Got­tes­dienst »Lie­be als Erfül­lung des Geset­zes« mit Frank Weber | 27.11.2022

Got­tes­dienst »Lie­be als Erfül­lung des Geset­zes« mit Frank Weber | 27.11.2022

Der Got­tes­dienst in der Johan­nes­ki­che beginnt um 10 Uhr. Etwas spä­ter, nach eini­gen per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen, beginnt die Über­tra­gung bei Youtube.

The­ma: »Lie­be als Erfül­lung des Gesetzes«

Pre­digt­text: Römer 13, 8–14 – Es pre­digt: Frank Weber

Hier geht es zur Youtube-Übertragung…

Pre­digt »Zwei­fel« vom 20.11.2022 | Joa­chim Westphal

Die­se Woche die Pre­digt in Schriftform:

Erlebt ihr das auch. Gott ist manch­mal so weit weg. Liebt er mich über­haupt noch oder bin ich ihm egal? Das ist eine zen­tra­le Fra­ge der heu­ti­gen Zeit. Vie­le Situa­tio­nen bedingt durch Arbeits­lo­sig­keit, Krank­heit, Fami­li­en­stress, Zukunfts­ängs­te brin­gen uns aus dem Gleich­ge­wicht Der Ruf nach der All­macht Got­tes wird dann groß. Wir erle­ben so vie­le Unge­reimt­hei­ten in unse­rer Zeit. Fra­gen nach dem Wie geht es wei­ter ? Wie wer­den immer lau­ter im Anbe­tracht der Natur­ka­ta­stro­phen, der Unru­hen auf dem Erd­ball, des Krie­ges in der Ukrai­ne, des Hun­gers. Man kommt ins Grü­beln, Ängs­te machen sich breit. Zwei­fel kom­men auf. Gerät die­se Welt aus den Fugen . Gehen wir der End­zeit ent­ge­gen? Gibt es Gott wirk­lich? wir wer­den unsi­cher-zwei­feln. Über Zwei­fel wol­len wir heu­te nach­den­ken und ver­su­chen Wege aus dem
Zwei­fel her­aus­zu­fin­den. Freun­de, Bekann­te, Geschwis­ter und auch du und sie ste­cken mal in einer Glau­bens­kri­se. Es ist bekannt, dass es Gott gibt, aber er ist irgend­wie ganz weit weg. Wir wis­sen, dass es einen Gott geben muss und man lebt ja auch irgend­wie mit ihm. Aber es wird an sei­ner Lie­be und All­macht gezwei­felt. Und die from­men Rat­schlä­ge von mir oder ande­ren sind da auch kei­ne gro­ße Hil­fe. Im Gegen­teil - die plat­ten Ant­wor­ten auf die Kri­sen­si­tua­tio­nen ver­letzt nur noch mehr. Dabei sind die Rat­schlä­ge ja gut gemeint, sie sind sogar biblisch. Nur, sie hel­fen im Moment nicht wei­ter. Kennt ihr das? Die­se Zwei­fel, ob Gott jetzt über­haupt noch für für mich da ist.

In eine schwie­ri­gen Situa­ti­on fragt man sich: »Wo ist Gott jetzt?« Um die­sen Zwei­fel geht es heut­zu­ta­ge der Zwei­fel im Her­zen. Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen zwei­feln an Got­tes Lie­be. Sie zwei­feln, dass Gott es gut mit ihrem Leben meint. Und sie zwei­feln an sich und ob sie genug an Jesus glau­ben. Das ist der Zwei­fel im Her­zen. Situa­tio­nen im Leben, Schick­sals­schlä­ge las­sen fra­gen: »Gott, wo warst du? Wo bist du jetzt? Ich bin mir so unsi­cher!« Ich füh­le mich ver­las­sen. Zwei­fel Oder stär­ker Zwei­fel erlaubt Das ist die Über­schrift für die­se Pre­digt. Als Pre­digt­text habe ich einen Abschnitt aus der Bibel her­aus­ge­sucht, der bekannt ist unter der Über­schrift »der ungläu­bi­ge Tho­mas«. Joh. 20 19–29 und die­sen hat uns Gerd vor­ge­le­sen. Jesus war gestor­ben und wie­der auf­er­stan­den und war sei­nen Jün­gern begeg­net. Tho­mas war nicht dabei. Wir haben es gehört. Er ist für alle Zei­ten abge­stem­pelt als der »ungläu­bi­ge Tho­mas«. Dabei hat er nur das getan, was alle auch getan hat­ten. Als die Frau­en vom lee­ren Grab kamen, konn­ten die Jün­ger ihnen nicht glau­ben. Sie hiel­ten es für Mär­chen, sie zwei­fel­ten an der Auf­er­ste­hung. Und dann spä­ter, als sich Jesus kurz vor sei­ner Him­mel­fahrt mit sei­nen Jün­gern auf dem Berg Tabor trifft, heißt es auch: »eini­ge zwei­fel­ten« (Mt.28,17). Fair ist es nicht, Tho­mas nur als den »ungläu­bi­gen Tho­mas« zu bezeich­nen. Tho­mas zwei­felt ja nicht nur, son­dern stellt sich auch sei­nem Zwei­fel. Dar­um nen­ne ich ihn lie­ber den »ehr­li­chen Tho­mas«. Ich möch­te in der Pre­digt auf 3 Punk­te ein­ge­hen.

