»Gott ist nicht fer­ne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.«
(Apos­tel­ge­schich­te 17,27+28 – Monats­spruch Juli 2021)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freunde!

Wie ist Gott erfahr­bar? Wo und wie zeigt sich der Gott der Bibel, der Vater Jesu Chris­ti hier und heu­te bei uns? Eini­ge erle­ben es, dass Gott ihnen nahe ist und dass er auf ihre Gebe­te ant­wor­tet. Ande­re sagen, dass sie ihn nicht erfahren.

Pau­lus steht, als er die­sen Satz aus­spricht, vor den Gelehr­ten und ande­ren Inter­es­sier­ten im anti­ken Athen. Er hat wohl­wol­len­de Zuhö­rer. Ihnen will er den Gott Isra­els nahe­brin­gen: »Die­ser Gott umgibt uns – in ihm leben wir, so wie wir von Luft umge­ben sind. Selbst­ver­ständ­lich atmen wir die Luft und leben in und mit ihr unser Leben, ob es uns bewusst ist oder nicht. So ist es auch mit dem Gott Israels.«

Noch kön­nen die Zuhö­rer des Pau­lus mit­ge­hen. Ja, dass es eine grö­ße­re Macht gibt, die unser Leben und unse­re Welt umgibt, fin­det damals wie heu­te oft Zustim­mung. Aber wenig spä­ter, als es um Jesus Chris­tus geht, der von den Toten auf­er­stan­den ist, und dar­um, das eige­ne Leben zu ändern, lachen die einen. Ande­re schi­cken ihn weg. Nur ein paar weni­ge Leu­te kom­men zum Glau­ben an Jesus Christus.

Wie ist der Gott der Bibel erfahr­bar? Bewei­sen kön­nen wir ihn nicht. Auch die schöns­ten Bil­der und Ver­glei­che wecken den Glau­ben an Jesus Chris­tus nicht. Gott ist da – auf jeden Fall. Er umgibt sei­ne Schöp­fung und wirkt in ihr. Der all­mäch­ti­ge Gott ist der tiefs­te Grund unse­res Seins. Aber erfah­ren kann ich die­sen Gott erst, wenn ich mich bewusst auf ihn ein­las­se. Wenn ich ihn nicht nur für real hal­te, son­dern wenn ich bereit bin, Ihn als Gott anzu­er­ken­nen, als Herrn mei­nes Lebens. Wenn ich bereit bin, mein Leben neu zu begrei­fen als von Ihm geschenk­tes Leben. Und wenn ich zulas­se, dass Er in mein Leben ein­grei­fen darf, es erneu­ern und neu aus­rich­ten darf.

Wie ist Gott erfahrbar?

  • Ganz nahe ist er uns – in Sicht­wei­te: Er hat kei­nen von uns je aus den Augen gelas­sen. Lie­be­voll schaut er, wo wir sind und wie es uns geht.
  • Ganz nah ist er uns – in Ruf­wei­te. Er hört uns, wenn wir ihm sagen: »Gott, ich will dich ken­nen ler­nen. Jesus, ich will mich dir über­las­sen. Sprich in mein Leben. Ich ver­traue dir.«
  • Ganz nah ist er uns – in Griff­wei­te: Wir kön­nen Gott nicht begrei­fen oder ergrei­fen. Aber wo jemand anfängt, Gott zu ver­trau­en, ergreift Jesus des­sen Hand und beginnt, ihn auf­zu­rich­ten, zu ermu­ti­gen und auf Sei­nem Weg mitzunehmen.

Von Her­zen wün­sche ich allen einen geseg­ne­ten Juli mit der spür­ba­ren Nähe unse­res Herrn.

Hans-Her­mann Schole