Fra­ge 7: »Willst du dich mit uns im Bekennt­nis des Glau­bens verbinden…«

Fra­ge 7 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Willst du dich mit uns im Bekennt­nis des Glau­bens ver­bin­den, wie er uns in den Schrif­ten des Alten und Neu­en Tes­ta­ments bezeugt ist?

Grund­la­ge unse­res gemein­sa­men Glau­bens an Jesus Chris­tus ist und bleibt die Bibel. Das Alte und das Neue Tes­ta­ment bezeu­gen den drei­ei­n­i­gen Gott, sein Wesen und sein Wirken.

Die Bibel ist einzigartig

Als Best­sel­ler, Long­sel­ler und Steadysel­ler der Welt­ge­schich­te ist sie konkurrenzlos.

Die Bibel ist äußerst kraft­voll und her­aus­for­dernd. Ihre Wor­te erzäh­len nicht ein­fach Geschich­te, son­dern brin­gen uns in Ver­bin­dung mit dem leben­di­gen Gott, mit sei­nem Wil­len und mit sei­ner Kraft. Dar­in liegt der Grund, war­um die Bibel gera­de von tota­li­tä­ren Regimes gefürch­tet ist und unter­drückt wird. Die Wor­te der Bibel spre­chen von der Herr­lich­keit und Macht Got­tes. Damit stel­len sie alle mensch­li­chen Abso­lut­heits­an­sprü­che in Frage.

Dar­um ist die Bibel auch über­aus kost­bar. Wir kön­nen heu­te sehr dank­bar dafür sein, dass wir ihre Wor­te in Deutsch und vie­len ande­ren Spra­chen der Erde zur Ver­fü­gung haben. Das bie­tet uns die Mög­lich­keit, sie selbst zu lesen, dar­über nach­zu­den­ken und her­aus­zu­fin­den, wie Gott durch die­se Wor­te zu uns Men­schen spricht.

Die Bibel als Wort Gottes

Wir kön­nen nichts von Gott wis­sen oder über ihn in Erfah­rung brin­gen, wenn er es uns nicht zeigt. Gott offen­bart sich uns, lässt uns etwas von sei­nem Wesen und Wir­ken, von sei­ner Lie­be und sei­ner Grö­ße spü­ren, indem er mit uns spricht.

Gott hat dazu Men­schen gebraucht. Man erkennt in den bibli­schen Büchern ihre »Hand­schrif­ten« und erfährt etwas von den kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen ihrer Zeit. Man­che Aus­sa­gen wir­ken auf Men­schen unse­rer Zeit unver­ständ­lich oder wider­sprüch­lich. Wir wer­den dies nicht ein­fach auf­lö­sen kön­nen, weder mit Ver­stand noch mit grö­ße­rem Geschichts­wis­sen. Aber wir kön­nen die Bibel betend lesen und Gott bit­ten, dass er uns hilft, das zu erken­nen, was für unser Leben und unse­re Welt heu­te wich­tig ist.

Got­tes Lie­bes­brief an die Menschen

Die Bibel ist mehr als ein guter Rat­ge­ber für das per­sön­li­che und gemein­schaft­li­che Leben. Schon in den 10 Gebo­ten (2. Mose 20) erklärt Gott zuerst, dass er uns Men­schen in die Frei­heit führt. Gott will für uns nichts ande­res, als dass wir die­se geschenk­te Frei­heit im Ver­trau­en auf ihn und zum Wohl unse­rer Mit­men­schen gestalten.

Durch Jesus Chris­tus zeigt Gott sei­ne gan­ze Lie­be und Barm­her­zig­keit mit uns Men­schen. Die Evan­ge­li­en des Neu­en Tes­ta­ments geben uns die Wor­te und Taten Jesu wei­ter, sein Lei­den an uns, sein Ster­ben für uns – und sei­ne Auf­er­ste­hung: Nicht der Tod mit sei­nen vie­len Gesich­tern hat mehr das letz­te Wort, son­dern die Lie­be Gottes.

Bibel ent­de­cken

Die Bibel ist kein »Buch mit sie­ben Sie­geln«, son­dern steht jedem Men­schen in unter­schied­li­chen Über­set­zun­gen zur Ver­fü­gung, u.a. auch im Inter­net z.B. über die Web­site https://​www​.bib​le​ser​ver​.com. Die ver­schie­de­nen Schrif­ten der Bibel war­ten dar­auf, ent­deckt zu wer­den, indem wir sie lesen.

Wir emp­feh­len zum einen, mit den Tex­ten des Neu­en Tes­ta­ments anzu­fan­gen, gera­de mit den Evan­ge­li­en. Hier fin­den wir mit Jesus Chris­tus den Mit­tel­punkt des­sen, wie Gott sich uns Men­schen in sei­ner Lie­be zeigt.

Zum ande­ren emp­feh­len wir, in einer gewis­sen Regel­mä­ßig­keit in der Bibel zu lesen. Man­ches hängt von der per­sön­li­chen oder beruf­li­chen Situa­ti­on ab. Aber was für sport­li­che Dis­zi­pli­nen oder das Erler­nen eines Musik­in­stru­ments wich­tig ist, gilt auch für das Lesen der Bibel: In der regel­mä­ßi­gen Anwen­dung wer­de ich am bes­ten mit den Wor­ten Got­tes vertraut.

Schließ­lich emp­feh­len wir, die Bibel nicht nur per­sön­lich, son­dern auch mit ande­ren gemein­sam zu lesen. In unse­ren Gemein­den prak­ti­zie­ren wir das z.B. in Haus­krei­sen und ande­ren Klein­grup­pen oder im Bibel­ge­spräch. Manch­mal ver­ab­re­den sich auch ein­fach zwei Per­so­nen, um mit­ein­an­der einen Bibel­text zu lesen und dar­über zu sprechen.