1. Zwei­feln erlaubt - Zwei­fel aus­spre­chen

Tho­mas beißt sich nicht auf die Zun­ge, als die Jün­ger ihm freu­dig erzäh­len, dass sie Jesus gese­hen haben. Er sagt nicht: »Ämn, das ist aber toll schön für euch.« Er sagt es ganz ehr­lich: »Wenn ich die Wun­den von Jesus nicht sehen und füh­len kann, kann ich’s nicht glau­ben.« Tho­mas äußert sei­ne Zwei­fel, er unter­drückt sie nicht. Und er wird auch nicht von den ande­ren Jün­gern unter­drückt. Anschei­nend kön­nen sie ihn nur zu gut ver­ste­hen. Tho­mas wird wie selbst­ver­ständ­lich zum nächs­ten Tref­fen ein­ge­la­den. Trotz sei­ner Zwei­fel kommt er zum Tref­fen der Jün­ger. Wenn du Zwei­fel hast, wenn du auf ein­mal nicht mehr glau­ben kannst, dann iso­lier dich nicht. Mach es so, wie der Tho­mas, blei­be in der Gemein­schaft. Lan­ge Zeit gab es eine christ­li­che Kul­tur, die das Zwei­feln ver­bot. Kri­tisch nach­fra­gen war nicht erlaubt und auch nicht erwünscht. Über Zwei­fel durf­te nicht gere­det wer­den. Alles so hin­neh­men , wie es von dem Mann mit der Kut­te auf der Kan­zel ange­ord­net wur­de.

Wir haben gelernt in die­ser Zeit, dass es gut ist, zu reden. Wir sagen, dass man Ärger nicht run­ter­schlu­cken soll, weil man sonst krank wird. Wir sagen, dass wir dar­über reden sol­len, wenn uns jemand ver­letzt hat, weil sonst die Bezie­hung dar­un­ter lei­det. War­um gibt es so vie­le an der See­le kran­ke Men­schen ? Es muss gere­det wer­den!! Und genau­so soll über Zwei­fel gere­det wer­den. Zwei­fel gehö­ren nun mal zu unse­rem Leben. Bei eini­gen sehr skep­ti­schen Men­schen mehr, bei ande­ren, die sehr lebens­froh sind, weni­ger. Aber wer kann es Men­schen ver­den­ken, dass sie sich in ihrer Kri­sen­si­tua­ti­on unwohl füh­len und an Got­tes Lie­be zwei­feln. Jemand schreibt über sei­nen Glau­ben: »Ich hat­te den Ein­druck, dass man als guter Christ nicht nach­fra­gen darf Und ich bin brav hin­ter­her­ge­zu­ckelt. Dann, ganz heim­lich still und lei­se, fing es an, das Zwei­feln. Ich lag nachts in mei­nem Bett und es über­fiel mich eine panik­ar­ti­ge Angst vor dem Tod. Eine Angst, dass ich mich nur an Gott fest­hal­ten konn­te, weil ich mit dem Tod nicht klar­kom­me. Ich woll­te die­se Panik weg­drü­cken, aber es funk­tio­nier­te nicht.« Zitat aus: Zwei­fel, waschen + legen, S.148f) Ich ken­ne Men­schen, die die­se Kämp­fe dau­ernd haben. Ja, ist Gott am Ende nur eine Krü­cke, die mir zum Über­le­ben hilft? Habe ich mir Gebets­er­hö­run­gen nur ein­ge­bil­det oder waren es Zufäl­le? Gehol­fen wird vie­len Ver­zwei­fel­ten dann ein­fach, dass jemand, der in sei­nem Glau­bens­le­ben als echt gese­hen wird, von sei­nem Zwei­fel gere­det hat. Das war eine Ent­las­tung: Wenn der auch sei­ne Zwei­fel hat, dann darf ich sie doch auch haben.

