nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2021

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2021

»Freue dich und sei fröh­lich, du Toch­ter Zion! Denn sie­he, ich kom­me und will bei dir woh­nen, spricht der Herr.« (Sach­ar­ja 2,14)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­din­nen und Freunde,

die Toch­ter Zion, das ist Jeru­sa­lem. Denn der Zion ist einer der Ber­ge, auf dem die­se Stadt errich­tet ist. Jeru­sa­lem ist die hei­li­ge Stät­te Gott, der Ort, an dem der Tem­pel unter König Salo­mo erbaut wur­de und nach dem Exil wur­de am glei­chen Ort wie­der der Tem­pel als Sitz Got­tes bei sei­nem Volk errichtet.

Das, was der Pro­phet hier sieht und sagt, gehört zum Visi­ons­zy­klus (1,7–6,15), in dem der Pro­phet etwas schaut, das ihm gedeu­tet wird durch einen Engel. – Ohne den Pro­phe­ten gin­ge es nicht, aber ohne den Engel blie­ben es Bil­dern mit sie­ben Sie­geln, die kaum zu ver­ste­hen wären. (mehr …)

1. Advent: Got­tes­dienst »Weih­nach­ten neu erle­ben« mit Vio­la Liebern

Lie­be Gemein­de, der Got­tes­dienst zum 1. Advent beginnt um 10 Uhr in der Johan­nes­kir­che; die Über­tra­gung bei You­tube geht etwa 10:10 Uhr bis 10:15 Uhr (nach den Bekannt­ga­ben und der Erfah­rungs­zeit) los.

Vio­la Lie­bern pre­digt zu Johan­nes 3,1–10: »Weih­nach­ten neu erleben«.

https://​you​tu​.be/​Y​w​b​U​v​1​Q​j​y5A

Chan­cen des Methodismus!?

Chan­cen des Methodismus!?

Zuge­ge­ben: Der­zeit geht es bei uns nicht in dem Maße um Bekeh­rung wie in ande­ren Kir­chen und Gemein­den. Vie­le hof­fen, dass das auch wie­der anders wird.

Die Basis aber, damit über­haupt etwas wird, ist ein Ele­ment aus dem metho­dis­ti­schen Erbe: Hei­li­gung. Oder um es etwas moder­ner zu sagen: Geleb­te Nachfolge.

Wenn wir quan­ti­ta­tiv wach­sen möch­ten (also mehr wer­den wol­len), dann müs­sen wir zunächst selbst näher an Got­tes Plan für uns als ein­zel­ne und als Gemein­de her­an kommen.

Das ist auch Wachs­tum, jedoch nicht in der Zahl der Gemein­de­glie­der, son­dern in der Inten­si­tät unse­rer Bezie­hung zu Gott. – Und die bleibt nicht ohne Wir­kung auf ande­re um uns. Auch nicht auf Wir­kung auf die Gemein­de. Wachs­tum zu machen, das ist Arbeit und unna­tür­lich. Wenn wir aber Kin­der anse­hen, so mer­ken wir: Wachs­tum ist natür­lich. Wenn wir die pas­sen­de Nah­rung, Umge­bung usw. haben: Dann geschieht das ein­fach so, dass Kin­der wachsen.

Eini­ge mögen ein­wen­den: Im Alter schrump­fen wir… – Ja, das mag so sein. Drum ist eine gesun­de Gemein­de auch immer eine, in der jün­ge­re und älte­re Chris­ten­men­schen mit­ein­an­der leben. Bloß ein Alter, das ist wie eine Mono­kul­tur im Wald: Ein leich­ter Fall für Bor­ken­kä­fer. Ein Misch­wald aber, eine Gemein­de mit Frau­en, Män­nern, mit Ein­hei­mi­schen und sol­chen, die dazu gekom­men sind vor nicht so lan­ger Zeit, mit jün­ge­ren und älte­ren Jün­ge­rin­nen und Jün­gern, das ist eine anstren­gen­de aber gesun­de Mischkultur.

