Bon­hoef­fer wur­de im April 1945 hin­ge­rich­tet, somit sind sei­ne Wer­ke seit 1. Janu­ar 2016 gemein­frei. Wir ver­öf­fent­li­chen hier in wöchent­li­chen Abschnit­ten sein Buch »Nach­fol­ge« von 1938 als gan­zes.

Chris­ti Gerech­tig­keit.

»Ihr sollt nicht wäh­nen, daß ich gekom­men bin, das Gesetz oder die Pro­phe­ten auf­zu­lö­sen; ich bin nicht gekom­men auf­zu­lö­sen, son­dern zu erfül­len. Denn ich sage euch wahr­lich: Bis daß Him­mel und Erde zer­ge­he, wird nicht zer­ge­hen der kleins­te Buch­sta­be noch ein Jota vom Gesetz, bis daß es alles gesche­he. Wer nun eines von die­sen kleins­ten Gebo­ten auf­löst und lehrt die Leu­te also, der wird der Kleins­te hei­ßen im Him­mel­reich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß hei­ßen im Him­mel­reich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerech­tig­keit bes­ser denn der Schrift­ge­lehr­ten und Pha­ri­sä­er, so wer­det ihr nicht in das Him­mel­reich kom­men« (Mt. 5,17–20).

Es ist ja nicht ver­wun­der­lich, wenn die Jün­ger mit sol­chen Ver­hei­ßun­gen, die sie von ihrem Herrn emp­fin­gen, in denen alles ent­wer­tet wur­de, was in den Augen des Vol­kes galt, und alles selig­ge­prie­sen wur­de, was unwert war, das Ende des Geset­zes gekom­men wähn­ten. Sie waren ja ange­spro­chen und aus­ge­zeich­net als die, denen schlecht­hin alles zuge­fal­len war, aus Got­tes frei­er Gna­de, als die, die nun alles besa­ßen, als die gewis­sen Erben des Him­mel­reichs. Sie hat­ten die vol­le und per­sön­li­che Gemein­schaft mit Chris­tus, der alles neu mach­te. Sie waren das Salz, das Licht, die Stadt auf dem Ber­ge. So war ja alles Alte ver­gan­gen, abge­löst. Es lag doch nur all­zu­na­he, daß Jesus nun auch den end­gül­ti­gen Tren­nungs­strich zwi­schen sich und dem Alten voll­zie­hen wür­de, daß er das Gesetz des Alten Bun­des für auf­ge­ho­ben erklä­ren und sich in der Frei­heit des Soh­nes davon los­sa­gen, es für sei­ne Gemein­de außer Kraft set­zen wür­de. Nach allem, was vor­an­ge­gan­gen war, konn­ten die Jün­ger den­ken wie Mar­ci­on, der mit dem Vor­wurf juda­is­ti­scher Ver­fäl­schung fol­gen­de Text­än­de­rung vor­nahm: »Mei­net ihr, daß ich gekom­men bin, das Gesetz oder die Pro­phe­ten zu erfül­len? Ich bin gekom­men auf­zu­lö­sen und nicht zu erfül­len.« Unzäh­li­ge haben seit Mar­ci­on das Wort Jesu so gele­sen und aus­ge­legt. Aber Jesus sagt: »Ihr sollt nicht wäh­nen, daß ich gekom­men bin, das Gesetz oder die Pro­phe­ten auf­zu­lö­sen…« Chris­tus setzt das Gesetz des Alten Bun­des in Kraft.

