten Lebens­stil gewis­se Regeln gege­ben hatten.

Eine tief­grei­fen­de Ver­än­de­rung erlebt John Wes­ley, als er am 24. Mai 1738 in einer Ver­an­stal­tung Luthers Vor­re­de zum Römer­brief hört. Plötz­lich wird sein »Herz selt­sam erwärmt«. Ab die­sem Moment ist ihm klar, dass Gott ihn bedin­gungs­los liebt und ihm alle sei­ne Sün­den ver­ge­ben hat.

Ein Jahr spä­ter macht John Wes­ley die Erfah­rung, dass er mit Pre­dig­ten unter frei­em Him­mel vie­le Men­schen dort erreicht, wo sie sind. Die gute Nach­richt von der befrei­en­den Lie­be Got­tes ver­än­dert das Leben Vie­ler. Eine Erwe­ckungs­be­we­gung nimmt ihren Anfang.

Gemein­schaft und Strukturen

Schon bald wird den Initia­to­ren der Bewe­gung deut­lich, dass die Men­schen, deren Leben sich durch Got­tes Gna­de ver­än­dert, Gemein­schaft und Beglei­tung brau­chen. Sie wer­den in »Klas­sen« zusam­men­ge­fasst, Klein­grup­pen, die sich regel­mä­ßig tref­fen, mit­ein­an­der beten, sich gegen­sei­tig hel­fen und ein­an­der in schwie­ri­gen All­tags­si­tua­tio­nen beistehen.

In der metho­dis­ti­schen Bewe­gung sind zuneh­mend ein­fa­che Leu­te auch als Pre­di­ger betei­ligt, die kei­ne beson­de­re Aus­bil­dung dafür genos­sen haben. Um sie regel­mä­ßig zu schu­len, die gemein­sa­me Leh­re zu dis­ku­tie­ren und mit­ein­an­der Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, ruft John Wes­ley sie jähr­lich zu »Kon­fe­ren­zen« zusam­men – ein Sys­tem, das bis heu­te ein typi­sches Merk­mal des Metho­dis­mus welt­weit ist.

Schät­ze und Herausforderungen

Zu den Schät­zen der metho­dis­ti­schen Bewe­gung gehört der »Got­tes­dienst zur Erneue­rung des Bun­des mit Gott«, den John Wes­ley den Mit­glie­dern der metho­dis­ti­schen Gemein­schaf­ten mit­gab. Herz­stück ist das fol­gen­de Hingabegebet:

»Ich gehö­re nicht mehr mir, son­dern dir.
Stel­le mich, wohin du willst; stel­le mich, zu wem du willst.
Lass mich wir­ken, lass mich dulden.
Brau­che mich für dich, oder stel­le mich für dich beiseite.
Erhö­he mich für dich, ernied­ri­ge mich für dich.
Lass mich alles haben, lass mich nichts haben.
In frei­er Ent­schei­dung und von gan­zem Her­zen über­las­se ich alles dei­nem Wil­len und Wohlgefallen.
Herr­li­cher und erha­be­ner Gott, Vater, Sohn und Hei­li­ger Geist:
Du bist mein und ich bin dein.
So soll es sein.
Bestä­ti­ge im Him­mel den Bund, der jetzt auf Erden neu geschlos­sen wur­de. Amen.«

Ein wei­te­res Erbe des Metho­dis­mus ist die »Sonn­tags­schu­le«. Den meis­ten Kin­dern des 18. Jahr­hun­derts war Bil­dung ver­wehrt. Eini­ge Metho­dis­ten begin­nen damit, Kin­der sonn­tags zusam­men­zu­brin­gen, ihnen von Got­tes Lie­be zu erzäh­len. Gleich­zei­tig brin­gen sie ihnen Lesen und Schrei­ben bei.

Wei­te­re span­nen­de Schät­ze des Metho­dis­mus fin­den sich z.B. hier.

Auf­trag und Sendung

John Wes­ley fass­te das, was ihn als Pre­di­ger und Orga­ni­sa­tor antrieb, u.a. mit fol­gen­den Wor­ten zusam­men: »Die Welt ist mein Kirch­spiel – und See­len zu ret­ten, ist mein Beruf.« Ihm und den ande­ren Mit­ar­bei­ten­den in der metho­dis­ti­schen Bewe­gung ging es dar­um, »schrift­ge­mä­ße Hei­li­gung über die Lan­de zu verbreiten«.

