Dies ist ein Teil des beglei­te­ten Bibel­le­sens für Jugend­li­che. Der Beta­kurs ist für Ein­stei­gen­de gedacht, sol­che, die mög­li­cher­wei­se erst­mals ein bibli­sches Buch lesen.

Jesus heilt einen Blin­den (Mar­kus 8,22–26)

Blind­heit ist eine Behin­de­rung, die das Leben stark ein­schrän­ken kann. Zumal in der dama­li­gen Zeit ohne die heu­ti­gen Hilfs­mit­tel.

Wenn der ehe­mals Blin­de nach sei­ner Hei­lung nach Bet­sai­da gegan­gen wäre, wäre es zum Auf­lauf gekom­men. Blind war blind, zumal damals. Dass aber die mensch­li­chen Gren­zen unse­rer Mög­lich­kei­ten für Gott kei­ne Gren­ze dar­stel­len, das führt dazu, das Jesus nicht nur hel­fen kann, son­dern es auch tut.

Der Geheil­te soll sich freu­en. Er soll aber kei­nen Auf­lauf ver­ur­sa­chen, sonst wäre Jesus nicht mehr aus Bet­sai­da weg­ge­kom­men. Es gab zu allen Zei­ten vie­le Kran­ke und Behin­der­te in den Dör­fern und Städ­ten.

Petrus spricht aus, wer Jesus ist (Mar­kus 8,27–30)

Die Wun­der die­nen dazu, zu zei­gen, wer im Tun Jesu wirkt. Jesus ist (vgl. die Stim­me aus dem Him­mel bei der Tau­fe) »mein gelieb­ter Sohn«, so sagt es Gott. Daher han­delt er und pre­digt er so wie er es tut. Als Jesus nun die Jün­ger fragt, für wen ihn die Leu­te hal­ten, kom­men die übli­chen Ant­wor­ten.

Einer der Pro­phe­ten – denn offen­bar rede­te er in Voll­macht. Eini­ge hiel­ten ihn für einen zwei­ten Buß­pre­di­ger wie es Johan­nes der Täu­fer war. Eli­ja ist ja als Pro­phet, der sich hef­tig mit den (zu sei­ner Zeit) mäch­ti­gen Baals-Pro­phe­ten anlegt und mit der Köni­gin Ise­bel, die den Baals­kult mit­ge­bracht hat. (Vgl. 1. Köni­ge 18) – Er soll das Kom­men des Mes­si­as beglei­ten, so schreibt es das alt­tes­ta­ment­li­che Buch Maleachi in Kapi­tel 3,23–24.

Petrus hat erkannt, dass die­se Annah­men, wer denn Jesus sei, obwohl schon gewal­tig, doch noch immer deut­lich zu kurz grei­fen. Er spricht es aus, was ande­re allen­falls hof­fen: »Du bist Chris­tus, der ver­spro­che­ne Ret­ter«. (Mar­kus 8,29). – Wie nicht anders zu erwar­ten, schärft Jesus den Jün­gern ein, das bloß nie­man­dem zu sagen. Einer­seits ist es noch eine Zeit hin, bis er zum Abschluss sei­ner öffent­li­chen Wirk­sam­keit kommt. Ande­rer­seits ist klar: Wenn einer das behaup­tet, dann ist die eta­blier­te Reli­gi­on, die Pha­ri­sä­er, die Schrift­ge­lehr­ten und auch alle, die im Hohen Rat oder als Pries­ter am Tem­pel ihren Dienst ver­se­hen, gezwun­gen, sich mit die­sem Anspruch aus­ein­an­der zu set­zen. – Da ist es bes­ser (und siche­rer), wenn das noch etwas län­ger nicht offi­zi­ell wird.

Die Fra­ge ist für uns: Was folgt dar­aus, dass Jesus der »ver­hei­ße­ne Ret­ter« ist, eben der »Chris­tus«? Ändert das etwas für uns und in unse­rem Leben? Klar, es ist das Kri­te­ri­um dafür, dass jemand von sich sagt: »Ich bin Christ! – Ich glau­be, dass Jesus der Ret­ter ist, den Gott geschickt hat.« – Aber ganz prak­tisch: Was folgt dar­aus für Dich (und mich).

Ich lade ein, dass Du Dir dar­über mal eine vier­tel Stun­de lang den Kopf zer­brichst und Dich fragst (und am bes­ten auf­schreibst): Wenn Jesus nicht der Chris­tus wäre, was wäre dann anders? Was mache ich, weil ich glau­be, dass er der Ret­ter ist, den Gott geschickt hat?

Fort­set­zung am Don­ners­tag.

F.W.