Um die Bibel zu lesen, braucht man kein Theo­lo­gie­stu­di­um oder aus­ge­bil­de­te Fach­leu­te. Wir sind davon über­zeugt, dass die Bibel für sich selbst spricht und dass Gott uns durch sei­nen Hei­li­gen Geist dar­in lei­tet, sein Wort zu ver­ste­hen. Wenn es dar­über hin­aus Fra­gen gibt (und die gibt es sicher), dann sind in der Gemein­de erfah­re­ne­re Bibel­le­ser oder Pas­to­ren da, die ger­ne weiterhelfen.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Wel­che Bibel(n) habe ich bereits? Wann habe ich sie bekom­men? Wel­che per­sön­li­che Geschich­te ver­bin­de ich viel­leicht mit ihr?
  • Wie viel Zeit neh­me ich mir, um Abschnitt für Abschnitt in der Bibel zu lesen? Habe ich dafür bereits einen fes­ten, viel­leicht täg­li­chen Rhyth­mus? Oder möch­te ich es zukünf­tig einüben?
  • Mit wem lese ich gemein­sam Tex­te der Bibel? Oder suche ich noch nach jeman­dem, um gemein­sam die Bibel zu entdecken?
»In die Gegen­wart Got­tes kom­men« Got­tes­dienst mit Dirk Lie­bern vom 17.10.2021

»In die Gegen­wart Got­tes kom­men« Got­tes­dienst mit Dirk Lie­bern vom 17.10.2021

In die­sem Got­tes­dienst geht es um die Geschich­te am Anfang: Gott und Mensch im Gar­ten Eden gehen ver­traut mit­ein­an­der um. – Dann aber kam es anders. Wie aber gelan­gen wir wie­der in eine ver­trau­te und ver­trau­ens­vol­le Gegen­wart Got­tes? Dar­um ging es im Got­tes­dienst gestern.

Die­ser Got­tes­dienst hat­te drei Pre­digt­blö­cke, dazwi­schen Sta­tio­nen, um in der Kir­che etwas zu ent­de­cken. Es gab viel Musik. – Alles schön, aber für die Live-Über­tra­gung wenig geeig­net. Daher laden wir einen Zusam­men­schnitt ins­be­son­de­re der Pre­digt­tei­le und eini­ger aus­ge­wähl­ter ande­rer Ele­men­te hoch.

Viel Ver­gnü­gen.

Netz­werk-Tech­nik, damit Über­tra­gung läuft…

Netz­werk-Tech­nik, damit Über­tra­gung läuft…

Die Ansprü­che an unse­re Netz­werk­tech­nik sind gewach­sen. Das Wes­ley­ca­fé ist inzwi­schen als Sit­zungs­raum auch für Video­kon­fe­ren­zen im Ein­satz, was viel Band­brei­te braucht. Wir strea­men unse­re Got­tes­diens­te in hoher Qua­li­tät, was unse­re bis­he­ri­ge Netz­werk­tech­nik völ­lig ausreizt.

Die Bedürf­nis­se, Wün­sche und Ansprü­che sind gewach­sen. Der Daten-Durch­satz­be­darf von Video ist unver­gleich­lich höher als für ein paar E‑Mails an den Pas­tor. Jeden­falls sind ein paar ers­te Schrit­te ein­ge­lei­tet: Wir haben unse­ren Tele­kom­ver­trag auf­ge­rüs­tet, damit wir nicht immer hof­fen müs­sen, ob es mit dem Daten­durch­satz gera­de mal reicht oder eben nicht. Auch haben wir die gesam­te Ver­tei­lung der Daten in unse­rem LAN deut­lich schnel­ler gemacht durch eine wesent­lich schnel­le­re Fritz­Box als es die Vor­gän­ge­rin war.

Wir haben es nun zwei oder drei­mal erle­ben müs­sen, dass unser Stream nicht flüs­sig lief. Das frus­triert alle, beson­ders die Tech­nik-Crew, die kei­ne Chan­ce hat, kurz vor dem Sen­de­be­trieb noch etwas zu ret­ten. Es läuft dann, oder eben nicht. – Und damit es zukünf­tig läuft und nicht hakt, haben wir eini­ge Schrit­te jetzt zurückgelegt.

Wei­te­re klei­ne­re Moder­ni­sie­run­gen, etwa bei den Zugangs­punk­ten in Büro und Kir­che, wer­den fol­gen. – Das Ziel ist, dass wir unse­re eigent­li­che Auf­ga­be mög­lichst gut errei­chen: Das Evan­ge­li­um an die Men­schen zu brin­gen. Dafür sind heut­zu­ta­ge manch­mal auch tech­ni­sche Lösun­gen erforderlich.

F.W.

Got­tes­dienst »Ist das ein Gebet? Oder kann das weg?« mit Hans-Her­mann Scho­le, 10. Okt. 2021 – 10 Uhr

Herz­lich will­kom­men zum Got­tes­dienst am 10. Okto­ber mit Hans-Her­mann Scho­le. Der Got­tes­dienst beginnt um 10 Uhr, Sie sind ohne Anmel­dung will­kom­men. Bis zum Ein­neh­men der Plät­ze müs­sen Sie eine Mas­ke tra­gen. Ab ca. 10:15 Uhr (nach den Ankün­di­gun­gen und dem Start der Kin­der­kir­che) über­tra­gen wir den Got­tes­dienst per You­tube. – Sie­he unten.

Die Pre­digt dreht sich um die Tem­pel­rei­ni­gung in Mat­thä­us 21,12–17.

Lei­der ist der Stream sehr rucke­lig und es fehlt auch der Beginn. Unser Inter­net-Zugang, den wir beim Upload in vol­ler Band­brei­te brau­chen, lie­fer­te lei­der viel zu wenig Geschwin­dig­keit. Aber wir haben den Got­tes­dienst auf­ge­zeich­net und hoch­ge­la­den zu You­tube. Hier ist die Aufzeichnung:

Fra­ge 6: »Willst du dich am Leben der Gemein­de beteiligen…«

Fra­ge 6 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

»Willst du dich am Leben der Gemein­de betei­li­gen und sie durch Gebet, Mit­ar­beit und regel­mä­ßi­ge Gaben fördern?«

Wer an Jesus Chris­tus glaubt und ihm nach­folgt, braucht und sucht die Gemein­schaft mit ande­ren Gläu­bi­gen. Schon für kleins­te Grup­pen gilt die Zusa­ge Jesu: »Wo zwei oder drei ver­sam­melt sind in mei­nem Namen, da bin ich mit­ten unter ihnen.« (Mat­thä­us 19,20) Gemein­de fin­det sich auch in grö­ße­ren Maß­stä­ben, wie wir es in der Apos­tel­ge­schich­te nach­le­sen kön­nen und bis heu­te in allen christ­li­chen Kir­chen welt­weit erle­ben. Gläu­bi­ge brau­chen ein­an­der, um sich gegen­sei­tig im Leben als Chris­ten zu ermu­ti­gen und weiterzuhelfen.

