Fra­ge 7: »Willst du dich mit uns im Bekennt­nis des Glau­bens verbinden…«

Fra­ge 7 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Willst du dich mit uns im Bekennt­nis des Glau­bens ver­bin­den, wie er uns in den Schrif­ten des Alten und Neu­en Tes­ta­ments bezeugt ist?

Grund­la­ge unse­res gemein­sa­men Glau­bens an Jesus Chris­tus ist und bleibt die Bibel. Das Alte und das Neue Tes­ta­ment bezeu­gen den drei­ei­n­i­gen Gott, sein Wesen und sein Wirken.

Die Bibel ist einzigartig

Als Best­sel­ler, Long­sel­ler und Steadysel­ler der Welt­ge­schich­te ist sie konkurrenzlos.

Die Bibel ist äußerst kraft­voll und her­aus­for­dernd. Ihre Wor­te erzäh­len nicht ein­fach Geschich­te, son­dern brin­gen uns in Ver­bin­dung mit dem leben­di­gen Gott, mit sei­nem Wil­len und mit sei­ner Kraft. Dar­in liegt der Grund, war­um die Bibel gera­de von tota­li­tä­ren Regimes gefürch­tet ist und unter­drückt wird. Die Wor­te der Bibel spre­chen von der Herr­lich­keit und Macht Got­tes. Damit stel­len sie alle mensch­li­chen Abso­lut­heits­an­sprü­che in Frage.

Dar­um ist die Bibel auch über­aus kost­bar. Wir kön­nen heu­te sehr dank­bar dafür sein, dass wir ihre Wor­te in Deutsch und vie­len ande­ren Spra­chen der Erde zur Ver­fü­gung haben. Das bie­tet uns die Mög­lich­keit, sie selbst zu lesen, dar­über nach­zu­den­ken und her­aus­zu­fin­den, wie Gott durch die­se Wor­te zu uns Men­schen spricht.

Die Bibel als Wort Gottes

Wir kön­nen nichts von Gott wis­sen oder über ihn in Erfah­rung brin­gen, wenn er es uns nicht zeigt. Gott offen­bart sich uns, lässt uns etwas von sei­nem Wesen und Wir­ken, von sei­ner Lie­be und sei­ner Grö­ße spü­ren, indem er mit uns spricht.

Gott hat dazu Men­schen gebraucht. Man erkennt in den bibli­schen Büchern ihre »Hand­schrif­ten« und erfährt etwas von den kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen ihrer Zeit. Man­che Aus­sa­gen wir­ken auf Men­schen unse­rer Zeit unver­ständ­lich oder wider­sprüch­lich. Wir wer­den dies nicht ein­fach auf­lö­sen kön­nen, weder mit Ver­stand noch mit grö­ße­rem Geschichts­wis­sen. Aber wir kön­nen die Bibel betend lesen und Gott bit­ten, dass er uns hilft, das zu erken­nen, was für unser Leben und unse­re Welt heu­te wich­tig ist.

Got­tes Lie­bes­brief an die Menschen

Die Bibel ist mehr als ein guter Rat­ge­ber für das per­sön­li­che und gemein­schaft­li­che Leben. Schon in den 10 Gebo­ten (2. Mose 20) erklärt Gott zuerst, dass er uns Men­schen in die Frei­heit führt. Gott will für uns nichts ande­res, als dass wir die­se geschenk­te Frei­heit im Ver­trau­en auf ihn und zum Wohl unse­rer Mit­men­schen gestalten.

Durch Jesus Chris­tus zeigt Gott sei­ne gan­ze Lie­be und Barm­her­zig­keit mit uns Men­schen. Die Evan­ge­li­en des Neu­en Tes­ta­ments geben uns die Wor­te und Taten Jesu wei­ter, sein Lei­den an uns, sein Ster­ben für uns – und sei­ne Auf­er­ste­hung: Nicht der Tod mit sei­nen vie­len Gesich­tern hat mehr das letz­te Wort, son­dern die Lie­be Gottes.

