Got­tes­dienst »Ein Ende, das eigent­lich ein Anfang ist« mit Ehren­fried Matt | 08.01.2023

Got­tes­dienst »Ein Ende, das eigent­lich ein Anfang ist« mit Ehren­fried Matt | 08.01.2023

Der Got­tes­dienst in der Johan­nes­ki­che beginnt um 10 Uhr. Etwas spä­ter, nach eini­gen per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen, beginnt die Über­tra­gung bei Youtube.

The­ma: »Ein Ende, das eigent­lich ein Anfang ist«

Pre­digt­text: Offen­ba­rung 22,16–21 – Es pre­digt: Ehren­fried Matt

Hier geht es zur Youtube-Übertragung…

Got­tes­dienst »Freu­et euch in dem Herrn alle­we­ge« mit Frank Weber | 18.12.2022

Got­tes­dienst »Freu­et euch in dem Herrn alle­we­ge« mit Frank Weber | 18.12.2022

Der Got­tes­dienst in der Johan­nes­ki­che beginnt um 10 Uhr. Etwas spä­ter, nach eini­gen per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen, beginnt die Über­tra­gung bei Youtube.

The­ma: »Freu­et euch in dem Herrn allewege«

Pre­digt­text: Phil­ip­per 4,4–7 – Es pre­digt: Frank Weber

Hier geht es zur Youtube-Übertragung…

Web­mas­ter tritt in den Maschi­nen­raum zurück

Web­mas­ter tritt in den Maschi­nen­raum zurück

Lie­be Gemein­de, lie­be Besuchende,

nach­dem sich vor Mona­ten mein Sta­tus ver­än­dert hat, habe ich mich aus dem »all­ge­mei­nen Publi­zie­ren« hier zurück­ge­zo­gen. Ich küm­me­re mich wei­ter um tech­ni­sche Updates, um php, MyS­QL, um die Modu­le der Web­site und die Aktua­li­tät der Soft­ware. Seit Juni aber pfle­ge ich kei­ne Artikel/Veranstaltungen mehr ein (außer eini­ge eige­ne für eige­ne Ver­an­stal­tun­gen nach Rück­spra­che mit der Gemein­de­lei­tung). Wenn also kei­ne aktu­el­le Ver­an­stal­tungs­über­sicht vor­han­den ist, kei­ne Monats­an­dach­ten usw., so ist das hier­in begründet.

Mei­ne Inhal­te publi­zie­re ich an ande­ren Orten und auf eige­nen Platt­for­men. Auf den Inter­net-Sei­ten des Bezirks bestehen daher der­zeit eini­ge Vakan­zen. – Denn der Web­mas­ter zog sich zurück in den Maschinenraum.

F. W.

Fahr­rad­ral­lye für Jung und Alt – eine Er-Fahrung

Fahr­rad­ral­lye für Jung und Alt – eine Er-Fahrung

Das Wet­ter war so gut am Vor­mit­tag, aber kurz bevor es los­ge­hen soll­te, reg­ne­te es. Zu spät zum Absa­gen, und es soll­te ja auch immer wie­der gutes Wet­ter wer­den. Nie­der­schlags­wahr­schein­lich­keit: 40 %.

Elf muti­ge Men­schen kamen dann doch, die die Jugend­li­chen Sta­ti­ons­pos­ten nicht allein las­sen woll­ten. Aus den elf Teil­neh­men­den aus Wunstorf und Han­no­ver wur­den erst drei Teams, die dann, nach einem plat­ten Rei­fen, zu zwei Grup­pen sich zusam­men­füg­ten und die 27,7 km fuhren.

An der Was­ser­kunst in Her­ren­hau­sen waren ers­te Auf­ga­ben zu lösen, dann galt es, das Ver­hält­nis von FAUST und Gret­chen zu klä­ren, denn auch da führ­te der Weg ent­lang. Zum Leis­tungs­zen­trum am Schnel­len Gra­ben (hier war etwas kör­per­li­cher Ein­satz gefor­dert), dann wei­ter ent­lang der Rick­lin­ger Tei­che und Lein­e­insel zum Mau­so­le­um Graf Carl von Alten in Hem­min­gen im Sun­dern. – Unse­re Sta­ti­on soll­te eigent­lich direkt da sein, jedoch woll­te ein Film­team am Denk­mal dre­hen. Der jugend­li­che Sta­ti­ons­vor­stand ver­rück­te unse­re Sta­ti­on flexibel.