Unse­re Gemein­den in Han­no­ver und Wunstorf sind nicht per­fekt. Aber es gehört für unser Ver­ständ­nis von Christ­sein und Gemein­de dazu, dass wir ein­an­der ergän­zen und för­dern. Jede Per­son mit ihrer per­sön­li­chen Glau­bens­ge­schich­te, jeder Gläu­bi­ge mit den Gaben, die er von Chris­tus bekom­men hat, ist wich­tig für die anderen.

Wir laden in unse­ren Gemein­den dar­um nicht ein­fach zu Ver­an­stal­tun­gen ein. Son­dern wer sich auf­neh­men lässt, ver­spricht, sich am Leben der Gemein­de zu betei­li­gen, indem er/sie Gemein­schaft mit ande­ren Gläu­bi­gen in der Gemein­de sucht und gestal­tet und Ver­ant­wor­tung für das Gemein­sa­me übernimmt.

Teil­ha­be durch das Gebet

Eine Lebens­äu­ße­rung von Gemein­de ist das Gebet, das leben­di­ge Gespräch mit Jesus Chris­tus, dem Herrn der Gemein­de. Ein­zel­ne beten zu ihm, aber auch die Gemein­de betet ihn gemein­sam an. Das Gebet der Ein­zel­nen und das gemein­sa­me Gebet sind gera­de im Blick auf den Auf­trag der Gemein­de wich­tig. Im Gebet für­ein­an­der und für die Gemein­de erbit­ten wir, dass Jesus Chris­tus uns die Augen für unse­re Mit­men­schen öff­net, dass er uns mit sei­ner Lie­be zu die­sen Men­schen erfüllt und dass er uns zeigt, wel­che kon­kre­ten Schrit­te wir auf ande­re zuge­hen kön­nen, um ihnen von der Lie­be Got­tes zu erzählen.

Teil­ha­be durch Mitarbeit

Auf der Grund­la­ge bibli­scher Aus­sa­gen gehen wir davon aus, dass jeder Mensch, der an Chris­tus glaubt, durch den Hei­li­gen Geist mit Fähig­kei­ten begabt ist, die für den Auf­bau und den Auf­trag der Gemein­de wich­tig sind. Dar­um ver­spre­chen die Glie­der unse­rer Kir­che, in ihrer Gemein­de vor Ort mitzuarbeiten.
In unse­ren Gemein­den in Han­no­ver und Wunstorf ver­su­chen wir, nicht nur das Ein­ge­spiel­te und Bewähr­te unse­rer ver­schie­de­nen Diens­te zu pfle­gen, son­dern auch zu erken­nen, wo sich durch die Viel­falt der Gaben in den ein­zel­nen Glie­dern mög­li­cher­wei­se neue Wege auftun.

Teil­ha­be durch regel­mä­ßi­ge Gaben

Als Frei­kir­che zie­hen wir ganz bewusst kei­ne Kir­chen­steu­er von den Glie­dern unse­rer Kir­che ein. Wir leben und arbei­ten mit den frei­wil­li­gen Gaben der Glie­der und Freun­de. Dazu gehö­ren die sonn­täg­li­chen Kol­lek­ten sowie die Spen­den für bestimm­te Pro­jek­te. Vor allem ist ein regel­mä­ßi­ger monat­li­cher Bei­trag der ein­zel­nen Glie­der für die Haus­halts­pla­nung in unse­ren Gemein­den wich­tig. Denn auch die Gemein­den haben z.B. mit Per­so­nal­kos­ten und Gebäu­de­kos­ten regel­mä­ßi­ge Ver­pflich­tun­gen, die sie erfül­len müssen.
Im Alten Tes­ta­ment wird von den Israe­li­ten der sog. Zehn­te gefor­dert, der zehn­te Teil aller Ein­nah­men. Dies wird im Neu­en Tes­ta­ment für die Gemein­de Jesu so nicht als Ver­pflich­tung über­nom­men. In aller Frei­heit kann die­ser Gedan­ken an den Zehn­ten aber eine Ori­en­tie­rung sein, dass wir von dem, was wir finan­zi­ell monat­lich zur Ver­fü­gung haben, Gott und dem Bau sei­nes Rei­ches einen Teil zurück­ge­ben, weil er es ist, der uns mit allem Lebens­not­wen­di­gen versorgt.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Mit wel­chen ande­ren Chris­ten kann ich gemein­sam beten?
  • Tref­fe ich mich mit ihnen regelmäßig?
  • Wel­che Anlie­gen ste­hen für uns im Vordergrund?
  • Wel­che Fähig­kei­ten und Gaben habe ich bei mir entdeckt?
  • Was möch­te ich ger­ne in mei­ne Gemein­de zum Segen ande­rer einbringen?
  • Wie gehe ich mit dem mir von Gott anver­trau­ten Geld um?
  • Wel­che Ver­pflich­tun­gen habe ich?
  • Wel­che Schwer­punk­te set­ze ich mit mei­nen Ausgaben?
  • Was will ich aus Dank­bar­keit und Demut für die Arbeit im Reich Got­tes geben?
nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber 2021

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber 2021

Monats­spruch Oktober:
»Lasst uns auf­ein­an­der acht­ha­ben und ein­an­der anspor­nen zur Lie­be und zu guten Wer­ken.« Hebrä­er 10,24

Gut, dass wir ein­an­der haben. – Eben dazu: Auf­ein­an­der acht­zu­ha­ben und ein­an­der anzu­spor­nen zur Lie­be und zu guten Wer­ken. – Wie leicht kommt der All­tag, und wir ver­sin­ken in unse­rem natür­li­chen, ganz und all­zu mensch­li­chen Leben.

