typisch metho­dis­tisch?!

Eini­ge Berich­te, Voten (oder soll­te man sagen Zeug­nis­se oder Tes­ti­mo­ni­als?) auf­ge­nom­men auf unse­rer Frei­zeit in Ver­den im August 2018…

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Pre­digt »Bau­stel­le Leben« von Hans-Her­mann Scho­le, 17.10.2019

Die Pre­digt aus dem Frü­stücks­got­tes­dienst (daher kurz gefasst) am 17.10. (dem vor­letz­ten Sonn­tag des Kir­chen­jah­res) fußt auf Phil­ip­per 1,6

The­ma: »Bau­stel­le Leben«

  1. Ich sage JA dazu, dass mein Leben eine Bau­stel­le ist.
  2. Wenn der HERR nicht das Haus baut …
  3. Wozu dient der Umbau?

Wie üblich kann die Pre­digt für vier Wochen hier ange­hört wer­den:

 

Advents­kar­ten-Bas­teln erfolg­reich

Advents­kar­ten-Bas­teln erfolg­reich

Alle Jah­re wie­der wer­den von einer enga­gier­ten Grup­pe Advents­kar­ten gebas­telt; so auch ges­tern am 10. Novem­ber. Die­se Kar­ten ver­schi­cken wir als Gemein­de an lie­be Leu­te, die schon län­ger nicht in die Gemein­de kom­men (kön­nen).

Damit das Bas­teln gut gelingt, braucht es Mate­ri­al, es braucht Orga­ni­sa­ti­on und es braucht Kuchen. Dass all dies in pas­sen­der Men­ge vor­han­den ist, wird seit Jah­ren von Chris­ti­na orga­ni­siert (unter­stützt von ande­ren). Dan­ke! Und: Ich bin gespannt, ob es wie­der so ein posi­ti­ves Echo auf die schö­nen Kar­ten gibt.

F.W.

Kurz­pre­digt aus Fami­li­en­got­tes­dienst Zan Iva­nov 10.11.2019

Es ging um Jakob und Esau bei den Kin­der­bi­bel­ta­gen am Wochen­en­de. Den Schluss­punkt zum The­ma bil­de­te ein lie­be­voll und enga­giert gestal­te­ter Fami­li­en­got­tes­dienst am 10. Novem­ber mit einer Pre­digt von Zan Iva­nov, die er in zwei kur­zen Tei­len hielt. – Hier sind bei­de Tei­le zusam­men­ge­fügt.

Die Pre­digtstich­wor­te sind »Ver­söh­nung« und »Segen«. – Wie üblich kann die Pre­digt hier für ca. vier Wochen ange­hört wer­den.

Pre­digt »Geret­tet«, Hans-Her­mann Scho­le, 3. Novem­ber 2019

Die Pre­digt vom 3. Novem­ber 2019 von Hans-Her­mann Scho­le fußt auf 1. Mose 8,18–22.

The­ma: Geret­tet!

  1. Noahs Opfer: Unser Leben gehört Gott, unse­rem Ret­ter
  2. Got­tes Gna­de: Gott kann mit den Her­zen sei­ner Men­schen umge­hen
  3. Unse­re Frist: Gott gibt den Geret­te­ten Zeit für Saat und Ern­te

Die Pre­digt kann – wie üblich – für ca. vier Wochen nach­ge­hört wer­den:

Vor­schlag des regio­na­len Run­den Tisches in Han­no­ver am 29.10.2019

Der regio­na­le Run­de Tisch hat am 29.10.2019 einen wei­te­ren Vor­schlag zu einem mög­li­chen Aus­weg aus der strit­ti­gen Fra­ge der Homo­se­xua­li­tät mit fol­gen­dem Inhalt kon­zi­piert:

Die bis­her für Deutsch­land bestehen­de Kir­chen­ord­nung wird inhalt­lich bei­be­hal­ten. Dane­ben gibt es jedoch ein zeit­lich begrenz­tes Mora­to­ri­um (5–10 Jah­re, ggf. auch kür­zer):

  • in die­sem Zeit­raum wer­den kei­ne Ordi­na­tio­nen durch­ge­führt.
  • in die­sem Zeit­raum fin­den auch kei­ne kirch­li­chen Trau­un­gen inner­halb der EmK statt.