An den Sta­tio­nen gab es Süßig­kei­ten und Apfel­stü­cke. Bei der let­zen Sta­ti­on aber stand ein PKW mit Geträn­ken und Gemü­se. Das war nörd­lich der KGS-Hem­min­gen am Sport­platz. Hier galt es, auf Zeit impro­vi­sier­te Kreu­ze zu bau­en. – Dann ging es zurück zur Johan­nes­kir­che, wie­der ent­lang der Lei­ne und Ihme. Der Grill lief schon, die Würst­chen fan­den ange­ta­ne Abneh­men­de. Trotz des durch­wach­se­nen Wet­ters war es gut, eine schö­ne Tour, herr­li­che Land­schaft, gutes Mit­ein­an­der. Vie­len Dank an die jugend­li­chen Streckenposten.

Hier noch Gedan­ken zu zwei Aufgaben:

Auf einem Weg­stück soll­te ein Gedicht (drei Stro­phen zu vier Zei­len) erstellt wer­den, die die Wor­te Klapp­stuhl, Fluss, Makre­le und mutig enthielt:

An einem Fluss
gibt es an Fischen nen Überschuss.
Dort zu angeln sich lohnt,
weil dort die Makre­le wohnt.

Den gro­ßen Fang wir machen wollen,
viel­leicht reicht’s sogar für zwei Schollen.
Wir schnell unse­re Sachen einräumen
und von der Makre­le träumen.

Den Klapp­stuhl wir ans Ufer stellen,
um mutig in die Flut zu schnellen.
Der ers­te Fisch, der beißt schon an,
doch an der Angel hing nichts dran.

(Grup­pe 1)

Andern­orts – am Wehr an der Lein­e­insel – steht ein Gefahr-Hinweisschild:

Wir frag­ten: »Was bedeu­tet die­ses Schild?« – Die Ant­wor­ten waren kreativ:

  • hier bit­te nicht ertrinken!
  • hier nur Pfingstler/Charismatiker taufen!
  • hier nur mit erho­be­nen Hän­den schwimmen…

Zwan­zig Men­schen aus Wunstorf und Han­no­ver hat­ten jeden­falls offen­sicht­lich ihr Ver­gnü­gen an die­sem Sams­tag, und einer hat­te gar Geburts­tag und ließ es sich trotz­dem nicht neh­men, dabei zu sein.

F. W.

Diet­rich Bon­hoef­fer – Nach­fol­ge – voll­stän­di­ger Text zum Download

Diet­rich Bon­hoef­fer – Nach­fol­ge – voll­stän­di­ger Text zum Download

Dientrich Bon­hoef­fers »Nach­fol­ge« ist ein Klas­si­ker der christ­li­chen Lite­ra­tur. Und den­noch: Viel zu weni­ge ken­nen dies beacht­li­che Buch. Selbst­ver­ständ­lich ist der Text im Buch­han­del in unter­schied­li­chen Aus­ga­ben zu haben. Doch haben wir zur Vor­be­rei­tung auf drei Aben­de im Herbst, an denen es um die­ses Buch geht, den Text hier digi­tal ver­füg­bar gemacht:

War­um wir das so ein­fach dür­fen? Weil Bon­hoef­fer über sieb­zig Jah­re lang tot ist; somit ist das Urhe­ber­recht erlo­schen und der Text ist gemein­frei. Wir wis­sen nicht, wer die Anhän­ge und Ver­zeich­nis­se erstellt hat. Die haben wir daher lei­der weg­las­sen müs­sen, weil nicht sicher ist, ob auch die­se gemein­frei sind.

Wes­ley­Ca­fé Spe­zi­al am 19.10.2022, 19:00 Uhr: »Jako­bus – eine metho­dis­ti­sche Epis­tel« mit Frank Weber

Ein Abend mit einer Ein­füh­rung in den Jako­bus­brief, eini­gen Impuls­fra­gen für das Gespräch in der Grup­pe. Der Abend ist für 90 bis max. 120 Minu­ten geplant.