So weit, so gut. – Der Ver­fas­ser des Hebrä­er­brie­fes stellt die­sen Vers in den Zusam­men­hang mit dem Weg­blei­ben in den Ver­samm­lun­gen, »wie eini­ge zu tun pfle­gen…« – und er fügt an: »und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.«

Nun stimmt das unzwei­fel­haft: Wenn der Tag des Herrn kommt, und davon gehe ich aus, dann ist er heu­te näher als damals zur Zeit der Abfas­sung des Brie­fes. Allein: Damals rech­ne­te man mit einer Naher­war­tung, wie das heu­te kaum mehr jemand tut. Wir alle haben unse­re Ver­si­che­run­gen, unse­re Alters­si­che­rung, unse­re mit­tel- und lang­fris­ti­ge Pla­nung bei der Arbeit, in der Fami­lie und auch persönlich.

Wenn nun plötz­lich der Tag des Herrn käme, bräch­te uns das gewal­tig aus dem Kon­zept. Wer aber gute Wer­ke und Lie­be nur an den Tag legt, wenn der Tag des Herrn vor der Tür steht, der oder die hat wenig von Nach­fol­ge ver­stan­den. Bei­de sind ja eine Ant­wort auf die Lie­be Got­tes zu mir. Wo ich mich so geliebt weiß, da stellt sich die Fra­ge nicht; da lie­be ich, weil es mir geschenkt wird, die ande­ren so zu sehen wie Gott sie sieht. Mit Liebe.

Von daher ist Gemein­de und christ­li­che Gemein­schaft (auch jen­seits aller Orts­ge­mein­den und Kör­per­schaf­ten) eine Art »Trai­nings­la­ger für Nach­fol­gen­de«. Wir üben uns. Wir trai­nie­ren das Den­ken und Leben als Hei­li­ge, die wir als Chris­ten­men­schen sind, obwohl auch ganz irdisch und mensch­lich blei­ben. – Es ist schon gut, dass es im Apos­to­li­schen Glau­bens­be­kennt­nis heißt: »… die hei­li­ge christ­li­che Kir­che, Gemein­schaft der Hei­li­gen …« Mit weni­ger soll­ten wir uns nicht zufrie­den geben als Jün­ge­rin­nen und Jünger.

Weil wir aber unter­schied­lich sind, gibt es sol­che, denen das eine und ande­re jeweils leicht bzw. schwer fällt. Inso­fern kön­nen, dür­fen und sol­len wir ein­an­der unter­stüt­zen. Das ist einer der Grün­de, aus denen es Gemein­de gibt. Gut, wenn wir eine Echt­zeit-Grup­pe haben, wenn wir in einem Haus­kreis dabei sind.

Wir soll­ten nur nicht über­se­hen, dass das Ein­üben und Trai­nie­ren von Nach­fol­ge dazu da ist, dass wir gesen­det wer­den als Jesu geschick­te Gesand­te, zu den Men­schen, um denen zu die­nen, sie durch Lie­be zu begeis­tern, damit sie selbst das Evan­ge­li­um an sich heranlassen.

F. W.

Fra­ge 5: »Willst du dich zur Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che hal­ten und sie in ihrem Auf­trag unterstützen?«

Fra­ge 5 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

»Willst du dich zur Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che hal­ten und sie in ihrem Auf­trag unterstützen?«

Um was für eine Kir­che han­delt es sich bei der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che? Nur ein paar Stich­wor­te fin­den an die­ser Stel­le Platz, um den Reich­tum der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che zu skiz­zie­ren. Aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich z.B. hier. (Vgl. auch den ent­spre­chen­den Arti­kel auf Wikipedia)

Geschich­te und Personen

Die metho­dis­ti­sche Bewe­gung geht auf eini­ge Stu­den­ten der Uni­ver­si­tät Oxford im 18. Jahr­hun­dert zurück. Wäh­rend ihres Stu­di­ums grün­den die Brü­der John und Charles Wes­ley eine klei­ne Grup­pe, um gemein­sam in der Bibel zu lesen und über den Glau­ben zu dis­ku­tie­ren. Ihnen wird wich­tig, den Glau­ben an Jesus Chris­tus ver­bind­lich und kon­se­quent zu leben. Sie begin­nen, sich um Arme, Kran­ke und Gefan­ge­ne zu kümmern.

Schon bald bekommt die­se Grup­pe Spitz­na­men wie »Holy Club« oder »Metho­dis­ten«, weil sie sich in ihrem kon­se­quen­ten Lebens­stil gewis­se Regeln gege­ben hatten.

Eine tief­grei­fen­de Ver­än­de­rung erlebt John Wes­ley, als er am 24. Mai 1738 in einer Ver­an­stal­tung Luthers Vor­re­de zum Römer­brief hört. Plötz­lich wird sein »Herz selt­sam erwärmt«. Ab die­sem Moment ist ihm klar, dass Gott ihn bedin­gungs­los liebt und ihm alle sei­ne Sün­den ver­ge­ben hat.

Ein Jahr spä­ter macht John Wes­ley die Erfah­rung, dass er mit Pre­dig­ten unter frei­em Him­mel vie­le Men­schen dort erreicht, wo sie sind. Die gute Nach­richt von der befrei­en­den Lie­be Got­tes ver­än­dert das Leben Vie­ler. Eine Erwe­ckungs­be­we­gung nimmt ihren Anfang.

Gemein­schaft und Strukturen

Schon bald wird den Initia­to­ren der Bewe­gung deut­lich, dass die Men­schen, deren Leben sich durch Got­tes Gna­de ver­än­dert, Gemein­schaft und Beglei­tung brau­chen. Sie wer­den in »Klas­sen« zusam­men­ge­fasst, Klein­grup­pen, die sich regel­mä­ßig tref­fen, mit­ein­an­der beten, sich gegen­sei­tig hel­fen und ein­an­der in schwie­ri­gen All­tags­si­tua­tio­nen beistehen.