Die Vor­tei­le die­ses neu­en Vor­schlags lie­gen auf der Hand:

  • eine Spal­tung inner­halb der deut­schen metho­dis­ti­schen Kir­che kann dadurch ver­mie­den wer­den!
  • die deut­sche (Ev. meth.) Kir­che sen­det ein Signal in die welt­wei­te Kir­che hin­ein: Wir wol­len uns eben nicht tren­nen! Wir wol­len als Kir­che unter­schied­li­che Erkennt­nis­se aus­zu­hal­ten, und uns als »ein Leib« ver­ste­hen!
  • durch die­se Lösung fin­det kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung mehr statt!
  • ein sol­cher Weg wäre im Rah­men des vor­han­de­nen Adap­ti­ons­spiel­raums der deut­schen Zen­tral­kon­fe­renz denk­bar.

Auf­tre­ten­de Schwie­rig­kei­ten bei die­sem Modell lie­ßen sich prag­ma­tisch lösen. Zuge­ge­ben, die Idee kei­ne Trau­un­gen – auch für hete­ro­se­xu­el­le Paa­re – durch­zu­füh­ren, das klingt erst ein­mal für eine Kir­che ver­we­gen. Aber dies könn­te auch durch­aus zu einer Chan­ce für die ein­zel­nen Gemein­den vor Ort wer­den: Unse­re Pas­to­ren haben in der Regel viel­fäl­ti­ge Kon­tak­te zur Ev. Alli­anz und in die Lan­des­kir­chen, und die dor­ti­gen Pas­to­ren könn­ten Amts­hil­fe leis­ten. Wenn man dort die­sen Weg in aller Offen­heit beschreibt, kön­nen wir uns nicht vor­stel­len, dass uns die­se Unter­stüt­zung bei einer kirch­li­chen Trau­ung ver­wei­gert wer­den wür­de. Und wenn wir dann als jewei­li­ge Gemein­de mit zahl­rei­chen Leu­ten zu einem sol­chen Trau­got­tes­dienst in die ande­re Gemein­de kom­men wür­den, wäre dies sicher­lich eher für uns Metho­dis­ten ein Zeug­nis als ein Armuts­zeug­nis.

E. M.

Ergän­zen­de Hin­ter­grün­de fin­den sich auch hier.

Hier die Stel­lung­nah­me des Gemein­de­vor­stand Han­no­ver, wie sie der Bezirks­ver­samm­lung im März zugäng­lich gemacht wur­de:

EmK Bezirk Han­no­ver – Johan­nes­kir­che

Stel­lung­nah­me des Gemein­de­vor­stands der Johan­nes­kir­che Han­no­ver
nach der Tagung der Außer­or­dent­li­chen Gene­ral­kon­fe­renz vom 23.–26.02.2019

Lie­be Geschwis­ter,

auf der o.g. außer­or­dent­li­chen Sit­zung der Gene­ral­kon­fe­renz wur­de über den Umgang mit der mensch­li­chen Sexua­li­tät inner­halb der welt­wei­ten EmK bera­ten. Die­se Kon­fe­renz hat mit knap­per Mehr­heit den so genann­ten »Tra­di­tio­nal Plan« beschlos­sen, der die bestehen­de Ord­nung bestä­tigt, wonach prak­ti­zier­te Homo­se­xua­li­tät als nicht ver­ein­bar mit der christ­li­chen Leh­re bezeich­net wird. Die Ordi­na­ti­on von Pas­to­rin­nen und Pas­to­ren, die in gleich­ge­schlecht­li­chen Bezie­hun­gen leben, sowie die Seg­nung gleich­ge­schlecht­li­cher Part­ner­schaf­ten blei­ben ver­bo­ten und sol­len dazu kon­se­quent geahn­det wer­den.

Wir haben uns als Gemein­de­vor­stand der Johan­nes­kir­che Han­no­ver auf unse­rer Sit­zung am 7. März 2019 Zeit genom­men, die­ses Ergeb­nis für das Leben unse­rer Gemein­de zu reflek­tie­ren.

Nach wie vor sind wir im Gemein­de­vor­stand auf der Sach­ebe­ne der Gene­ral­kon­fe­renz-Ent­schei­dung unter­schied­li­cher Auf­fas­sun­gen und spie­geln damit die unter­schied­li­chen Ein­stel­lun­gen wider, die wir in unse­rer welt­wei­ten Kir­che, in der EmK in Deutsch­land und auch in unse­rer Gemein­de vor Ort zu die­sem The­ma vor­fin­den. Unse­re Schwes­tern und Brü­der haben ihre jewei­li­gen Über­zeu­gun­gen aus inners­ter Über­zeu­gung und in gro­ßer Ver­ant­wor­tung vor Gott. Wir stel­len in Demut fest, dass unse­re jewei­li­ge Erkennt­nis Stück­werk ist und wir auch selbst »falsch« lie­gen kön­nen.

