Jugend­P­lus online: Gam­ma­kurs »Römer­brief« Teil 17 – beglei­te­tes Bibel­le­sen für Fortgeschrittene.

Gaben und Diens­te in der Gemein­de (Römer 12,3–8)

Ein­fach gesagt: Die Gaben, die wir als geist­li­che Gaben (= Cha­ris­men) bekom­men, sol­len in unse­ren Auf­ga­ben zum Ein­satz kom­men. Die Gemein­de ist viel­fäl­tig, ganz unter­schied­li­che Men­schen mit ganz unter­schied­li­chen Gaben gibt es da. – Alle wer­den gebraucht, damit das Gan­ze funk­tio­niert, so wie ein Organismus.

Hast Du ein­mal über­legt, was eigent­lich Dei­ne geist­li­chen Gaben sind? Gibt es etwas, wor­in Du Dich von Gott beson­ders beschenkt fühlst? Viel­leicht auch so, dass Du ande­ren mit die­ser Gabe hel­fen, eine Freu­de machen oder einen Dienst erwei­sen kannst? – Denk ein­mal ein paar Minu­ten lang drü­ber nach…

Wei­sun­gen für ein Leben aus der Lie­be (Römer 12,9–20)

Hier geht es um einen neu­en Lebens­stil, und der ist für Pau­lus nicht zuerst dadurch geprägt, was wir prak­tisch tun, son­dern vor allem dadurch, wie wir von den ande­ren den­ken. Wenn wir sie so vor Augen haben, wie Gott sie sieht, dann begeg­nen wir ihnen lie­be­voll, weil Gott sie liebt.

Das ist eben nichts, das wir uns selbst ein­re­den, son­dern es ist Got­tes Geist, der uns die­se Lie­be schenkt. Ohne die­ses Geschenk wäre Christ-Sein und ein selbst-gemach­ter christ­li­cher Lebens­stil unecht und furcht­bar anstren­gend. Ich kann das nicht! Jeden­falls nicht aus mir selbst.

Fein­des­lie­be ist etwas, das nur die/der leben kann, der den Feind eben nicht als Feind sieht, son­dern als Got­tes gelieb­tes Geschöpf. – Nun schriebt das Pau­lus an die Chris­ten in Rom, die es ja eigent­lich wis­sen müss­ten. So könn­te man den­ken. Mir geht es so, dass es manch­mal eine Erin­ne­rung braucht, dass ich manch­mal eine Erin­ne­rung brau­che. – Viel­leicht geht es Dir ja ebenso?

Fort­set­zung am Donnerstag.

F.W.