Gera­de gestan­de­ne Chris­ten ver­zwei­feln ja oft dar­an, dass sie Zwei­fel haben. »Was den­ken denn die ande­ren, wenn ich ihnen das sage?« Wie schlimm ist es, Zwei­fel nicht aus­spre­chen zu kön­nen, nur um ins Bild zu pas­sen. Von Mut­ter The­re­sa wird berich­tet, dass auch sie Zwei­fel hat­te. »Und ich selbst ken­ne auch die­se zer­mür­ben­den Zwei­fel. Zwei­fel sind wie Fie­ber. Unan­ge­nehm, aber zum Leben und zum Glau­ben dazu­ge­hö­rig.« Wir ken­nen es von unse­ren Kin­dern: Kin­der müs­sen ab und zu mal krank wer­den und Fie­ber bekom­men. Damit bil­den sie näm­lich Abwehr­kräf­te fürs Leben. Wer Zwei­fel aus­spricht, der nimmt ihnen schon viel von ihrem Gift. Also sprich den Zwei­fel aus, damit du nicht ver­zwei­felst. Es ist schon eine Pro­ble­ma­tik unse­rer Zeit immer stark sein zu müs­sen. Ja , kein Blö­ße geben . Doch die wah­re Grö­ße ist , sich gegen­über ehr­lich zu sein , und das aus­zu­spre­chen, was bedrückt, ein­engt und trau­rig macht. Mein zwei­ter Aspekt hat damit zu tun:

2. Zwei­feln erlaubt - Jesus stellt sich zum Zweif­ler

Auf ein­mal steht Jesus mit­ten im Raum. Alle Jün­ger sind zusam­men und Jesus grüßt sie alle: »Frie­de sei mit euch!« Jesus sagt nicht: »Frie­de sei mit euch, außer mit dem Zweif­ler da.«

Jesus grenzt Tho­mas nicht aus. Im Gegen­teil, er nimmt ihn hin­ein. Nicht Tho­mas geht den ers­ten Schritt auf Jesus zu, son­dern Jesus geht auf Tho­mas zu. Kommt extra für Tho­mas. Jesus geht auf die zu, die ihn suchen, die zwei­feln oder ver­zwei­feln. So ler­nen wir ihn ken­nen. Er kommt zum Zweif­ler. Er liebt ihn. Er kommt zu dir - er liebt dich und will dich mit­neh­men. Und so geht er mit offe­nen Hän­den auf Tho­mas zu. Er zeigt ihm, wo sie durch­bohrt sind. Er bie­tet ihm an: »Fass mei­ne Hän­de an, berüh­re mei­ne Wun­den. Sie­he, begrei­fe im dop­pel­ten Sinn des Wor­tes, begrei­fe und sei nicht ungläu­big, son­dern gläu­big.« Jesus sagt nicht: Also so einen, wie dich, kann ich nicht gebrau­chen. Wir waren drei Jah­re unter­wegs, da kannst du dei­nen Jün­ger­kol­le­gen doch glau­ben, das ich lebe.« Jesus zwei­felt nicht zurück. Und er zeigt damit dem Tho­mas und uns: ich weiß um das, was dir Not macht. Ich weiß um die Zwei­fel, die dich lei­den las­sen, dar­um gehe ich auf dich zu. Ich stel­le mich zu dir.« Es wird im Bibel­text nicht gesagt, dass Tho­mas es gemacht hät­te, aber ich kann mir vor­stel­len, dass er dar­auf ver­zich­tet hat, die Wun­den zu berüh­ren. Statt­des­sen wird er auf die Knie gegan­gen sein und betet Jesus an: »Mein Herr und mein Gott.« Nun war er über­zeugt. Sein Zwei­fel war wie weg­ge­wischt, er hat­te ja Jesus mit eige­nen Augen gese­hen. »MEIN Herr und MEIN Gott«. Auf ein­mal steht nicht mehr der Ver­stand im Vor­der­grund, son­dern die Bezie­hung. Hier zeigt sich, was Glau­be im tiefs­ten Grun­de ist: Es ist kein Für­wahr hal­ten, son­dern ein Sich anver­trau­en. Dafür spricht auch die Reak­ti­on von Jesus: »Weil du mich gese­hen hast, Tho­mas, dar­um glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glau­ben.«