Bibel ent­de­cken

Die Bibel ist kein »Buch mit sie­ben Sie­geln«, son­dern steht jedem Men­schen in unter­schied­li­chen Über­set­zun­gen zur Ver­fü­gung, u.a. auch im Inter­net z.B. über die Web­site https://​www​.bib​le​ser​ver​.com. Die ver­schie­de­nen Schrif­ten der Bibel war­ten dar­auf, ent­deckt zu wer­den, indem wir sie lesen.

Wir emp­feh­len zum einen, mit den Tex­ten des Neu­en Tes­ta­ments anzu­fan­gen, gera­de mit den Evan­ge­li­en. Hier fin­den wir mit Jesus Chris­tus den Mit­tel­punkt des­sen, wie Gott sich uns Men­schen in sei­ner Lie­be zeigt.

Zum ande­ren emp­feh­len wir, in einer gewis­sen Regel­mä­ßig­keit in der Bibel zu lesen. Man­ches hängt von der per­sön­li­chen oder beruf­li­chen Situa­ti­on ab. Aber was für sport­li­che Dis­zi­pli­nen oder das Erler­nen eines Musik­in­stru­ments wich­tig ist, gilt auch für das Lesen der Bibel: In der regel­mä­ßi­gen Anwen­dung wer­de ich am bes­ten mit den Wor­ten Got­tes vertraut.

Schließ­lich emp­feh­len wir, die Bibel nicht nur per­sön­lich, son­dern auch mit ande­ren gemein­sam zu lesen. In unse­ren Gemein­den prak­ti­zie­ren wir das z.B. in Haus­krei­sen und ande­ren Klein­grup­pen oder im Bibel­ge­spräch. Manch­mal ver­ab­re­den sich auch ein­fach zwei Per­so­nen, um mit­ein­an­der einen Bibel­text zu lesen und dar­über zu sprechen.

Um die Bibel zu lesen, braucht man kein Theo­lo­gie­stu­di­um oder aus­ge­bil­de­te Fach­leu­te. Wir sind davon über­zeugt, dass die Bibel für sich selbst spricht und dass Gott uns durch sei­nen Hei­li­gen Geist dar­in lei­tet, sein Wort zu ver­ste­hen. Wenn es dar­über hin­aus Fra­gen gibt (und die gibt es sicher), dann sind in der Gemein­de erfah­re­ne­re Bibel­le­ser oder Pas­to­ren da, die ger­ne weiterhelfen.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Wel­che Bibel(n) habe ich bereits? Wann habe ich sie bekom­men? Wel­che per­sön­li­che Geschich­te ver­bin­de ich viel­leicht mit ihr?
  • Wie viel Zeit neh­me ich mir, um Abschnitt für Abschnitt in der Bibel zu lesen? Habe ich dafür bereits einen fes­ten, viel­leicht täg­li­chen Rhyth­mus? Oder möch­te ich es zukünf­tig einüben?
  • Mit wem lese ich gemein­sam Tex­te der Bibel? Oder suche ich noch nach jeman­dem, um gemein­sam die Bibel zu entdecken?

Fra­ge 6: »Willst du dich am Leben der Gemein­de beteiligen…«

Fra­ge 6 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

»Willst du dich am Leben der Gemein­de betei­li­gen und sie durch Gebet, Mit­ar­beit und regel­mä­ßi­ge Gaben fördern?«

Wer an Jesus Chris­tus glaubt und ihm nach­folgt, braucht und sucht die Gemein­schaft mit ande­ren Gläu­bi­gen. Schon für kleins­te Grup­pen gilt die Zusa­ge Jesu: »Wo zwei oder drei ver­sam­melt sind in mei­nem Namen, da bin ich mit­ten unter ihnen.« (Mat­thä­us 19,20) Gemein­de fin­det sich auch in grö­ße­ren Maß­stä­ben, wie wir es in der Apos­tel­ge­schich­te nach­le­sen kön­nen und bis heu­te in allen christ­li­chen Kir­chen welt­weit erle­ben. Gläu­bi­ge brau­chen ein­an­der, um sich gegen­sei­tig im Leben als Chris­ten zu ermu­ti­gen und weiterzuhelfen.

