Heu­te vor 82 Jah­ren brann­ten in Deutsch­land die Syn­ago­gen. Es kam zu Boy­kott und aller­lei Aus­schrei­tun­gen. – In die­sem Jahr gesche­hen Mord­an­schlä­ge auf einen fran­zö­si­schen Leh­rer, auf Syn­ago­gen in Deutsch­land und auch vie­le ande­re. Der Umgang mit Anders­gläu­bi­gen wird (wie­der) gewal­tä­tig. Tech­ni­scher Fort­schritt ist anders als der mensch­li­che. Wir brau­chen aber eine Kul­tur der Acht­sam­keit aufeinander.

Das alte Sprich­wort, dass es zwei Men­schen brau­che, um ein Kind zu bekom­men, aber ein gan­zes Dorf, es groß zu bekom­men, ist nicht von der Hand zu wei­sen. Selbst­ver­ständ­lich freue ich mich über Glau­bens­ge­schwis­ter, über ande­re, die so ähn­lich leben, ticken und glau­ben wie ich selbst. Gott aber lässt es nicht nur zu, dass sich sei­ne Geschöp­fe gegen ihn ent­schei­den: Er liebt uns den­noch. – Er wird sicher auch uns zei­gen, wer auf dem rich­ti­gen Weg war. Ganz neben­bei: Jesus war Jude!

Wenn Gott aber auch die liebt, die Athe­is­ten sind, wie soll­ten wir sie dann nicht lie­ben? Das wäre zumin­dest nicht nach sei­nem Bei­spiel. Ich mei­ne gar, es wäre kei­ne Nachfolge.

Kon­kre­te Anre­gung: Gera­de zum 82. Jah­res­tag der Novem­ber­po­gro­me von 1938 wer­de ich für kon­kre­te Anders­gläu­bi­ge beten, für ein­zel­ne Men­schen, die ich ken­ne, weil sie Gott am Her­zen lie­gen. – Rege an, es eben­so zu tun.

F.W.