Jako­bus betont, wie Wes­ley, dass Glau­ben und Han­deln zuein­an­der gehö­ren und dass unser Tun ein Aus­druck unse­res Glau­bens ist – ja, sein muss, wenn der Glau­be wirkt. Dies ist kein Gegen­satz zur Beto­nung der Recht­fer­ti­gung aus Glau­ben allein, wie wir das bei Pau­lus fin­den. – Luther emp­fand den Jako­bus­brief als »stro­her­ne Epis­tel«, stell­te ihn das Buch in sei­ner Bibel­aus­ga­be nach hin­ten, kurz vor den Schluss. Jako­bus ist aber alles ande­re als das Letzte.

Ende der Dienst­zu­wei­sung Pas­tor Hans-Her­mann Scholes

Die Dienst­zu­wei­sung unse­res bis­lang Lei­ten­den Pas­tors Hans-Her­mann Scho­le für den Bezirk Han­no­ver wird zum 30.09.2022 enden. In einem Abschieds-Got­tes­dienst am 30.10.2022 wer­den wir ihn dann gebüh­rend ver­ab­schie­den und unse­ren gro­ßen Dank aussprechen.

Bis zum Som­mer 2023 wird der Bezirk Han­no­ver daher wie­der teil­wei­se vakant sein. Bis zu die­sem Zeit­punkt wird die pas­to­ra­le Auf­sicht durch Pas­tor Rein­hard Theysohn ausgeübt.

Wes­ley­Ca­fé Spe­zi­al: Drei Aben­de zu Diet­rich Bon­hoef­fers »Nach­fol­ge« mit Frank Weber

Uner­war­tet hohe Auf­la­gen erziel­te Bon­hoef­fers Büch­lein »Nach­fol­ge«, das 1937/38 erschie­nen ist. Es ist ein rele­van­ter Text für Chris­ten­men­schen damals – aber auch heu­te. Frank Weber lädt uns zu drei Aben­den mit eini­gen Impul­sen und Gespräch zum Text ein. Am meis­ten wer­den die Per­so­nen pro­fi­tie­ren, die die­sen Text zuvor gele­sen haben.

  • Am 26. Okto­ber um 19:00 Uhr wird es gehen um *alles außer der Aus­le­gung der Berg­pre­digt aus dem ers­ten Teil des Buches* (also »Die teu­re Gna­de« bis »Die Nach­fol­ge und der Ein­zel­ne« und »Die Boten« (Bon­hoef­fers Aus­le­gung von Mat­thä­us 10)).
  • Am 09. Novem­ber um 19:00 Uhr wird es gehen um *Bon­hoef­fers Aus­le­gung der Bergpredigt*
  • Am 23. Novem­ber um 19:00 Uhr wird es gehen um *»Die Kir­che Jesu Chris­ti und die Nach­fol­ge«* (also den zwei­ten Teil des Buches).

Die Aben­de sind mit jeweils einer Ein­füh­rung und eini­gen Impul­sen (ca. 45 Minu­ten) und einer Grup­pen­pha­se mit einem Text­aus­schnitt (inklu­si­ve Kurz­be­richt aus den Grup­pen) ca. 45 Minu­ten, auf ca. 90–120 Minu­ten konzipiert.

Der Text ist auf unse­rer Gemein­de­home­page frei zu haben, kann als pdf-Datei von Frank Weber zuge­sandt wer­den und ist auch im Buch­han­del käuf­lich zu erwerben.

Fahr­rad­ral­lye für Jung und Alt am Sams­tag, 08.10.2022, 14:00 Uhr

Ganz herz­lich möch­ten wir Euch zu einer Fahr­rad­ral­lye für Jung und Alt ein­la­den. Die­se fin­det am Sams­tag, 8. Okto­ber, ab 14:00 Uhr, statt. Start und Ziel ist die Johan­nes­kir­che in Hannover.

Es geht nicht um Schnel­lig­keit, son­dern um Punk­te, die man durch das Lösen von Auf­ga­ben bekommt: Geeig­net für älte­re und jün­ge­re Men­schen, auch für Nach­barn, Schul­freun­din­nen usw.