Unse­re Gemein­den in Han­no­ver und Wunstorf sind nicht per­fekt. Aber es gehört für unser Ver­ständ­nis von Christ­sein und Gemein­de dazu, dass wir ein­an­der ergän­zen und för­dern. Jede Per­son mit ihrer per­sön­li­chen Glau­bens­ge­schich­te, jeder Gläu­bi­ge mit den Gaben, die er von Chris­tus bekom­men hat, ist wich­tig für die anderen.

Wir laden in unse­ren Gemein­den dar­um nicht ein­fach zu Ver­an­stal­tun­gen ein. Son­dern wer sich auf­neh­men lässt, ver­spricht, sich am Leben der Gemein­de zu betei­li­gen, indem er/sie Gemein­schaft mit ande­ren Gläu­bi­gen in der Gemein­de sucht und gestal­tet und Ver­ant­wor­tung für das Gemein­sa­me übernimmt.

Teil­ha­be durch das Gebet

Eine Lebens­äu­ße­rung von Gemein­de ist das Gebet, das leben­di­ge Gespräch mit Jesus Chris­tus, dem Herrn der Gemein­de. Ein­zel­ne beten zu ihm, aber auch die Gemein­de betet ihn gemein­sam an. Das Gebet der Ein­zel­nen und das gemein­sa­me Gebet sind gera­de im Blick auf den Auf­trag der Gemein­de wich­tig. Im Gebet für­ein­an­der und für die Gemein­de erbit­ten wir, dass Jesus Chris­tus uns die Augen für unse­re Mit­men­schen öff­net, dass er uns mit sei­ner Lie­be zu die­sen Men­schen erfüllt und dass er uns zeigt, wel­che kon­kre­ten Schrit­te wir auf ande­re zuge­hen kön­nen, um ihnen von der Lie­be Got­tes zu erzählen.

Teil­ha­be durch Mitarbeit

Auf der Grund­la­ge bibli­scher Aus­sa­gen gehen wir davon aus, dass jeder Mensch, der an Chris­tus glaubt, durch den Hei­li­gen Geist mit Fähig­kei­ten begabt ist, die für den Auf­bau und den Auf­trag der Gemein­de wich­tig sind. Dar­um ver­spre­chen die Glie­der unse­rer Kir­che, in ihrer Gemein­de vor Ort mitzuarbeiten.
In unse­ren Gemein­den in Han­no­ver und Wunstorf ver­su­chen wir, nicht nur das Ein­ge­spiel­te und Bewähr­te unse­rer ver­schie­de­nen Diens­te zu pfle­gen, son­dern auch zu erken­nen, wo sich durch die Viel­falt der Gaben in den ein­zel­nen Glie­dern mög­li­cher­wei­se neue Wege auftun.

Teil­ha­be durch regel­mä­ßi­ge Gaben

Als Frei­kir­che zie­hen wir ganz bewusst kei­ne Kir­chen­steu­er von den Glie­dern unse­rer Kir­che ein. Wir leben und arbei­ten mit den frei­wil­li­gen Gaben der Glie­der und Freun­de. Dazu gehö­ren die sonn­täg­li­chen Kol­lek­ten sowie die Spen­den für bestimm­te Pro­jek­te. Vor allem ist ein regel­mä­ßi­ger monat­li­cher Bei­trag der ein­zel­nen Glie­der für die Haus­halts­pla­nung in unse­ren Gemein­den wich­tig. Denn auch die Gemein­den haben z.B. mit Per­so­nal­kos­ten und Gebäu­de­kos­ten regel­mä­ßi­ge Ver­pflich­tun­gen, die sie erfül­len müssen.
Im Alten Tes­ta­ment wird von den Israe­li­ten der sog. Zehn­te gefor­dert, der zehn­te Teil aller Ein­nah­men. Dies wird im Neu­en Tes­ta­ment für die Gemein­de Jesu so nicht als Ver­pflich­tung über­nom­men. In aller Frei­heit kann die­ser Gedan­ken an den Zehn­ten aber eine Ori­en­tie­rung sein, dass wir von dem, was wir finan­zi­ell monat­lich zur Ver­fü­gung haben, Gott und dem Bau sei­nes Rei­ches einen Teil zurück­ge­ben, weil er es ist, der uns mit allem Lebens­not­wen­di­gen versorgt.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Mit wel­chen ande­ren Chris­ten kann ich gemein­sam beten?
  • Tref­fe ich mich mit ihnen regelmäßig?
  • Wel­che Anlie­gen ste­hen für uns im Vordergrund?
  • Wel­che Fähig­kei­ten und Gaben habe ich bei mir entdeckt?
  • Was möch­te ich ger­ne in mei­ne Gemein­de zum Segen ande­rer einbringen?
  • Wie gehe ich mit dem mir von Gott anver­trau­ten Geld um?
  • Wel­che Ver­pflich­tun­gen habe ich?
  • Wel­che Schwer­punk­te set­ze ich mit mei­nen Ausgaben?
  • Was will ich aus Dank­bar­keit und Demut für die Arbeit im Reich Got­tes geben?

