nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2020

Monats­spruch August 2020
Ich dan­ke dir dafür, dass ich wun­der­bar gemacht bin; wun­der­bar sind dei­ne Wer­ke; das erkennt mei­ne See­le.
Psalm 139,14

Hast Du in Dei­nem Leben nicht immer wie­der Situa­tio­nen, wo Du an Dir zwei­felst, wo Ängs­te in Dir hoch­kom­men, wo Du viel­leicht über­haupt nicht mit dir zufrie­den bist?

Ich will Dir dar­auf ant­wor­ten: das geht den meis­ten von uns Men­schen so. Selbst der »Stärks­te« lei­det hin und wie­der an Selbst­zwei­fel! Aber ist die­ses Wis­sen dar­um ein Trost für Dich? Ich ver­mu­te eher nein! Denn es geht ja um uns per­sön­lich, um unser Inners­tes, um unse­re See­le! (mehr …)

nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2020

»Ich dan­ke dir dafür, dass ich wun­der­bar gemacht bin; wun­der­bar sind dei­ne Wer­ke; das erkennt mei­ne See­le.« (Psalm 139,14)

Der Beter weiß, dass er selbst kom­plex ist, dass er sich selbst nicht zu machen ver­mag. Nicht nur er: Je genau­er wir hin­se­hen: Blu­men und Tier, Men­schen und Wet­ter: Wenn wir (was ja heu­te nicht mehr unum­strit­ten ist) Gott als Urhe­ber und Schöp­fer anse­hen, dann kom­men wir nicht aus dem Stau­nen her­aus. – Sofern wir denn hin­se­hen. (mehr …)

Audio-Andach­ten und Vide­os wer­den weg­ge­räumt

Die Audio-Andach­ten aus der frü­hen Coro­na-Zeit ab März und auch die Video-Got­tes­diens­te ab 10. April wer­den hier weg­ge­räumt. Die Anzahl der Zugrif­fe auf die Andach­ten ist inzwi­schen sehr gering, bei den Vide­os haben wir nur für drei Mona­te die Urhe­ber­rech­te für die­ses Ange­bot. Anschlie­ßend muss das Mate­ri­al gelöscht wer­den.

Wer also noch die eine oder ande­re Andacht nach­hö­ren möch­te, möge das in die­ser Woche tun: Ab nächs­ter Woche wird gelöscht.

F.W.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2020

»Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen wei­ten Weg vor dir.«
(1.Kön 19,7)

Wie Gott uns in Wüstenzeiten begeg­net

In den Ver­sen, der dem Monats­spruch für Juli vor­an­ge­hen, hören wir von einem Pro­phe­ten, der am Ende sei­ner Kräfte war, völlig erschöpft, der mein­te: Ich kann nicht mehr. Dabei hat­te Elia Groß­ar­ti­ges mit Gott erlebt. Gott hat­te Feu­er vom Him­mel geschickt und dadurch sei­ne Pro­phe­tie bestätigt, Elia einen gro­ßen Tri­umph über Baal beschert, den von vie­len Men­schen ange­be­te­ten Götzen. (mehr …)

nach­ge­dacht: zum Monats­spruch Juni 2020…

»Denn du, du allein kennst das Herz aller Men­schen­kin­der« (1. Köni­ge 8,39)

Wenn wir ein wenig wei­ter vor­ne im Kapi­tel lesen, erfah­ren wir, dass es zu die­ser Zeit üblich war, Per­so­nen, denen vor­ge­wor­fen wur­de, sich gegen ande­re ver­gan­gen zu haben, heu­te wür­den wir von »Ver­däch­tig­ten« spre­chen, vor den Altar im Tem­pel zu brin­gen. Dort wur­den sie mit einem Fluch belegt, der jedoch nur im Schuld­fall zutref­fen soll­te. Kon­kret heißt das, das Urteil wur­de Gott über­las­sen. Eine genia­le Metho­de, oder? In Mat­thä­us 7,1 steht »Rich­tet nicht, damit ihr nicht gerich­tet wer­det«. Das wird damit voll erfüllt. Nie­mand muss über ande­re urtei­len, trotz­dem gibt es eine Art Bestra­fung. Doch ist das heu­te noch prak­tisch mög­lich? Sol­len wir jetzt etwa jeg­li­che Gerich­te außer Kraft set­zen? Das wür­de unse­re kom­plet­te gesell­schaft­li­che Ord­nung durch­ein­an­der brin­gen. Wie soll man denn jeman­dem erklä­ren, der nicht glaubt, dass ein Fluch, der von Gott gege­be­nen­falls umge­setzt wird, einem Straf­tä­ter eine Leh­re ist.

In sei­nem Brief an die Römer schreibt Pau­lus: »Jede See­le unter­wer­fe sich den über­ge­ord­ne­ten staat­li­chen Mäch­ten!« (Römer 13,1). Dar­aus folgt für mich, dass ich mich an der Stel­le her­aus hal­te. Ich hal­te mich nach Mög­lich­keit und Not­wen­dig­keit an die welt­li­che Ord­nung. Viel rele­van­ter wird die Stel­le im Klei­nen: Es liegt nicht an mir, über mei­nen Nächs­ten zu urtei­len. Er kann tun und las­sen, was er für rich­tig hält. Ich sehe ja nur das Äuße­re. Ein­zig und allein der Herr sieht in sein Herz, sieht auch ihn als sein Kind, und ist somit berech­tigt, über ihn zu Urtei­len. Ich kann einen ande­ren Men­schen, der nicht mit mei­nen Ansich­ten über­ein­stimmt, vor den Herrn brin­gen, und mich dar­auf ver­las­sen, dass er tut, was rich­tig ist.

Genau­so macht er es auch mit mir. Er sieht mir ins Herz, sieht, was dahin­ter steht, sieht die Moti­va­ti­on. Kein ande­rer Mensch kann über das urtei­len, was ich tue. Tut er es doch, so ist es doch irrele­vant für mich. Genau­so irrele­vant ist das Urteil ande­rer über Drit­te. Es gibt nur einen ein­zi­gen, der Urtei­len kann, und das ist der Herr.

J.F.