Man könn­te nun anneh­men, dass Jesus die­sen Satz sehr vor­wurfs­voll gesagt hat. Ich glau­be, er hat ihn ver­ständ­nis­voll gesagt. Jesus kennt sie doch, sei­ne Jün­ger. Und dich kennt er ja auch in und aus­wen­dig. Ich den­ke, Jesus möch­te aus­drü­cken: »Tho­mas, du bist glück­lich, wenn du mir blind ver­trau­en kannst. Das wün­sche ich dir.« Seid ihr schon ein­mal über eine Hän­ge­brü­cke in einer Grup­pe gelau­fen. Unter dir 30m tie­fer ein rei­ßen­der Berg­bach. Erschwert dadurch , dass die Augen ver­bun­den wur­den und man an einem Seil ging. Ein wackeln­des Seil­ge­rüst. Über einer Schlucht. Bei jedem Schritt ein neu­es Gefühl der Unsi­cher­heit, des Zwei­fels - kom­me ich auf die ande­re Sei­te ? Kann ich dem Lei­ter ver­trau­en ? Ich konn­te ihn ja nicht mehr sehen. Ich muss­te mich bemü­hen, mög­lichst nahe dran zu blei­ben. Die Teil­neh­mer waren froh, dass sie sich dabei an den Hän­den fest­hal­ten konn­ten. Das gab Sicher­heit. Blind ver­trau­en ist nun mal schwer. Glau­ben ist die Gabe, Gott blind ver­trau­en zu kön­nen. Eben auch mal dann, wenn man nichts sehen und füh­len kann. Das ist der Wunsch von Jesus für Tho­masund für uns. Es hilft, wenn du nah bei ihm bist. Dann führt er sicher auf die and­rer Sei­te. Du bist gemeint. Dich will er füh­ren auch wenn es manch­mal so schwer, aus­sichts­los erscheint. Gibt dich in sei­ne Hän­de. Vor 42 Jah­ren habe ich ein Erleb­nis mit unse­rem Sohn Sören gehabt. Er war schon län­ger erkäl­tet und bekam plötz­lich hohes Fie­ber. Nun nahm Jesus alle in sei­ne Hän­de.

Im Kran­ken­haus stand ich nach der Dia­gno­se »Hirn­haut­ent­zün­dung« allein da. Ich wuss­te nun dass es alles am sei­de­nen Faden hing und vor allem bei Gott. War­um – geht es dir durch den Kopftrifft es dein Kind. Es war pure Ohn­macht. Zwei­fel an der Grö­ße Jesu macht sich breit. Ich war total fer­tig. Plötz­lich wur­de ich ganz ruhig. Ich ging in eine Ecke und sprach mit Jesus. Ich habe ihm ganz bewusst mein Leben neu über­ge­ben. Mei­nen Sohn gab ich ihm auch ohne wenn und aber. Mei­ne Zwei­fel waren aus­ge­räumt. Ich habe ihm ver­traut. Am ande­ren Mor­gen ergab der Anruf im Kran­ken­haus, dass unser Kind fie­ber­frei sei. Die Ärz­te spra­chen von einem Wun­der. Ich hat­te die Erklä­rung - es war ein Timing von Jesus ein Geschenk Got­tes. Zwei­fel wur­den aus­ge­räumt und ich war beschämt über mei­nen klei­nen Glau­ben. Und damit kom­me ich zu mei­nem letz­ten Gedan­ken:

3. Zwei­feln erlaubt - nicht beim Zwei­fel ste­hen blei­ben

Ziel unse­res Glau­bens ist es, Gott blind ver­trau­en zu kön­nen. Zwei­fel sind zwar manch­mal ange­bracht, aber Fie­ber ist ja auch kein Dau­er­zu­stand, son­dern die Aus­nah­me. Wir müs­sen da nichts schön­re­den: Zwei­fel sind nicht gut. Wenn wir zwei­feln, kommt das ja von einer Unsi­cher­heit. Da ist eben die­se Fra­ge vom Anfang: Ist Gott wirk­lich da? Wo ist er jetzt, wo ich kei­ne Arbeit habe, so vie­le Pro­ble­me habe, mir alles so frag­wür­dig erscheint und ich so gut ein Zei­chen gebrau­chen könn­te?

Wo ist Gott, wenn die Fra­gen im Kopf umher­schwir­ren Lie­be ich dich nicht genug? Glau­be ich nicht rich­tig?« Es könn­te ja alles ganz anders sein! Was machen wir dann? Die eine Alter­na­ti­ve vom Zwei­feln ist das Ver-zwei­feln. Ste­cken blei­ben in Trau­er, Selbst­mit­leid, Unver­ständ­nis, Dun­kel­heit, Grü­be­lei­en Schuld­zu­wei­sung … Die ande­re Alter­na­ti­ve vom Zwei­feln ist nicht auf­zu­ge­ben, son­dern sich gera­de in der Dun­kel­heit an Jesus zu hän­gen. Es wird so blei­ben, dass wir man­ches nicht ver­ste­hen. Man­che Unge­reimt­hei­ten wer­den uns den Glau­ben schwer machen. Man­che Situa­ti­on wird uns an die Gren­ze des Zumut­ba­ren brin­gen. Aber Verzwei­feln und den Glau­ben an den Nagel hän­gen ist die schlech­te­re Alter­na­ti­ve. Denn der Zwei­fel gehört zu unse­rem Leben. Zwei­fel blei­ben. Aber die bes­te Adres­se für den Glau­bens­Zwei­fel ist immer noch der Bezwei­fel­te selbst. Es ihm sagen: Gott, du bist so weit weg für mich und doch so nah. Ich will ich an dir fest­hal­ten, so wie du an mir. Den­noch! Das Bes­te was ich sagen kann ist: Bleibt mit den Zwei­feln bei Gott. So wie eine gute Bezie­hung Kri­sen aus­hält, so hält auch Gott eure Zwei­fel aus. Nun möch­te ich zwei­fels­frei zum Schluss kom­men mit Cor­rie ten Boom »Als ich damals im KZ war, muß­ten wir jeden Tag auf dem Apell ste­hen.

Das war eine schreck­li­che Erfah­rung zwei bis drei Stun­den im eis­kal­ten Wind. Ein­mal gebrauch­te die Auf­se­he­rin die­se Zeit dazu, um ihre Grau­sam­kei­ten zu demons­trie­ren. Ich konn­te es kaum ertra­gen, zu sehen und zu hören, was vor mir geschah. Zwei­fel an Got­tes All­macht kamen auf. Auf ein­mal fing eine Ler­che in der Luft an zu sin­gen. Wir sahen alle hin­auf. Und: als ich auf sie hör­te, sah ich höher hin­auf zum Him­mel und dach­te an das Wort aus dem Psalm: So hoch der Him­mel über der Erde ist, so hoch ist Got­tes Lie­be arm­her­zig­keit über alle die ihn lie­ben und fürch­ten. Gib dei­nem Glau­ben Nah­rung, damit dei­ne Zwei­fel ver­hun­gern«

Amen

Jugend­got­tes­diens­te bis Juli 2021

Ab März wer­den wir wie­der Got­tes­diens­te mit Prä­senz ver­an­stal­ten kön­nen. Je ein Got­tes­dienst im Monat wird als »alter­na­ti­ver Got­tes­dienst«, im jün­ge­ren Stil gestal­tet sein, zu dem aber selbst­ver­ständ­lich alle ein­ge­la­den sind.

Die kon­kre­ten Ter­mi­ne bis Juli dafür wer­den sein: (mehr …)