Gefah­ren wird ein Rund­kurs von gut 25 km – alle star­ten in Klein­grup­pen (ger­ne mit min­des­tens einem Kind und einer Seniorin/einem Senior).

Geplant sind drei Sta­tio­nen, an denen dann je die nächs­ten Auf­ga­ben­zet­tel und Stre­cken­in­for­ma­tio­nen aus­ge­ge­ben wer­den. An einer Sta­ti­on sind dann auch Geträn­ke geplant; ansons­ten wer­den Snacks ange­bo­ten. Die Sta­tio­nen mel­den, wenn alle durch sind.

Abschlie­ßend wol­len wir gemein­sam in der Johan­nes­kir­che essen, bei gutem Wet­ter ist ein gemein­sa­mes Gril­len geplant.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2022

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2022

»Gott lie­ben, das ist die aller­schöns­te Weis­heit.« (Sirach 1,10)

Die­ser Monats­spruch wur­de dem Buch Sirach aus den soge­nann­ten Apo­kry­phen ent­nom­men. Die­se Apo­kry­phen sind in den Bibel­über­set­zun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen sel­ten, meis­tens aber gar nicht ent­hal­ten. Mar­tin Luther schrieb dazu: »Das sind Bücher, so der hei­li­gen Schrift nicht gleich gehal­ten und doch nütz­lich und gut zu lesen sind.«

Als ers­tes frag­te ich mich nach dem Lesen die­ses Spru­ches: »Kann Weis­heit schön sein?« Nach und nach merk­te ich dann, dass es ver­mut­lich ver­schie­de­ne Arten von Weis­heit gibt. Viel­leicht gibt es eine trau­ri­ge, eine neu­tra­le und eben auch eine schö­ne Weis­heit u.a..

Als mei­ne Frau nach einer schwe­ren Herz­ope­ra­ti­on von den Ärz­ten auf­ge­ge­ben wor­den war, sag­te uns der ver­ant­wort­li­che Arzt: »Ich stel­le jetzt die Gerä­te ab, denn meh­re­re Orga­ne arbei­ten nicht mehr.« Wir konn­ten die­sem Ent­schluss nur des­halb zustim­men, weil wir wuss­ten, dass mei­ne Frau in Got­tes Hän­den gebor­gen ist und dass Gott kei­ne Feh­ler macht. Ich geste­he, dass ich spä­ter immer wie­der ein­mal dach­te, ob es nicht doch »schö­ner« gewe­sen wäre, wenn man ver­sucht hät­te, mei­ne Frau noch ein­mal zu reani­mie­ren, um viel­leicht mehr Zeit zum Abschied von ihr zu haben. Meis­tens kam ich dann aber ziem­lich schnell zu dem Schluss, dass mit einem sol­chen Vor­ge­hen, wenn es über­haupt mög­lich gewe­sen wäre, sehr vie­le Risi­ken ver­bun­den gewe­sen wären und das Ster­ben mei­ner Frau wahr­schein­lich viel schwe­rer gefal­len wäre als so. Der Ent­schluss, die Gerä­te abzu­stel­len, war also ver­mut­lich sehr wei­se, eine trau­ri­ge Weis­heit, eine uns Zurück­ge­blie­be­nen trau­rig stim­men­de Weis­heit, die Got­tes Wil­len entsprach.

Vor Jah­ren sprach ich ein­mal mit einem Unfall­chir­ur­gen über sei­ne Arbeit. Ich sag­te ihm, dass ich es mir als sehr schwer vor­stel­le, wenn er die ver­letz­ten Men­schen nach allen Regeln der medi­zi­ni­schen Kunst wie­der in Ord­nung brin­gen muss und will. Dar­auf ant­wor­te­te er mir, dass das gar nicht so schlimm sei, weil er ja kei­ne Schuld an ihrem bedau­erns­wer­ten Zustand hät­te. Ich fand die­se Grund­hal­tung sehr wei­se und für den Arzt ver­mut­lich auch hilf­reich. Man könn­te sie viel­leicht einer neu­tra­len Weis­heit zuord­nen: Der Arzt tut alles, was mög­lich ist, aber er hat kei­ne Schuldgefühle.

