Dies ist ein Teil des beglei­te­ten Bibel­le­sens für Jugend­li­che. Der Beta­kurs ist für Ein­stei­gen­de gedacht, sol­che, die mög­li­cher­wei­se erst­mals ein bibli­sches Buch lesen.

Vom Kom­men des Pro­phe­ten Eli­ja (Mar­kus 9,11–13)

Wohl noch auf dem Weg vom Berg, auf dem die Ver­klä­rung geschah, ereig­ne­te sich dies Gespräch. Die Jün­ger den­ken drü­ber nach, was die­se Leh­re vom Kom­men des Eli­ja soll. Man sagt ja, dass der kom­me, bevor der Mes­si­as kommt. Die Lösung ist ein­fach und sie steht in Maleachi 3,23f:

23 Ich sen­de euch den Pro­phe­ten Eli­ja, bevor der gro­ße und schreck­li­che Tag kommt, an dem ich, der Herr, Gericht hal­te. 24 Er wird das Herz der Eltern den Kin­dern zuwen­den und das Herz der Kin­der den Eltern. Er wird bei­de mit­ein­an­der ver­söh­nen, damit ich nicht das gan­ze Volk ver­nich­ten muss, wenn ich kom­me.«

Das ist der Abschluss die­ses kur­zen Maleachi-Pro­phe­ten­bu­ches. Die Schrift­ge­lehr­ten hat­ten dar­über lan­ge nach­ge­dacht. Die Fra­ge ist nur, was das bedeu­te­te. Hier setzt die Fra­ge der Jün­ger an. Gehört hat­ten sie dies. Wenn aber Jesus der Mes­si­as, der Ret­ter der Welt, den Gott schickt, ist… Was bedeu­tet das dann?

In Mar­kus 1,7f heißt es von Johan­nes dem Täu­fer:

Er kün­dig­te an: »Nach mir kommt der, der mäch­ti­ger ist als ich. Ich bin nicht ein­mal gut genug, mich zu bücken und ihm die Schu­he auf­zu­bin­den. 8 Ich habe euch mit Was­ser getauft; er wird euch mit dem Hei­li­gen Geist tau­fen.«

Und Johan­nes war, wir haben es gehört, in Kapi­tel 6,17 auf Anwei­sung des Hero­des hin­ge­rich­tet wor­den. Jesus deu­tet den Täu­fer als wie­der­ge­kom­me­nen Eli­ja.

Jesus heilt ein beses­se­nes Kind und mahnt Ver­trau­en an (Mar­kus 9,14–29)

Die erzähl­te Geschich­te ist zu ver­ste­hen. Der Sohn des Man­nes ist geplagt, die Jün­ger kön­nen nicht hel­fen. Jesus muss ran. Es geht um die Macht und das Zutrau­en zu Gott. Ein Dämon (so deu­te­te man damals psy­chi­sche Lei­den, und ob Krampf­an­fäl­le psy­chisch waren, war unklar) hat­te eine Macht. Aber bloß, weil Gott dies zuließ. Jesus spitzt das zu in der Fra­ge an den Vater:

»Wer Gott ver­traut, dem ist alles mög­lich.« (V.23)

Glau­ben wider die eige­ne Über­zeu­gung, das ist har­te Arbeit. Der Vater kann sich aber dazu durch­rin­gen. Es bleibt ihm nicht viel ande­res übrig. Mensch­li­che Hil­fe gab es kei­ne. Also ruft er in V.24 aus:

Da rief der Vater: »Ich ver­traue ihm ja – und kann es doch nicht! Hilf mir ver­trau­en!«

Schließ­lich befiehlt Jesus dem Dämon, den Jun­gen zu ver­las­sen. Eben das geschieht. – Nach­voll­zieh­bar, dass die Jün­ger sich fra­gen, wie­so sie da nichts aus­zu­rich­ten ver­moch­ten. Dies geht nur durch Gebet, sagt Jesus. – Ich fra­ge mich, was die Jün­ger sonst hät­ten tun sol­len, wenn sie für den Jun­gen gebe­tet haben.

Kein ein­fa­cher Text, aber das Glau­be aus Gebet um Glau­ben ent­ste­hen kann, das ist für mich eine wich­ti­ge Erkennt­nis, die ich berück­sich­ti­gen möch­te für mich. »Ich glau­be, Herr, hilf du mei­nem Unglau­ben.«

Fort­set­zung folgt am Don­ners­tag.

F.W.