In der metho­dis­ti­schen Bewe­gung sind zuneh­mend ein­fa­che Leu­te auch als Pre­di­ger betei­ligt, die kei­ne beson­de­re Aus­bil­dung dafür genos­sen haben. Um sie regel­mä­ßig zu schu­len, die gemein­sa­me Leh­re zu dis­ku­tie­ren und mit­ein­an­der Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, ruft John Wes­ley sie jähr­lich zu »Kon­fe­ren­zen« zusam­men – ein Sys­tem, das bis heu­te ein typi­sches Merk­mal des Metho­dis­mus welt­weit ist.

Schät­ze und Herausforderungen

Zu den Schät­zen der metho­dis­ti­schen Bewe­gung gehört der »Got­tes­dienst zur Erneue­rung des Bun­des mit Gott«, den John Wes­ley den Mit­glie­dern der metho­dis­ti­schen Gemein­schaf­ten mit­gab. Herz­stück ist das fol­gen­de Hingabegebet:

»Ich gehö­re nicht mehr mir, son­dern dir.
Stel­le mich, wohin du willst; stel­le mich, zu wem du willst.
Lass mich wir­ken, lass mich dulden.
Brau­che mich für dich, oder stel­le mich für dich beiseite.
Erhö­he mich für dich, ernied­ri­ge mich für dich.
Lass mich alles haben, lass mich nichts haben.
In frei­er Ent­schei­dung und von gan­zem Her­zen über­las­se ich alles dei­nem Wil­len und Wohlgefallen.
Herr­li­cher und erha­be­ner Gott, Vater, Sohn und Hei­li­ger Geist:
Du bist mein und ich bin dein.
So soll es sein.
Bestä­ti­ge im Him­mel den Bund, der jetzt auf Erden neu geschlos­sen wur­de. Amen.«

Ein wei­te­res Erbe des Metho­dis­mus ist die »Sonn­tags­schu­le«. Den meis­ten Kin­dern des 18. Jahr­hun­derts war Bil­dung ver­wehrt. Eini­ge Metho­dis­ten begin­nen damit, Kin­der sonn­tags zusam­men­zu­brin­gen, ihnen von Got­tes Lie­be zu erzäh­len. Gleich­zei­tig brin­gen sie ihnen Lesen und Schrei­ben bei.

Wei­te­re span­nen­de Schät­ze des Metho­dis­mus fin­den sich z.B. hier.

Auf­trag und Sendung

John Wes­ley fass­te das, was ihn als Pre­di­ger und Orga­ni­sa­tor antrieb, u.a. mit fol­gen­den Wor­ten zusam­men: »Die Welt ist mein Kirch­spiel – und See­len zu ret­ten, ist mein Beruf.« Ihm und den ande­ren Mit­ar­bei­ten­den in der metho­dis­ti­schen Bewe­gung ging es dar­um, »schrift­ge­mä­ße Hei­li­gung über die Lan­de zu verbreiten«.

Heu­te sind die Kir­chen, die zur welt­wei­ten metho­dis­ti­schen Kir­chen­fa­mi­lie gehö­ren, über­wie­gend Kir­chen des Mit­tel­stands gewor­den. Die Ver­fas­sung, Leh­re und Ord­nung der EmK in Deutsch­land hält fest: »Die Kir­che hat den Auf­trag, Men­schen zu Jün­ge­rin­nen und Jün­ger Jesu Chris­ti zu machen, um so die Welt zu ver­än­dern.« (Art. 120 und 122 VLO)

In die­sem Sin­ne wol­len auch die bei­den Gemein­den, die zum Bezirk Han­no­ver gehö­ren, die Johan­nes­kir­che Han­no­ver und die Gemein­de mit­ten­drin Wunstorf, ihren Auf­trag leben. Der Win­ter­spiel­platz in Han­no­ver lädt Eltern mit klei­nen Kin­dern in der kal­ten Jah­res­zeit zum Begeg­nen und Spie­len ein. Die Open­Air-Got­tes­diens­te in Wunstorf rich­ten sich an Men­schen in der Nach­bar­schaft des Gemeindezentrums.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Womit hat Gott mein Herz berührt, erwärmt, erfüllt?
  • Wo ist mei­ne »Klas­se«, eine Klein­grup­pe von Glau­ben­den, mit denen ich Bibel lese, bete und soli­da­risch bin?
  • Wie leicht oder schwer geht mir das Bun­des­er­neue­rungs­ge­bet über die Lip­pen? Bin ich zu solch einer Hin­ga­be bereit?
  • Wel­che Men­schen mei­ner Umge­bung sind mir dar­in wich­tig, dass sie durch mich Got­tes Lie­be erfah­ren? An wel­cher Ver­än­de­rung in mei­ner Umge­bung könn­te ich betend und enga­giert mitwirken?

Hans-Her­mann Schole

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2021…

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2021…

»Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und wer­det doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durs­tig; ihr klei­det euch, und kei­nem wird warm; und wer Geld ver­dient, der legt’s in einen löch­ri­gen Beutel.«
Hag 1,6 (L)