Um der Lie­be Jesu Chris­ti und sei­ner Gemein­de wil­len wol­len wir die­se Span­nung aus­hal­ten, auch wenn wir heu­te noch nicht sagen kön­nen, zu wel­chen kon­kre­ten Ent­schei­dun­gen uns dies eines Tages füh­ren wird.

Unge­ach­tet unse­rer eige­nen inhalt­li­chen Über­zeu­gun­gen erfül­len uns die auf der Gene­ral­kon­fe­renz vor­herr­schen­den Umgangs­for­men mit Betrof­fen­heit. Wir bedau­ern zutiefst die feh­len­de Bereit­schaft, mit anders­den­ken­den Geschwis­tern im Gespräch zu blei­ben. So wenig wie wir Sank­tio­nen gegen pas­to­ra­le Geschwis­ter mit­tra­gen kön­nen, die gegen die vor­ge­se­he­nen Rege­lun­gen ver­sto­ßen, so wenig fän­den wir es akzep­ta­bel, von allen Pas­to­rin­nen und Pas­to­ren unge­ach­tet ihrer inners­ten Über­zeu­gun­gen die Seg­nung gleich­ge­schlecht­li­cher Part­ner­schaf­ten zu ver­lan­gen.

Als Gemein­de­vor­stand Han­no­ver wol­len wir wei­ter­hin mit­ein­an­der unter­wegs sein und für eine Gemein­de wer­ben, in der die Viel­falt als Geschenk wahr­ge­nom­men wird und wir gemein­sam in Lie­be mit­ein­an­der unter­wegs sind, um unse­ren Mit­men­schen mit der Bot­schaft von Got­tes Lie­be und Gna­de bekannt zu machen. Uns ver­bin­det die Gewiss­heit, dass Jesus Chris­tus für alle Men­schen in unse­re Welt gekom­men ist und dass die Lie­be Got­tes allen gilt. Dar­um möch­ten wir ein­mal mehr beto­nen, dass in unse­rer Gemein­de jeder Mensch will­kom­men ist, unab­hän­gig von Geschlecht, Her­kunft, sexu­el­ler Ori­en­tie­rung u.a.

Im Nach­gang unse­rer Bera­tun­gen wur­de am 9. März 2019 eine Bot­schaft des Kir­chen­vor­stan­des der EmK in Deutsch­land ver­öf­fent­licht. Wir begrü­ßen, dass ein Pro­zess ange­regt wird, wie wir trotz unter­schied­li­cher Über­zeu­gun­gen bei­ein­an­der blei­ben kön­nen.

Für das Leben und den Dienst unse­rer Gemein­de freu­en wir uns über das Mit­ein­an­der in der Viel­falt. Für den wei­te­ren Weg bedür­fen wir Got­tes Gna­de.

In der Lie­be Jesu Chris­ti ver­bun­den                                                              14.März 2019

 

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2019

»Aber ich weiß, dass mein Erlö­ser lebt!« (Hiob 19,25)

In unse­rem Haus­kreis haben wir in den letz­ten Wochen das Buch Hiob gele­sen. Die­sen Bibel­vers fin­den wir in Hiobs zwei­ter Ant­wort an sei­nen Freund Bildad. Die Freun­de Hiobs wol­len die­sem in ihren Reden vor Augen füh­ren, dass die­ses Leid des Hiobs nicht ohne Grund über ihn gekom­men sei. Auch für uns Chris­ten, die wir von der Ver­ge­bung Jesu wis­sen, ist manch­mal die­ser alt­tes­ta­ment­li­che »Tun-Erge­hen-Zusam­men­hang« durch­aus prä­sent.

In Hiob 1 lesen wir, dass Hiob alles ver­lo­ren hat­te: alle sei­ne Kin­der waren umge­kom­men, sei­nen gesam­ten Besitz hat­te er ver­lo­ren; dar­über hin­aus war sein Kör­per mit Geschwü­ren von der Fuß­soh­le bis zum Kopf bedeckt. Ein unfass­ba­res Leid also, das über Hiob her­ein­ge­bro­chen war. (mehr …)

Pre­digt »Gott braucht unser Ver­trau­en« Peter Chris­ti­an, 27. Okto­ber 2019

Die Pre­digt von Peter Chris­ti­an fußt auf Römer 8,28–39 (aus urhe­ber­recht­li­chen Grün­den ist die Lesung des Pre­digt­tex­tes raus­ge­schnit­ten).