Wenn ich in einem Haus­kreis von einer 85-jäh­rin­gen etwas höre, berei­chert das mei­nen Glau­ben und auch mei­nen Blick auf die Gemein­de als einen Orga­nis­mus mit Geschich­te. Wenn ich im jün­ge­ren Jugend­haus­kreis von 15-jäh­ri­gen aus deren Lebens­welt etwas höre, so zeigt mir das, wohin es gehen könnte.

Die Fra­ge ist also nicht, ob wir jung oder alt sind, son­dern ob wir Jünger/innen sind. – Wenn wir das sind, dann fra­gen wir danach, was Gott mit uns, mit sei­ner Welt und sei­ner Gemein­de vorhat.

Wenn wir uns danach aus­rich­ten, auch bereit sind, bewähr­te und even­tu­ell aus­ge­tre­te­ne Wege zu ver­las­sen, dann geben wir Gott die Mög­lich­keit, erst an uns und dann durch uns zu wir­ken. – So kann und möch­te er die Welt verändern.

Lie­be Geschwis­ter, alles fängt bei uns an: Bei unse­rer Aus­rich­tung als Chris­ten­men­schen auf Gott – denn das ist Nach­fol­ge. Erst qua­li­ta­ti­ves Wachs­tum, dann hof­fent­lich auch quan­ti­ta­ti­ves. Es geht aber nicht um die Zahl, son­dern um unser Blei­ben am Wein­stock, denn da wer­den wir mit allem Nöti­gen ver­sorgt, um Frucht zu bringen.

F. W.

7. Nov. 2021: Got­tes­dienst: Das Geschenk der Frei­heit mit Hans-Her­mann Schole

7. Nov. 2021: Got­tes­dienst: Das Geschenk der Frei­heit mit Hans-Her­mann Schole

Herz­li­che Ein­la­dung in unse­ren Got­tes­dienst am7. Novem­ber um 10 Uhr live in der Johan­nes­kir­che. – Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag war Hans-Her­mann Scho­le krank, Dirk Lie­bern ist ein­ge­sprun­gen. Die geplan­te Pre­digt für den letz­ten Sonn­tag wird also jetzt, am 7. Novem­ber, gehal­ten von Hans-Her­mann Scho­le: »Das Geschenk der Frei­heit«. Die Grund­la­ge die­ser Pre­digt bil­det Gala­ter 5,1–6.

Der Live­stream (wir haben ein Tech­nik-Team zusam­men­be­kom­men, so dass der Got­tes­dienst bei You­tube über­tra­gen wer­den kann) beginnt nach dem Abkün­di­gun­gen und dem Kin­der­lied ca. 10:15 Uhr. Herz­li­che Ein­la­dung also auch zum Youtube-Stream.

https://​you​tu​.be/​_​i​S​3​i​c​V​K​EYA

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2021…

»Der Herr rich­te eure Her­zen aus auf die Lie­be Got­tes und auf das War­ten auf Chris­tus.« (2. Thes­sa­lo­ni­cher 3,5)

In sei­nen Lebens­er­in­ne­run­gen berich­tet Hein­rich Kem­ner, der Gründer des Geist­li­chen Rüstzentrums in Kre­lin­gen davon, dass sein Vater ihm das Pflügen bei­gebracht hat. Dabei gab er ihm den Rat, nicht auf das Feld vor ihm, son­dern auf einen weit ent­fern­ten mar­kan­ten Punkt zu schau­en, um gera­de Fur­chen zu zie­hen. Das konn­te ein Kirch­turm, ein ein­zel­ner Baum oder auch eine Berg­spit­ze sein. Im dau­ern­den Blick­kon­takt mit die­sem Punkt würden krum­me und schräge Fur­chen ver­mie­den. Im Monats­spruch aus dem Brief an die Thes­sa­lo­ni­cher scheint Pau­lus ähnliche Erfah­run­gen zu ken­nen, wenn er der dor­ti­gen Gemein­de rät, die »Her­zen auf die Lie­be Got­tes und auf das War­ten auf Chris­tus aus­zu­rich­ten.« Dabei erge­ben sich nach mei­nem Ein­druck nicht zwei getrennt von­ein­an­der ste­hen­de »Fest­punk­te«. Ich würde es eher so inter­pre­tie­ren, dass bei­de Merk­ma­le in der­sel­ben gera­den Linie hin­ter­ein­an­der zu sehen sind: Jeden Tag sol­len wir unser Leben an der Lie­be Got­tes aus­rich­ten und gleich­zei­tig immer auch – dahin­ter – auf Jesus Chris­tus warten.