Nach der Zer­stö­rung der bei­den Rei­che Isra­el und Juda Anfang des 6. Jahr­hun­derts v. Chr. wur­de ein wesent­li­cher Teil der Bevöl­ke­rung Judä­as in die baby­lo­ni­sche Gefan­gen­schaft geführt und dort ange­sie­delt. Nach dem Ende des Exils und der Rück­kehr eines Teils der nach Baby­lon ver­schlepp­ten Judä­er begann man im Jah­re 535 v. Chr. mit dem Wie­der­auf­bau des gut 60 Jah­re zuvor zer­stör­ten Tem­pels, der auf den König Salo­mo zurück­ging. Seit knapp 20 Jah­ren ist das Volk Isra­el aus der baby­lo­ni­schen Gefan­gen­schaft in die Hei­mat zurück­ge­kehrt. So nach und nach sie­del­ten sich die Juden wie­der in und um Jeru­sa­lem an, nach­dem sie über vie­le Jah­re in der Frem­de leben muss­ten. Auf der einen Sei­te waren sie froh, wie­der in der Hei­mat zu sein, auf der ande­ren Sei­te kämpf­ten sie um ihr Über­le­ben. Feind­lich gesinn­te Bewoh­ner und Hun­gers­not brach­ten sie in enor­me Schwie­rig­kei­ten. Man kämpft erst ein­mal ums Über­le­ben. Wo soll man woh­nen? Woher bekommt man Äcker, um sie zu bebau­en? Denn das Land ist besetzt von den Men­schen, die in Isra­el geblie­ben sind, die sich teil­wei­se mit den Baby­lo­ni­ern ver­mischt haben. Es gilt erst ein­mal wie­der Fuß zu fas­sen. Über­all sieht man noch die Spu­ren der Zer­stö­rung von damals. Man hat zwar auch mit dem Bau des Tem­pels ange­fan­gen. Aber dann gibt es Pro­ble­me mit den Beset­zern. Erst ein­mal ist Bau­stopp ange­sagt. Inzwi­schen darf wei­ter­ge­baut wer­den. Aber die Eupho­rie des Anfangs ist weg und es war nicht ein­fach, die Bevöl­ke­rung von der Not­wen­dig­keit des Tem­pels zu über­zeu­gen. Dar­um ver­such­te Hag­gai im Jahr 520 vor unse­rer Zeit­rech­nung eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Bau des Tem­pels und dem wirt­schaft­li­chen Wohl­erge­hen des Lan­des her­zu­stel­len, indem er sagt, ihre ern­tet des­halb wenig und habt wenig zu essen und zu trin­ken, kei­ne war­me Klei­dung und wenig Geld, weil wir Gott kei­nen Raum geben. Wenn wir ihm einen Raum geben, indem er auf beson­de­re Wei­se gegen­wär­tig sein kann, wird der Rest dann von allein fol­gen. Der Tem­pel steht für die Gegen­wart Got­tes! Im Tem­pel konn­te man ihm begeg­nen, Ver­söh­nung erfah­ren, ihn anbe­ten und Wei­sung emp­fan­gen. Die Men­schen erfass­ten nicht die Kost­bar­keit der Gegen­wart Got­tes. Das Haupt­pro­blem waren weder die Fein­de noch die man­geln­de Ver­sor­gung, son­dern es war ihr Herz, dass ande­ren Din­gen den Vor­rang gab.

Hag­gais mah­nen­de Wor­te hat­ten Erfolg und die Judä­er gin­gen wie­der an die Arbeit und bau­ten den Tem­pel zu Ende. Wahr­schein­lich nicht ganz so pracht­voll wie der ers­te Tem­pel von König Salo­mo. Dem Volk Isra­el sagt Gott durch Hag­gai: Jetzt, wo ihr an dem Tem­pel arbei­tet, bin ich mit euch!

Auch unse­re Gemein­de hat in den ver­schie­dens­ten Räu­men ihre Zusam­men­künf­te abge­hal­ten, ange­mie­te­te Räu­me, Wohn­zim­mer, als Unter­mie­ter in der Niko­lai­ka­pel­le, in einer Well­blech­hüt­te auf dem Georgs­platz, und jetzt fast 70 Jah­re in der Johan­nes­kir­che. Es kommt nicht auf die Schön­heit und Aus­stat­tung an, der Raum muss nicht beson­ders pracht­voll sein, son­dern wir wol­len Gott einen Raum geben, wo er uns ganz für sich hat, wir nicht abge­lenkt wer­den und wir ihm ganz nah sind. Gott lässt sich nicht mit Gold und Sil­ber und den schöns­ten Male­rei­en von uns beein­dru­cken. Ja, auch wir wis­sen nicht, wohin wir säen und was unse­re Wor­te bewirken.

Durch die Coro­na Pan­de­mie konn­ten wir eine Zeit­lang kei­ne Got­tes­diens­te in unse­ren Räu­men abhal­ten oder nur ein­ge­schränkt. Wie gut tun uns jetzt die Sonn­ta­ge, an denen wir wie­der bei den Prä­senz­got­tes­diens­ten dabei sein kön­nen. Wir füh­len, wie gut es für uns ist, mit Glau­bens­ge­schwis­tern an der Sei­te Gott zu loben, zu beten und auf sein Wort zu hören. Gott ist da, wenn wir sei­ne Nähe suchen. Wir wis­sen es aus sei­ner Zusa­ge zu uns, und manch­mal spü­ren wir es sogar.

S. Sch.

Urlaubs­zeit und Streaming…

Urlaubs­zeit und Streaming…

Am Sonn­tag, dem 22. August 2021 wird es einen Live-Stream mit Zan Iva­nov geben, geson­der­ter You­tube-Link folgt sepa­rat. Am Sonn­tag, dem 29. August, aber sind so vie­le aus dem Tech­nik­team ver­reist, dass eine Über­tra­gung lei­der nicht mög­lich sein wird.

Im Sep­tem­ber geht es aber muter wei­ter. – Vor­zu­mer­ken ohne Stream wird wohl der 3. Okto­ber wer­den, denn da ist die Gemein­de­frei­zeit. Da ist zumin­dest sehr unwahr­schein­lich, dass wir einen Got­tes­dienst wer­den strea­men können.

Wir hof­fen, allen Besu­chen­den mit früh­zei­ti­ger Infor­ma­ti­on wei­ter­zu­hel­fen. Immer­hin wird unser Got­tes­dienst als Stream somit planbar.

F.W.