Fra­ge 5: »Willst du dich zur Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che hal­ten und sie in ihrem Auf­trag unterstützen?«

Fra­ge 5 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

»Willst du dich zur Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che hal­ten und sie in ihrem Auf­trag unterstützen?«

Um was für eine Kir­che han­delt es sich bei der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che? Nur ein paar Stich­wor­te fin­den an die­ser Stel­le Platz, um den Reich­tum der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che zu skiz­zie­ren. Aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich z.B. hier. (Vgl. auch den ent­spre­chen­den Arti­kel auf Wikipedia)

Geschich­te und Personen

Die metho­dis­ti­sche Bewe­gung geht auf eini­ge Stu­den­ten der Uni­ver­si­tät Oxford im 18. Jahr­hun­dert zurück. Wäh­rend ihres Stu­di­ums grün­den die Brü­der John und Charles Wes­ley eine klei­ne Grup­pe, um gemein­sam in der Bibel zu lesen und über den Glau­ben zu dis­ku­tie­ren. Ihnen wird wich­tig, den Glau­ben an Jesus Chris­tus ver­bind­lich und kon­se­quent zu leben. Sie begin­nen, sich um Arme, Kran­ke und Gefan­ge­ne zu kümmern.

Schon bald bekommt die­se Grup­pe Spitz­na­men wie »Holy Club« oder »Metho­dis­ten«, weil sie sich in ihrem kon­se­quen­ten Lebens­stil gewis­se Regeln gege­ben hatten.

Eine tief­grei­fen­de Ver­än­de­rung erlebt John Wes­ley, als er am 24. Mai 1738 in einer Ver­an­stal­tung Luthers Vor­re­de zum Römer­brief hört. Plötz­lich wird sein »Herz selt­sam erwärmt«. Ab die­sem Moment ist ihm klar, dass Gott ihn bedin­gungs­los liebt und ihm alle sei­ne Sün­den ver­ge­ben hat.

Ein Jahr spä­ter macht John Wes­ley die Erfah­rung, dass er mit Pre­dig­ten unter frei­em Him­mel vie­le Men­schen dort erreicht, wo sie sind. Die gute Nach­richt von der befrei­en­den Lie­be Got­tes ver­än­dert das Leben Vie­ler. Eine Erwe­ckungs­be­we­gung nimmt ihren Anfang.

Gemein­schaft und Strukturen

Schon bald wird den Initia­to­ren der Bewe­gung deut­lich, dass die Men­schen, deren Leben sich durch Got­tes Gna­de ver­än­dert, Gemein­schaft und Beglei­tung brau­chen. Sie wer­den in »Klas­sen« zusam­men­ge­fasst, Klein­grup­pen, die sich regel­mä­ßig tref­fen, mit­ein­an­der beten, sich gegen­sei­tig hel­fen und ein­an­der in schwie­ri­gen All­tags­si­tua­tio­nen beistehen.

In der metho­dis­ti­schen Bewe­gung sind zuneh­mend ein­fa­che Leu­te auch als Pre­di­ger betei­ligt, die kei­ne beson­de­re Aus­bil­dung dafür genos­sen haben. Um sie regel­mä­ßig zu schu­len, die gemein­sa­me Leh­re zu dis­ku­tie­ren und mit­ein­an­der Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, ruft John Wes­ley sie jähr­lich zu »Kon­fe­ren­zen« zusam­men – ein Sys­tem, das bis heu­te ein typi­sches Merk­mal des Metho­dis­mus welt­weit ist.