Heu­te sind die Kir­chen, die zur welt­wei­ten metho­dis­ti­schen Kir­chen­fa­mi­lie gehö­ren, über­wie­gend Kir­chen des Mit­tel­stands gewor­den. Die Ver­fas­sung, Leh­re und Ord­nung der EmK in Deutsch­land hält fest: »Die Kir­che hat den Auf­trag, Men­schen zu Jün­ge­rin­nen und Jün­ger Jesu Chris­ti zu machen, um so die Welt zu ver­än­dern.« (Art. 120 und 122 VLO)

In die­sem Sin­ne wol­len auch die bei­den Gemein­den, die zum Bezirk Han­no­ver gehö­ren, die Johan­nes­kir­che Han­no­ver und die Gemein­de mit­ten­drin Wunstorf, ihren Auf­trag leben. Der Win­ter­spiel­platz in Han­no­ver lädt Eltern mit klei­nen Kin­dern in der kal­ten Jah­res­zeit zum Begeg­nen und Spie­len ein. Die Open­Air-Got­tes­diens­te in Wunstorf rich­ten sich an Men­schen in der Nach­bar­schaft des Gemeindezentrums.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Womit hat Gott mein Herz berührt, erwärmt, erfüllt?
  • Wo ist mei­ne »Klas­se«, eine Klein­grup­pe von Glau­ben­den, mit denen ich Bibel lese, bete und soli­da­risch bin?
  • Wie leicht oder schwer geht mir das Bun­des­er­neue­rungs­ge­bet über die Lip­pen? Bin ich zu solch einer Hin­ga­be bereit?
  • Wel­che Men­schen mei­ner Umge­bung sind mir dar­in wich­tig, dass sie durch mich Got­tes Lie­be erfah­ren? An wel­cher Ver­än­de­rung in mei­ner Umge­bung könn­te ich betend und enga­giert mitwirken?

Hans-Her­mann Schole

»Rebel­li­scher Glau­be« Got­tes­dienst mit Hans-Her­mann Scho­le am 19.09.2021

»Rebel­li­scher Glau­be« Got­tes­dienst mit Hans-Her­mann Scho­le am 19.09.2021

Der Got­tes­dienst beginnt um 10:00 Uhr in der Johan­nes­kir­che. Inzwi­schen aber gibt es wie­der die Kin­der­kir­che, ein geson­der­tes Ange­bot für die Jün­ge­ren. Im Got­tes­dienst wird ein Kin­der­lied gesun­gen, dann gehen die Kin­der in ihr Pro­gramm. Daher: Erst ab 10:15 Uhr im Stream. Der Pre­digt­text steht in Kla­ge­lie­der 3. Die Pre­digt hält Hans-Her­mann Schole.

Hier ist der Stream zu sehen:

 

»Gott­ver­trau­en, Mut, Vor­bild­schaft« Got­tes­dienst mit Frank Weber am 12.09.21

»Gott­ver­trau­en, Mut, Vor­bild­schaft« Got­tes­dienst mit Frank Weber am 12.09.21

Zum Got­tes­dienst am 12.09.2021 laden wir herz­lich ein. Wie üblich geht es um 10 Uhr in der Johan­nes­kir­che los. Die Pre­digt fußt auf Lukas 17,5+6.

Frank Weber pre­digt am Wahl­sonn­tag zu »Gott­ver­trau­en, Mut und Vor­bild­schaft«, wobei es dar­um geht, dass es an Vor­bil­dern fehlt. War­um nur? Die Men­schen ken­nen immer weni­ger die Bibel, aber sie sehen genau hin, wenn sie Chris­ten­men­schen tref­fen. Will man so sein wie die?

Ab ca. 10:10 Uhr wird der Got­tes­dienst live bei You­tube übertragen:

Pre­digt-Mit­schnitt Peter Chris­ti­an vom 29.08.2021: »Wor­an Du Dein Herz hängst…«

Der Got­tes­dienst vom 29.08.2021 wur­de nicht per Video über­tra­gen. (Die Tech­nik-Crew war nicht ver­füg­bar.) Die Pre­digt aber wur­de als Audio-Auf­nah­me gesi­chert und steht hier zur Verfügung.

The­ma: »Wor­an Du Dein Herz hängst…«, Pre­digt­text: Mar­kus 10,17–22.

 

Got­tes­dienst »Du bist mir wich­tig!« mit Zan Iva­nov am 22.08.2021

Got­tes­dienst »Du bist mir wich­tig!« mit Zan Iva­nov am 22.08.2021

Der Got­tes­dienst am 22.08. mit Zan Iva­nov in der Johan­nes­kir­che ist ohne Anmel­dung zu besu­chen. Abstand, Mas­ke bis zum Platz, klar. Wir haben ein Hygie­nekon­zept! Wir laden herz­lich ein in die Kir­che (um 10 Uhr wie üblich), aber auch zum Video-Stream bei You­tube ab 10:10 Uhr (nach den Abkündigungen).

The­ma: »Du bist mir wich­tig!«, Pre­digt­text: 2. Thes­sa­lo­ni­cher­brief, Kapi­tel 3,3+5.