Wie kann sich ein Mensch, wie kann ich mich nun auf die­se Lie­be Got­tes aus­rich­ten? In 1. Joh. 5,3 lesen wir dazu: »Denn das ist die Lie­be zu Gott, dass wir sei­ne Gebo­te hal­ten; und sei­ne Gebo­te sind nicht schwer.«

An einem Diens­tag (05.10.21) haben Johann S., Lothar Z. und ich in der Fußgängerzone in Wunstorf ver­sucht, das umzu­set­zen. Wir sind dabei von dem Mis­si­ons­be­fehl Jesu aus­ge­gan­gen. Unser Ein­stieg bei den Begeg­nun­gen war eine Umfra­ge zur Vor­be­rei­tung einer Pre­digt. Dabei soll­ten die Befrag­ten sagen, ob sie Angst vor dem Ster­ben haben und was nach ihrer Mei­nung nach dem Tod sein wird. – In mei­nen Gesprächen konn­te ich zwei­mal dar­auf hin­wei­sen, dass Jesus ver­spro­chen hat, im Him­mel Woh­nun­gen für sei­ne Nach­fol­ge­rin­nen und Nach­fol­ger vor­zu­be­rei­ten. Und dass das sicher mehr ist, als wenn man denkt, dass nach dem Ster­ben nichts mehr kommt. – Ein­mal konn­te ich einem jun­gen Mann raten, nicht zu lan­ge damit zu war­ten, sein Verhältnis zu Gott in Ord­nung zu brin­gen. – Und ein­mal wird es viel­leicht einer Frau, deren Mann vor einem Jahr ganz plötzlich gestor­ben ist, eine Hil­fe sein, dass ich ihr emp­foh­len habe, viel in der Bibel zu lesen. Aus eige­ner Erfah­rung weiß ich, dass das Halt und Trost gibt. – So und in ande­ren Gesprächen war es möglich mit ein­fa­chen Wor­ten auf die Lie­be Got­tes hin­zu­wei­sen und sel­ber die Lie­be Got­tes zu erleben.

Pau­lus erin­nert uns in dem Monats­spruch außer­dem dar­an, dass wir auch immer auf das Kom­men Jesu war­ten sol­len. Jesus kann uns bei unse­rem eige­nen Tod begeg­nen oder wir können sein Wie­der­kom­men als König und Herr in die­ser Welt erle­ben. In bei­den Fällen wären wir bei Jesus, in sei­nem Reich, in sei­ner Herr­lich­keit und dann auch bei Gott, den wir durch Jesus unse­ren Vater nen­nen dürfen. Das War­ten auf Jesus erin­nert uns dann also auch immer dar­an, dass wir auf die­ser Erde »kei­ne blei­ben­de Statt haben« und dass es dar­auf ankommt, in Jesu Spur zu gehen, sei­nen Wil­len zu erfra­gen und zu tun und damit dem Wil­len Got­tes Raum in unse­rem Den­ken und Leben zu geben.

Mit bei­den »Fest­punk­ten«, dem Stre­ben nach der Lie­be Got­tes und dem War­ten auf Jesu Kom­men wer­den also unser Glau­be und unse­re Hoff­nung und unse­re Lie­be wach gehal­ten und somit unse­re Bezie­hung zu Jesus und zu Gott, dem Vater leben­dig und »gepflegt«.

P. M.