Schät­ze und Herausforderungen

Zu den Schät­zen der metho­dis­ti­schen Bewe­gung gehört der »Got­tes­dienst zur Erneue­rung des Bun­des mit Gott«, den John Wes­ley den Mit­glie­dern der metho­dis­ti­schen Gemein­schaf­ten mit­gab. Herz­stück ist das fol­gen­de Hingabegebet:

»Ich gehö­re nicht mehr mir, son­dern dir.
Stel­le mich, wohin du willst; stel­le mich, zu wem du willst.
Lass mich wir­ken, lass mich dulden.
Brau­che mich für dich, oder stel­le mich für dich beiseite.
Erhö­he mich für dich, ernied­ri­ge mich für dich.
Lass mich alles haben, lass mich nichts haben.
In frei­er Ent­schei­dung und von gan­zem Her­zen über­las­se ich alles dei­nem Wil­len und Wohlgefallen.
Herr­li­cher und erha­be­ner Gott, Vater, Sohn und Hei­li­ger Geist:
Du bist mein und ich bin dein.
So soll es sein.
Bestä­ti­ge im Him­mel den Bund, der jetzt auf Erden neu geschlos­sen wur­de. Amen.«

Ein wei­te­res Erbe des Metho­dis­mus ist die »Sonn­tags­schu­le«. Den meis­ten Kin­dern des 18. Jahr­hun­derts war Bil­dung ver­wehrt. Eini­ge Metho­dis­ten begin­nen damit, Kin­der sonn­tags zusam­men­zu­brin­gen, ihnen von Got­tes Lie­be zu erzäh­len. Gleich­zei­tig brin­gen sie ihnen Lesen und Schrei­ben bei.

Wei­te­re span­nen­de Schät­ze des Metho­dis­mus fin­den sich z.B. hier.

Auf­trag und Sendung

John Wes­ley fass­te das, was ihn als Pre­di­ger und Orga­ni­sa­tor antrieb, u.a. mit fol­gen­den Wor­ten zusam­men: »Die Welt ist mein Kirch­spiel – und See­len zu ret­ten, ist mein Beruf.« Ihm und den ande­ren Mit­ar­bei­ten­den in der metho­dis­ti­schen Bewe­gung ging es dar­um, »schrift­ge­mä­ße Hei­li­gung über die Lan­de zu verbreiten«.

Heu­te sind die Kir­chen, die zur welt­wei­ten metho­dis­ti­schen Kir­chen­fa­mi­lie gehö­ren, über­wie­gend Kir­chen des Mit­tel­stands gewor­den. Die Ver­fas­sung, Leh­re und Ord­nung der EmK in Deutsch­land hält fest: »Die Kir­che hat den Auf­trag, Men­schen zu Jün­ge­rin­nen und Jün­ger Jesu Chris­ti zu machen, um so die Welt zu ver­än­dern.« (Art. 120 und 122 VLO)

In die­sem Sin­ne wol­len auch die bei­den Gemein­den, die zum Bezirk Han­no­ver gehö­ren, die Johan­nes­kir­che Han­no­ver und die Gemein­de mit­ten­drin Wunstorf, ihren Auf­trag leben. Der Win­ter­spiel­platz in Han­no­ver lädt Eltern mit klei­nen Kin­dern in der kal­ten Jah­res­zeit zum Begeg­nen und Spie­len ein. Die Open­Air-Got­tes­diens­te in Wunstorf rich­ten sich an Men­schen in der Nach­bar­schaft des Gemeindezentrums.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Womit hat Gott mein Herz berührt, erwärmt, erfüllt?
  • Wo ist mei­ne »Klas­se«, eine Klein­grup­pe von Glau­ben­den, mit denen ich Bibel lese, bete und soli­da­risch bin?
  • Wie leicht oder schwer geht mir das Bun­des­er­neue­rungs­ge­bet über die Lip­pen? Bin ich zu solch einer Hin­ga­be bereit?
  • Wel­che Men­schen mei­ner Umge­bung sind mir dar­in wich­tig, dass sie durch mich Got­tes Lie­be erfah­ren? An wel­cher Ver­än­de­rung in mei­ner Umge­bung könn­te ich betend und enga­giert mitwirken?