The­ma: Gott braucht unser Ver­trau­en

  1. Gott hat Gutes für uns im Sinn
  2. Got­tes Wir­ken zu erken­nen braucht Geduld
  3. Gute Taten kom­men zu uns zurück

Die Pre­digt kann – wie üblich – für etwa vier Wochen hier ange­hört wer­den.

Web­site ist voll­jäh­rig

Die Web­site unse­rer Gemein­de »Johan​nes​kir​che​-Han​no​ver​.de« ist seit heu­te voll­jäh­rig. Vor acht­zehn Jah­ren wur­de die Domain regis­triert. An den Inhal­ten und der Form der Dar­stel­lung hat sich seit­her viel geän­dert. Eine gro­ße Ände­rung gab es 2011 mit der Umstel­lung auf Word­Press als Con­tent-Manage­ment-Sys­tem.

Seit­her sind an die neun­hun­dert Arti­kel und ande­re Bei­trä­ge online. Es gibt einen inter­nen Bereich mit Pro­to­kol­len aus Gre­mi­en wie dem Vor­stand, den Aus­schüs­sen usw. Die Schrift­füh­ren­den haben die­se Tex­te damit (nach Anmel­dung) der Gemein­de zugäng­lich gemacht. Andach­ten und die Pre­dig­ten der letz­ten Wochen wer­den viel gele­sen und nach­ge­hört.

Das Hör­spiel­pro­jekt »Jugend ohne Gott« wird mit wei­te­ren Fol­gen fort­ge­setzt (13 sind online, 42 Kapi­tel gibt es, aber der Schnitt ist sehr lang­wie­rig und der Web­mas­ter hat­te viel ande­re Din­ge vor­ran­gig zu tun).

Wir freu­en uns, dass die­se Domain in den letz­ten acht­zehn Jah­ren so vie­le Men­schen hat errei­chen kön­nen: Das ist für uns ein Weg zu den Men­schen. Denn heu­te geht man nicht zuerst in eine Gemein­de, son­dern infor­miert sich zuerst online. Man möch­te ja wis­sen, wann die Got­tes­diens­te sind, was dort geglaubt wird, wie die Leu­te so »ticken«. Ein Gespür dafür ver­su­chen wir mit die­sem Inter­net­auf­tritt zu ver­mit­teln.

F.W.

Pre­digt­aus­zug »Tu es für mich« – Hans-Her­mann Scho­le, 20.10.2019

Die Pre­digt am 20. Okto­ber von Hans-Her­mann Scho­le wur­de lei­der nicht voll­stän­dig auf­ge­nom­men. Aus dem Mate­ri­al ein Aus­schnitt, der Schluss. Die Pre­digt fußt auf Kolos­ser 3,23

The­ma »Tu es für mich«, sagt Jesus
1. Nicht für Men­schen!
2. Für den Herrn
3. Von Her­zen.

Die Pre­digt (bzw. der Aus­schnitt) kann – wie üblich für ca. vier Wochen hier nach­ge­hört wer­den.

Pre­digt Ehren­fried Matt am 13.10.2019

Die Pre­digt Ehren­fried Matts fußt auf Römer 12,9–21.

The­ma: Die neue Lie­be – Grund­la­ge und Inhalt des christ­li­chen Lebens

  1. Inwie­weit ist die Lie­be tat­säch­lich Grund­la­ge und Inhalt unse­res Lebens?
  2. Wie kön­nen die Taten der Lie­be kon­kret für dich und mich aus­se­hen?
  3. Ori­en­tie­re dich nicht am Fehl­ver­hal­ten ande­rer!

Wie üblich kann die Pre­digt hier für etwa vier Wochen nach­ge­hört wer­den.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber 2019

»Wie es dir mög­lich ist: Aus dem Vol­len schöp­fend – gib davon Almo­sen! Wenn dir wenig mög­lich ist, fürch­te dich nicht, aus dem Weni­gen Almo­sen zu geben!« (Tobit 4,8)

Neben vie­len ande­ren Rat­schlä­gen, die der zum Ster­ben berei­te Tobit sei­nem Sohn Tobi­as mit auf dem Weg geben woll­te, war auch der Satz zum Almo­sen. Die Geschich­ten von Tobit ste­hen in den Spätschrif­ten des Alten Tes­ta­ments und wer­den in der Luther­bi­bel ›Apo­kry­phen‹ genannt, sind aber nicht in jeder Aus­ga­be zu fin­den. Sie berich­ten von einem Mann, der ganz nach dem jüdi­schen Gesetz im 8.Jahrhundert v. Chr. in Nini­ve, der Haupt­stadt von Assur, leb­te.