Wie­so kann nun die Lie­be zu Gott als aller­schöns­te Weis­heit ange­se­hen wer­den? Ich glau­be jetzt, dass die Ant­wort gar nicht so schwer ist: Die Lie­be zu Gott betrifft sein bibli­sches Wort, nach dem wir unser Leben aus­rich­ten kön­nen. Die Lie­be zu Gott umfasst die dau­ern­de Mög­lich­keit, mit ihm zu spre­chen und ihm alle unse­re Anlie­gen vor­tra­gen zu kön­nen. Die Lie­be zu Gott gip­felt in dem Glau­ben, dass wir durch Jesus Chris­tus tat­säch­lich Got­tes gerecht gemach­te Kin­der sind. Und die Lie­be zu Gott ent­hält auch den Glau­ben und die Hoff­nung auf eine Zukunft im Him­mel, in der es unüber­treff­lich schön sein wird. Also ist die Lie­be zu Gott die aller­schöns­te Weis­heit, die man sich den­ken und wün­schen kann.

Euer P. M.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2022

»Jubeln sol­len die Bäu­me des Wal­des vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten.«
1. Chro­nik 16,33

So ein Vers in einer Chro­nik? Liest man den gan­zen Text, sieht man schon am Druck, dies ist ein »Dank­lied Davids«, ver­gleich­bar mit den Psal­men. Und in Psalm 96 fin­den wir genau die­sel­ben Wor­te. Davids Dank bezieht immer wie­der die Natur in die­ses Lob, die­sen Jubel mit ein (wie spä­ter Franz von Assi­si). Und dann der Bruch: Der Herr kommt, die Erde zu richten!

Mit­ten im Lob? Liest man ande­re Psal­men, so gibt es die­se Ver­bin­dung immer wie­der. Psalm 96 trägt dem­zu­fol­ge auch die Über­schrift: »Der Schöp­fer und Rich­ter der Welt«. Wir sehen Gott oft nur als den, der in mei­ne aktu­el­le Situa­ti­on passt: Ent­we­der Vater oder Schöp­fer oder Herr­scher der Welt oder All­wis­sen­der oder oder… Dabei ist Gott doch alles gleich­zei­tig! So ist der Herr, dem sogar die Bäu­me zuju­beln, auch der Herr, dem allein die Macht über die Welt zu rich­ten zusteht. Ein im ers­ten Moment leich­ter, aber sehr inhalts­schwe­rer Vers.

Zwei Mona­te haben wir Zeit, uns mit die­sen bei­den Bibel­stel­len ver­traut zu machen, sie zu durch­den­ken, sie in unse­rem Leben Wirk­lich­keit wer­den zu lassen.

Dazu wün­sche ich allen besinn­li­che und erhol­sa­me Tage.

M. St.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2022

»Mei­ne See­le dürs­tet nach Gott, nach dem leben­di­gen Gott.«
Psalm 42,3

Wenn ich aus mei­nem Bade­zim­mer kom­me, fällt mein Blick als ers­tes auf mei­nen Kalen­der mit den Monats­sprü­chen. Der Text, ziem­lich klein, ist durch ein gro­ßes Foto interpretiert.

Auf das Bild für Juli freue ich mich sehr. Dort sitzt ein Spatz auf der Spit­ze einer alten, defek­ten Pum­pe, die tropft. Der Spatz beugt sich sehr tief, er steht fast Kopf, um mit sei­nem Schna­bel an das Was­ser zu kom­men. Er tut alles, um sei­nen Durst zu stil­len. Genau­so beschreibt der Psalm­be­ter sei­ne Bezie­hung zu Gott, mit die­sem »Durst«. Geht es uns, geht es mir auch so? Ver­ren­ke ich mich, mache ich alles, wirk­lich alles, um Kon­takt zu Gott zu bekom­men? Der Spatz braucht das Was­ser, um zu über­le­ben. Brau­che ich Gott, um zu über­le­ben? Ver­ges­se ich in all dem Über­fluss, den ich genie­ße, dass mei­ne See­le mehr braucht?

In der Guten Nach­richt Bibel ist der Psalm über­schrie­ben mit »Hoff­nung in größ­ter Not«.