Hans-Her­mann Schole

Fra­ge 4: »Willst du ein treu­es Glied der hei­li­gen Kir­che Chris­ti bleiben …«

Fra­ge 4 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Willst du ein treu­es Glied der hei­li­gen Kir­che Chris­ti blei­ben und dich an ihrem Dienst in der Welt beteiligen?

Von Anfang an hat sich die metho­dis­ti­sche Bewe­gung als Teil der welt­wei­ten Kir­che Chris­ti ver­stan­den. John Wes­ley, dem Begrün­der der Bewe­gung, war es wich­tig, mit ande­ren Chris­ten gemein­sam unter­wegs und tätig zu sein, unab­hän­gig davon, zu wel­cher Kir­che sie gehör­ten. (Zitat hier) Als EmK sehen wir uns als Teil einer gro­ßen Gemeinschaft.

Des­halb geht es auch in die­ser vier­ten Fra­ge zur Auf­nah­me in die EmK zunächst um die Zuge­hö­rig­keit zu der einen hei­li­gen Kir­che Chris­ti. Im Apos­to­li­schen Glau­bens­be­kennt­nis beken­nen wir mit den Chris­ten ande­rer Kir­chen gemein­sam: »Ich glau­be an den Hei­li­gen Geist, die hei­li­ge christ­li­che Kir­che, …« Wir glau­ben dabei nicht an eine Insti­tu­ti­on, die ihre Geschich­te, ihre Schwä­chen und Feh­ler hat. Son­dern wir glau­ben, dass der Hei­li­ge Geist unter allen, die an Jesus Chris­tus glau­ben und ihm nach­fol­gen, eine Gemein­schaft stif­tet, die über alle Kon­fes­si­ons­gren­zen hin­weg exis­tiert und wirk­sam ist. Welt­weit sind die Glie­der am Leib Chris­ti mit­ein­an­der ver­bun­den. Und auch über die Jahr­hun­der­te hin­weg seit der Zeit der Apos­tel gehö­ren die Glau­ben­den zusammen.

War­um heißt es »Glied« und nicht »Mit­glied«?

In 1. Korin­ther 12 und an eini­gen ande­ren Stel­len prägt Pau­lus für die Gemein­de das Bild vom Leib: Die Glau­ben­den gehö­ren zu Chris­tus und sind mit­ein­an­der ver­bun­den, wie Glie­der zum mensch­li­chen Kör­per gehö­ren und mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Die Viel­zahl der Glau­ben­den zeigt die Viel­falt im Leib Chris­ti. Dabei gehö­ren die Glie­der des Lei­bes zusam­men und bil­den eine Ein­heit. Sie sind auf­ein­an­der ange­wie­sen, wir­ken mit­ein­an­der und unter­stüt­zen einander.
Die­se orga­ni­sche Zusam­men­ge­hö­rig­keit der an Jesus Chris­tus Glau­ben­den kommt im Begriff »Kir­chen­glied« zum Aus­druck. Wer Glied der Kir­che Chris­ti sein und blei­ben will, tritt nicht ein­fach in eine Grup­pe oder eine Ver­ei­ni­gung ein, son­dern bekennt sich zur orga­ni­schen Ein­heit und Viel­falt des Lei­bes Christi.

