Jugend­P­lus online: Gam­ma­kurs »Römer­brief« Teil 7 – beglei­te­tes Bibel­le­sen für Fortgeschrittene.

Ent­we­der ver­sklavt an die Sün­de oder frei zum Tun des Guten (Römer 6,15–23)

Pau­lus kann nicht nur lan­ge Sät­ze schrei­ben, viel­mehr sind auch man­che sei­ner Argu­men­te (teils mit Zwi­schen­schrit­ten) lang: Er stellt fest (in Kapi­tel 5), dass kei­nes­wegs eine gesetz­li­che Fröm­mig­keit die Chris­ten gerecht macht. Viel­mehr wer­den sie durch den Glau­ben an Kreuz und Auf­er­ste­hung Chris­ti gerecht­fer­tigt. – Das ist die ers­te Stu­fe sei­ner Argumentation. 

Dar­aus aber schließt er dann, dass die Chris­ten auch ent­spre­chend leben sol­len, so dass es Gott Freu­de und Ehre macht (Röm. 6,1–14). Jetzt geht er noch wei­ter: Er stellt fest, dass die Herr­schaft über das Leben eines Men­schen ent­we­der welt­lich ist, dann ist der Mensch »Skla­ve der Sün­de«, oder Gott ist der Herr­scher über die­sen Men­schen: Dann ist die Lebens­füh­rung dar­auf aus­ge­rich­tet, dass Chris­ten­men­schen Got­tes Wün­schen an ihr Leben ent­spre­chend leben. Also z.B. Sün­de mei­den und das Gute tun. – Ich erin­ne­re an die all­ge­mei­nen Regeln…

Frei­heit vom Gesetz (Römer 7,1–6)

Der Kon­trast ist deut­lich: Schon frü­her im Brief ging es dar­um, dass das einem zwar zei­gen kann, dass man sün­digt, dass es das aber nicht ver­hin­dert. Pau­lus stei­le The­se ist: Wir sind nicht nur kei­ne Skla­ven der Sün­de mehr (im vor­he­ri­gen Abschnitt), son­dern: Wir sind auch nicht mehr ans Gesetz gebun­den. – Wer Geset­ze befolgt, der wird ver­lei­tet, an die Gren­ze des­sen zu gehen, was gera­de noch nicht ver­bo­ten ist. Das gilt beim Auto-Tuning wie bei den Steuergesetzen.

Wer aber frei ist, der fragt nach Got­tes Wil­len – Vers 4b sagt es so: »Dar­um kön­nen wir nun so leben, dass unser Tun für Gott Frucht bringt.« Wenn Chris­ten in der Nach­fol­ge leben, dann geht es eben gera­de nicht dar­um, was uns gera­de noch nicht ver­bo­ten ist. Es geht dar­um, das zu tun, was Gott freut.

Dies zu ver­ste­hen, was der Pau­lus da gedacht hat, das ist das eine. Es in Dei­nem Leben umzu­set­zen (und in mei­nem…) das ist manch­mal eine Her­aus­for­de­rung. Ach­te heu­te mal drauf!

Fort­set­zung am Samstag.

F.W.