P.S. Noch ein Hin­weis: Nach der Live-Über­tra­gung ver­ar­bei­tet You­tube die Datei, die wir gestreamt haben, so dass die­se klei­ner und kom­pri­mier­ter wird. Das führt lei­der dazu, dass in den Stun­den direkt nach dem Got­tes­dienst erst eine mäßi­ge Qua­li­tät ver­füg­bar ist. Oft erst am Mon­tag ist die HD-Ver­si­on fer­tig von You­tube berech­net. – Lei­der. Inso­fern ist es kei­ne schlech­te Idee, die älte­ren Got­tes­diens­te ein­mal anzu­se­hen, denn bei denen ist die hohe Qua­li­tät ja verfügbar.

nach­ge­dacht zum Monats­spruch für August 2021

»Nei­ge, HERR, dein Ohr und höre! Öff­ne, HERR, dei­ne Augen und sieh her!«
(2. Köni­ge 19,16 – Monats­spruch August 2021)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freunde!

Schrift­li­che Mit­tei­lun­gen haben ein eige­nes Gewicht. Was wir schwarz auf weiß zu lesen bekom­men, beein­druckt uns: Eine auf­wüh­len­de Nach­richt in der Zei­tung, aber auch der ableh­nen­de Bescheid einer Behör­de, eine Kün­di­gung, ein ärzt­li­cher Befund, eine uner­war­tet hohe Rech­nung. Sol­che Mit­tei­lun­gen gehen uns ans Herz und an die Nieren.

Das Gebet, das uns in die­sem Monat beglei­tet, stammt aus dem Her­zen und dem Mund des Königs Hiskia (um 700 v. Chr. in Jeru­sa­lem). Er hat­te einen Brief mit nie­der­schmet­tern­den Fak­ten bekom­men. San­he­rib, der König Assy­ri­ens, ließ ihm aus­rich­ten, dass die Tage des Reichs Juda gezählt sei­en und kein Gott die­ser Welt es ver­hin­dern wür­de. Dabei zähl­te San­he­rib die Völ­ker auf, die er bereits erobert hat­te. Die Fak­ten der Geschich­te sprä­chen gegen Hiskia und das Volk Juda. (mehr …)

Video-Kin­der­kir­che »Glau­be befreit« zum 18. Juli 2021

Video-Kin­der­kir­che »Glau­be befreit« zum 18. Juli 2021

Pau­lus und Silas waren in Phil­ip­pi, wer nach­le­sen möch­te fin­det das in Apos­tel­ge­schich­te 16. Sie befrei­en eine jun­ge Frau von einem Wahr­sa­ge­geist. Bloß ihrem Her­ren gefällt das gar nicht: So kann man mit der Magd kein Geld mehr ver­die­nen… Pau­lus und Silas wer­den ange­klagt, gefan­gen­ge­nom­men, man wirft sie ins Gefäng­nis. Wun­der­bar kom­men sich in der Nacht frei, als sie trotz Gefan­gen­schaft und übler Lage Gott Lob­lie­der gesun­gen hat­ten. Der Ker­ker­meis­ter und sei­ne Fami­lie ändern ihr Leben. – Schließ­lich muss sich der Stadt­rat bei den Apos­teln entschuldigen…

Seht selbst ab 9:30 Uhr:

11.07.2021: Fami­li­en-Got­tes­dienst, kein Video-Stream

Wenn Kin­der in Got­tes­diens­ten eine wich­ti­ge Rol­le haben und auch vor­ne mit vor­kom­men, dann ist das gut. Man nennt es Fami­li­en­got­tes­dienst. So einen (als Abschluss der Kin­der­bi­bel­ta­ge) wird es mor­gen, am 11. Juli geben.

Eine Fol­ge ist aber, dass es beson­de­re Vor- und Rück­sicht zu neh­men gilt auf die Per­sön­lich­keits­rech­te der Kin­der. Ein Video-Stream fin­det daher mor­gen (ent­ge­gen der anders­lau­ten­den Ankün­di­gung etwa im Got­tes­dienst letz­te Woche) nicht statt. Zum Schutz der Kinder.

Herz­li­che Ein­la­dung, live dabei zu sein.

Fra­ge 4: »Willst du ein treu­es Glied der hei­li­gen Kir­che Chris­ti bleiben …«

Fra­ge 4 zur Tau­fe und Auf­nah­me in die Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­sche Kirche:

Willst du ein treu­es Glied der hei­li­gen Kir­che Chris­ti blei­ben und dich an ihrem Dienst in der Welt beteiligen?

Von Anfang an hat sich die metho­dis­ti­sche Bewe­gung als Teil der welt­wei­ten Kir­che Chris­ti ver­stan­den. John Wes­ley, dem Begrün­der der Bewe­gung, war es wich­tig, mit ande­ren Chris­ten gemein­sam unter­wegs und tätig zu sein, unab­hän­gig davon, zu wel­cher Kir­che sie gehör­ten. (Zitat hier) Als EmK sehen wir uns als Teil einer gro­ßen Gemeinschaft.

Des­halb geht es auch in die­ser vier­ten Fra­ge zur Auf­nah­me in die EmK zunächst um die Zuge­hö­rig­keit zu der einen hei­li­gen Kir­che Chris­ti. Im Apos­to­li­schen Glau­bens­be­kennt­nis beken­nen wir mit den Chris­ten ande­rer Kir­chen gemein­sam: »Ich glau­be an den Hei­li­gen Geist, die hei­li­ge christ­li­che Kir­che, …« Wir glau­ben dabei nicht an eine Insti­tu­ti­on, die ihre Geschich­te, ihre Schwä­chen und Feh­ler hat. Son­dern wir glau­ben, dass der Hei­li­ge Geist unter allen, die an Jesus Chris­tus glau­ben und ihm nach­fol­gen, eine Gemein­schaft stif­tet, die über alle Kon­fes­si­ons­gren­zen hin­weg exis­tiert und wirk­sam ist. Welt­weit sind die Glie­der am Leib Chris­ti mit­ein­an­der ver­bun­den. Und auch über die Jahr­hun­der­te hin­weg seit der Zeit der Apos­tel gehö­ren die Glau­ben­den zusammen.

War­um heißt es »Glied« und nicht »Mit­glied«?