Der Dienst der Kir­che Chris­ti in der Welt

Jede Gemein­de oder Kir­che vor Ort hat ihre spe­zi­el­len Gaben, ihre Her­aus­for­de­run­gen und ihre Auf­ga­ben. Den Dienst der Kir­che, an dem wir uns betei­li­gen, kann man in eini­gen Grund­be­grif­fen zusammenfassen:

  • Die Kir­che ist Zeu­gin Jesu Chris­ti. Sie bekennt und steht dazu, dass der Gekreu­zig­te und Auf­er­stan­de­ne der Sohn Got­tes ist und dass Gott durch ihn unse­rer Welt Ret­tung und Ver­söh­nung anbie­tet. Sie ruft zum Glau­ben an Jesus Christus.
  • Die Kir­che ist ihrem Wesen nach Got­tes­dienst. In ihr wird der drei­ei­n­i­ge Gott ange­be­tet und ange­ru­fen. Ihm weiht sie ihre gan­ze Exis­tenz. Nach die­sem Ver­ständ­nis ist Got­tes­dienst mehr als eine bestimm­te Ver­an­stal­tung. Aber dar­um zeigt sich das Herz der Kir­che am deut­lichs­ten in der Fei­er ihrer Gottesdienste.
  • Die Kir­che sieht ihren Auf­trag im Dienst an allen Men­schen. Gelei­tet und getrie­ben von der Lie­be Got­tes sucht sie Wege, wie die Lie­be Got­tes für Men­schen in Not zu kon­kre­ter Hil­fe wer­den kann.
  • Die Kir­che ist beru­fen zur Gemein­schaft Jesu Chris­ti. Sie bil­det dar­um Gemein­schaft, in der jede und jeder will­kom­men und wert­ge­schätzt ist. Dies lebt sie gera­de in über­schau­ba­ren Grup­pen, in denen Men­schen zusam­men­kom­men, um ihren Glau­ben mit­ein­an­der zu tei­len, ein­an­der zu unter­stüt­zen und für­ein­an­der zu beten.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Was emp­fin­de ich bei dem Gedan­ken, dass ich Teil der welt­wei­ten Gemein­schaft aller bin, die an Jesus Chris­tus glau­ben, einer Gemein­schaft der Viel­falt und Einheit?
  • In wel­cher Grup­pe oder bei wel­chen Gele­gen­hei­ten erle­be ich in mei­ner Gemein­de etwas von der Ver­bun­den­heit und Ver­bind­lich­keit der Glie­der am Leib Christi?
  • Wel­cher die­ser vier Diens­te der Kir­che Jesu Chris­ti berührt und beschäf­tigt mich am meis­ten? Wor­auf weist mich das viel­leicht hin?

Hans-Her­mann Schole

Fra­ge 3: »Ent­sagst du dem Bösen und wen­dest du dich von der Sün­de ab?«

Fra­ge 3 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Ent­sagst du dem Bösen und wen­dest du dich von der Sün­de ab?

Wer sich für Jesus Chris­tus ent­schei­det, ent­schei­det sich damit auch gegen ande­res. Weil Gott Lie­be ist, sind das Böse und die Sün­de mit einem Leben mit Jesus Chris­tus nicht ver­ein­bar. John Wes­ley, Begrün­der der metho­dis­ti­schen Bewe­gung, hat­te die­se Erkennt­nis als ers­te Regel in die »All­ge­mei­nen Regeln« auf­ge­nom­men: Es wird daher von allen, wel­che Mit­glie­der der Gemein­schaft sein und blei­ben wol­len, erwar­tet, dass sie ihr Ver­lan­gen nach Selig­keit stets dadurch bewei­sen, dass sie ers­tens: Nichts Böses tun, son­dern Böses aller Art mei­den. …“ (Nähe­res dazu sie­he hier. (mehr …)

Fra­ge 2: Nimmst du Got­tes befrei­en­de Kraft an…

Fra­ge 2 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Nimmst du Got­tes befrei­en­de Kraft an, um allem Bösen und aller Unge­rech­tig­keit zu wider­ste­hen und Gutes zu tun?

Die zwei­te Fra­ge zur Auf­nah­me als Kir­chen­glied der EmK ver­tieft das The­ma Nach­fol­ge. Ein Leben in der Nach­fol­ge Chris­ti führt mich in den Wider­stand. Auch wenn man­che Dik­ta­tu­ren been­det sind, so gibt es doch bis heu­te über­all auf der Welt vie­les, was Men­schen bin­det und unfrei sein lässt. Vie­les mani­pu­liert Ein­zel­ne und Grup­pen auf sub­ti­le Wei­se. (mehr …)