Almo­sen hört sich irgend­wie nach dem Klein­geld in unse­ren Taschen an, das wir ger­ne bereit sind abzu­ge­ben. Aber das ist hier nicht gemeint. Tobi­as soll mit allem was er hat, Barm­her­zig­keit üben und Gutes tun. Nicht nur das Mate­ri­el­le ist gemeint, son­dern auch der per­sön­li­che Ein­satz. Die­ser Rat­schlag gilt uns heu­te auch. Was immer uns mög­lich ist: Aus dem Vol­len schöp­fend sol­len wir abge­ben! Aber wenn uns nur wenig mög­lich ist, müs­sen wir uns nicht fürch­ten, aus dem Weni­gen zu geben! Aus dem Vol­len etwas für ande­re abschöp­fen, das müss­te doch eigent­lich ein­fach sein. Wir soll­ten Gott dank­bar sein für alles, was wir haben, und das Erreich­te nicht nur unse­rem eige­nen Ver­dienst zuschrei­ben. Auch das Weni­ge ist mehr als nichts, und wer über­haupt etwas geben kann, ist immer noch reich genug. Aus Dank­bar­keit her­aus gibt es sich näm­lich leicht. Nie­mand von uns soll­te sei­ne jet­zi­ge Lebens­si­tua­ti­on als selbst­ver­ständ­lich hin­neh­men.

Tobit spricht in sei­nen Mah­nun­gen die Weis­heit eines Lebens aus, das durch die Ver­bun­den­heit mit dem leben­di­gen Gott geprägt ist. Er zeigt sich uns als ein Mensch, der das gan­ze Leben mit den Augen Got­tes zu sehen ver­steht. Für den Gott nicht irgend­wo auf den Men­schen war­tet, son­dern die Nähe wie die Fer­ne zu Gott sich mit­ten in sei­nem Leben abspielt. Der alte Tobit wuss­te, was ein Leben aus Gott bedeu­tet: Das Gute, das ich habe, muss ich weit­er­schen­ken. Ob es viel ist, oder ob es wenig ist. Und das ein Leben aus Gott bedeu­tet: Mich selbst und die ande­ren zu ach­ten und das wir unse­re Mit­men­schen nicht gering­schät­zen, son­dern wir sol­len im Ver­trau­en auf Gott Gerech­tig­keit tun und Almo­sen geben.

S. Sch.

Diet­rich Bon­hoef­fer, Nach­fol­ge – Die Nach­fol­ge und das Kreuz

Bon­hoef­fer wur­de im April 1945 hin­ge­rich­tet, somit sind sei­ne Wer­ke seit 1. Janu­ar 2016 gemein­frei. Wir ver­öf­fent­li­chen hier in wöchent­li­chen Abschnit­ten sein Buch »Nach­fol­ge« von 1938 als gan­zes.

Die Nach­fol­ge und das Kreuz.

»Und er hob an, sie zu leh­ren: Des Men­schen Sohn muß viel lei­den und ver­wor­fen wer­den von den Ältes­ten und Hohen­pries­tern und Schrift­ge­lehr­ten und getö­tet wer­den und über drei Tage auf­er­ste­hen. Und er rede­te das Wort frei offen­bar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu weh­ren. Er aber wand­te sich um und sah sei­ne Jün­ger an und bedroh­te Petrus und sprach: Gehe hin­ter mich, du Satan! denn du meinst nicht, was gött­lich, son­dern was mensch­lich ist. Und er rief zu sich das Volk samt sei­nen Jün­gern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach­fol­gen, der ver­leug­ne sich selbst und neh­me sein Kreuz auf sich und fol­ge mir nach. Denn wer sein Leben will behal­ten, der wird es ver­lie­ren; und wer sein Leben ver­liert um mei­net- und des Evan­ge­li­ums wil­len, der wird’s behal­ten. Was hül­fe es dem Men­schen, wenn er die gan­ze Welt gewön­ne und näh­me an sei­ner See­le Scha­den? Oder was kann der Mensch geben, damit er sei­ne See­le löse? Wer sich aber mein und mei­ner Wor­te schämt unter die­sem ehe­bre­che­ri­schen und sün­di­gen Geschlecht, des wird sich auch des Men­schen Sohn schä­men, wenn er kom­men wird in der Herr­lich­keit sei­nes Vaters mit den hei­li­gen Engeln« (Mk. 8,31–38). (mehr …)