Ver­ges­se ich in allen Man­gel­si­tua­tio­nen über der Not, dem Leid mei­ne Suche nach der »Quel­le des Heils«, dem »Was­ser des Lebens«, den »leben­di­gen Gott«? Was tun Tie­re nicht alles, um an Was­ser zu kom­men? Wie sehr dürs­tet mei­ne See­le nach Gott?

M. St.

Fuß­ball am Mon­tag­abend in der Ricarda-Huch-Schule

Die pan­de­mi­sche Lage hat sich zwi­schen­zeit­lich auch in der Regi­on Han­no­ver deut­lich ent­spannt. Aus die­sem Grund haben wir uns dazu ent­schlos­sen, die­ses Ange­bot, in wel­chem vor allem die Gemein­schaft im Vor­der­grund steht, wie­der in unser Pro­gramm aufzunehmen.

Wir wer­den daher wie­der ab dem 13.06.2022 um 19:15 Uhr mit Fuß­ball in der Ricar­da-Huch-Schu­le starten.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juni 2022

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juni 2022

»Lege mich wie ein Sie­gel auf dein Herz, wie ein Sie­gel auf dei­nen Arm. Denn Lie­be ist stark wie der Tod.« (Hohes­lied 8,6)

Lie­be und Tod, das ist der Stoff für Roma­ne, Dra­men und gro­ßes Kino. In bei­den Fel­dern geht es um grund­le­gen­de und wich­ti­ge Grö­ßen in unse­rem Leben: Der Tod gefähr­det unser Leben an sich. Bei der Lie­be geht es um Part­ner­schaft, und damit um die Fami­lie, um Nach­kom­men, in der Anti­ke auch um die Alterssicherung.

Neu­lich war ich in einem indi­schen Restau­rant. Das Essen war aus­ge­zeich­net. Etwas befremd­lich wirk­te auf mich der rie­si­ge Moni­tor, auf dem (immer­hin stumm­ge­schal­tet) indi­sche Musik­vi­de­os in Bol­ly­wood-Manier lie­fen. Immer ging es um Lie­be, um Sehn­sucht, um Eifer­sucht. Jun­ge Leu­te zwi­schen 20 und 30 Jah­ren tanz­ten, fuh­ren in schnel­len Autos, bevor­zugt vor das Anwe­sen der Ange­be­te­ten. Einer­seits stör­te mich die Bunt­heit und das Über­trie­be­ne. Ande­rer­seits dach­te ich an den Monats­spruch aus dem Hohen­lied. Die­ses Durch­ein­an­der der Gefüh­le, das war in den indi­schen Musik­vi­de­os mit schnel­len Schnit­ten gut eingefangen.

Trotz aller Ver­klä­rung als Gleich­nis­dich­tung zwi­schen Gott und sei­ner Gemein­de: Das Hohe­lied bleibt Lie­bes­ly­rik, und zwar sehr schö­ne. Nicht umsonst kann Lie­be in Men­schen die bes­ten Sai­ten zum Klin­gen brin­gen, und der Wunsch, dem gelieb­ten Gegen­über zu gefal­len, bewirkt man­che Verhaltensänderungen.

Den Tod hat Chris­tus über­wun­den – das ist Ostern. Wie ist es mit der Lie­be zu Gott und zu den ande­ren: Wer­den wir von ihr erfasst? Wenn wir es zulas­sen, dass die star­ken Emo­tio­nen uns ergrei­fen, dann fürch­ten man­che gleich Schwär­mer­tum, pfingst­le­ri­sche Gesin­nung, kurz: Alles, was den geord­ne­ten Glau­ben in Unord­nung brin­gen kann.

Als jemand, der meist nüch­tern denkt, fin­de ich hier und zu die­sem Text: Wäre es nicht gut, wenn aus dem abge­klär­ten, etwas stei­fen Glau­ben eine neue Lie­be sich ent­wi­ckel­te? Wenn wir uns nach der Nähe zu Gott (zu sei­nem Herz und sei­ner Hand) ver­zehr­ten? – Alles über­trie­ben? – Ent­schei­den Sie selbst…

Frank Weber