In 1. Korin­ther 12 und an eini­gen ande­ren Stel­len prägt Pau­lus für die Gemein­de das Bild vom Leib: Die Glau­ben­den gehö­ren zu Chris­tus und sind mit­ein­an­der ver­bun­den, wie Glie­der zum mensch­li­chen Kör­per gehö­ren und mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Die Viel­zahl der Glau­ben­den zeigt die Viel­falt im Leib Chris­ti. Dabei gehö­ren die Glie­der des Lei­bes zusam­men und bil­den eine Ein­heit. Sie sind auf­ein­an­der ange­wie­sen, wir­ken mit­ein­an­der und unter­stüt­zen einander.
Die­se orga­ni­sche Zusam­men­ge­hö­rig­keit der an Jesus Chris­tus Glau­ben­den kommt im Begriff »Kir­chen­glied« zum Aus­druck. Wer Glied der Kir­che Chris­ti sein und blei­ben will, tritt nicht ein­fach in eine Grup­pe oder eine Ver­ei­ni­gung ein, son­dern bekennt sich zur orga­ni­schen Ein­heit und Viel­falt des Lei­bes Christi.

Der Dienst der Kir­che Chris­ti in der Welt

Jede Gemein­de oder Kir­che vor Ort hat ihre spe­zi­el­len Gaben, ihre Her­aus­for­de­run­gen und ihre Auf­ga­ben. Den Dienst der Kir­che, an dem wir uns betei­li­gen, kann man in eini­gen Grund­be­grif­fen zusammenfassen:

  • Die Kir­che ist Zeu­gin Jesu Chris­ti. Sie bekennt und steht dazu, dass der Gekreu­zig­te und Auf­er­stan­de­ne der Sohn Got­tes ist und dass Gott durch ihn unse­rer Welt Ret­tung und Ver­söh­nung anbie­tet. Sie ruft zum Glau­ben an Jesus Christus.
  • Die Kir­che ist ihrem Wesen nach Got­tes­dienst. In ihr wird der drei­ei­n­i­ge Gott ange­be­tet und ange­ru­fen. Ihm weiht sie ihre gan­ze Exis­tenz. Nach die­sem Ver­ständ­nis ist Got­tes­dienst mehr als eine bestimm­te Ver­an­stal­tung. Aber dar­um zeigt sich das Herz der Kir­che am deut­lichs­ten in der Fei­er ihrer Gottesdienste.
  • Die Kir­che sieht ihren Auf­trag im Dienst an allen Men­schen. Gelei­tet und getrie­ben von der Lie­be Got­tes sucht sie Wege, wie die Lie­be Got­tes für Men­schen in Not zu kon­kre­ter Hil­fe wer­den kann.
  • Die Kir­che ist beru­fen zur Gemein­schaft Jesu Chris­ti. Sie bil­det dar­um Gemein­schaft, in der jede und jeder will­kom­men und wert­ge­schätzt ist. Dies lebt sie gera­de in über­schau­ba­ren Grup­pen, in denen Men­schen zusam­men­kom­men, um ihren Glau­ben mit­ein­an­der zu tei­len, ein­an­der zu unter­stüt­zen und für­ein­an­der zu beten.

Fra­gen zum per­sön­li­chen Nach- und Weiterdenken

  • Was emp­fin­de ich bei dem Gedan­ken, dass ich Teil der welt­wei­ten Gemein­schaft aller bin, die an Jesus Chris­tus glau­ben, einer Gemein­schaft der Viel­falt und Einheit?
  • In wel­cher Grup­pe oder bei wel­chen Gele­gen­hei­ten erle­be ich in mei­ner Gemein­de etwas von der Ver­bun­den­heit und Ver­bind­lich­keit der Glie­der am Leib Christi?
  • Wel­cher die­ser vier Diens­te der Kir­che Jesu Chris­ti berührt und beschäf­tigt mich am meis­ten? Wor­auf weist mich das viel­leicht hin?

Hans-Her­mann Schole

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2021…

»Gott ist nicht fer­ne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.«
(Apos­tel­ge­schich­te 17,27+28 – Monats­spruch Juli 2021)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freunde!

Wie ist Gott erfahr­bar? Wo und wie zeigt sich der Gott der Bibel, der Vater Jesu Chris­ti hier und heu­te bei uns? Eini­ge erle­ben es, dass Gott ihnen nahe ist und dass er auf ihre Gebe­te ant­wor­tet. Ande­re sagen, dass sie ihn nicht erfahren.

Pau­lus steht, als er die­sen Satz aus­spricht, vor den Gelehr­ten und ande­ren Inter­es­sier­ten im anti­ken Athen. Er hat wohl­wol­len­de Zuhö­rer. Ihnen will er den Gott Isra­els nahe­brin­gen: »Die­ser Gott umgibt uns – in ihm leben wir, so wie wir von Luft umge­ben sind. Selbst­ver­ständ­lich atmen wir die Luft und leben in und mit ihr unser Leben, ob es uns bewusst ist oder nicht. So ist es auch mit dem Gott Isra­els.« (mehr …)

Kin­der­bi­bel­ta­ge am 10. und 11. Juli 2021

Kin­der­bi­bel­ta­ge am 10. und 11. Juli 2021

Bist du ein Königs­kind? Viel­leicht hast du schon die ein oder ande­re Königs­kind-Auf­ga­be gemeis­tert, die Fami­lie Höl­scher gepos­tet hat, und hast schon eini­ge roya­le Fer­tig­kei­ten unter Beweis gestellt. Aber ganz egal, ob du schon an ganz vie­len Her­aus­for­de­run­gen teil­ge­nom­men hast oder gera­de zum ers­ten Mal davon hörst: Du bist herz­lich ein­ge­la­den zu den Kin­der­bi­bel­ta­gen am 10. und 11. Juli in der Johanneskirche!
Im Anhang fin­dest du den Inf­o­fly­er, die Anmel­dung ist ab sofort und bis zum 5. Juli mög­lich (Anmel­de­schluss ver­scho­ben).

Ach­tung: Der Fami­li­en­got­tes­dienst am Sonn­tag fin­det um 10 Uhr statt (wur­de zuerst anders angegeben)!

Wir freu­en uns auf vie­le Königs­kin­der und ein könig­li­ches Programm! 👑
Bis bald!

Vio­la Liebern