Wie ist das zu ver­ste­hen? Wir wis­sen, daß die Nach­fol­gen­den ange­re­det sind, sie, die gebun­den sind an Jesus Chris­tus allein. Kein Gesetz hat­te die Gemein­schaft Jesu mit sei­nen Jün­gern hin­dern dür­fen, das wur­de deut­lich bei der Aus­le­gung von Lk. 9,57ff. Nach­fol­ge ist Bin­dung an Jesus Chris­tus allein und unmit­tel­bar. Den­noch erfolgt nun hier die gänz­lich uner­war­te­te Bin­dung der Jün­ger an das alt­tes­ta­ment­li­che Gesetz. Zwei­er­lei sagt Jesus damit sei­nen Jün­gern: Sowohl dies, daß Bin­dung an das Gesetz noch nicht Nach­fol­ge ist, wie aber auch, daß gesetz­lo­se Bin­dung an die Per­son Jesu Chris­ti nicht Nach­fol­ge hei­ßen darf. Er weist die, denen er sei­ne gan­ze Ver­hei­ßung und vol­le Gemein­schaft geschenkt hat, gera­de selbst an das Gesetz. Weil Er es tut, dem die Jün­ger nach­fol­gen, dar­um gilt für sie das Gesetz. Die Fra­ge muß nun ent­ste­hen: Was gilt, Chris­tus oder das Gesetz? Wor­an bin ich gebun­den? An ihn allein oder doch wie­der an das Gesetz? Chris­tus hat­te gesagt, kein Gesetz dür­fe zwi­schen ihn und sei­ne Jün­ger tre­ten. Nun sagt er, daß die Auf­lö­sung des Geset­zes Tren­nung von ihm bedeu­ten wür­de. Was heißt das?

Das Gesetz ist das Gesetz des Alten Bun­des, kein neu­es Gesetz, son­dern das eine, alte Gesetz, an das der rei­che Jüng­ling, der ver­su­che­ri­sche Schrift­ge­lehr­te gewie­sen wur­de als an den offen­ba­ren Wil­len Got­tes. Allein dadurch, daß Chris­tus sei­ne Nach­fol­ger an die­ses Gesetz bin­det, wird es neu­es Gebot. Es geht also nicht um ein »bes­se­res Gesetz« als das der Pha­ri­sä­er, es ist ein und das­sel­be, es ist das Gesetz, das mit jedem Buch­sta­ben blei­ben und gesche­hen muß, bis ans Ende der Welt, das in jedem Jota erfüllt sein muß. Aber es geht aller­dings um eine »bes­se­re Gerech­tig­keit«. Wer die­se bes­se­re Gerech­tig­keit nicht hat, der wird nicht ins Him­mel­reich kom­men, eben weil er sich dann aus der Nach­fol­ge Jesu gelöst hät­te, der ihn an das Gesetz weist. Kei­ner aber ver­mag die­se bes­se­re Gerech­tig­keit zu haben als eben der hier Ange­re­de­te, der von Chris­tus Geru­fe­ne. Bedin­gung für die bes­se­re Gerech­tig­keit ist der Ruf Chris­ti, ist Chris­tus selbst. So wird es begreif­lich, daß Chris­tus an die­ser Stel­le der Berg-pre­digt zum ers­ten Male von sich selbst spricht. Zwi­schen der bes­se­ren Gerech­tig­keit und den Jün­gern, von denen er sie for­dert, steht er selbst. Er ist gekom­men, das Gesetz des Alten Bun­des zu erfül­len. Das ist die Vor­aus­set­zung von allem ande­ren. Jesus gibt sei­ne völ­li­ge Ein­heit mit dem Wil­len Got­tes im Alten Tes­ta­ment, in Gesetz und Pro­phe­ten zu erken­nen. Er hat den Gebo­ten Got­tes in der Tat nichts hin­zu­zu­fü­gen, er hält sie – das ist das ein­zi­ge, was er hin­zu­fügt. Er erfüllt das Gesetz, das sagt er von sich selbst. Dar­um ist es wahr. Er erfüllt es bis zum Jota. Indem er es aber erfüllt, ist »alles gesche­hen«, was zur Erfül­lung des Geset­zes zu gesche­hen hat. Jesus wird tun, was das Gesetz for­dert, dar­um wird er den Tod lei­den müs­sen; denn er allein ver­steht das Gesetz als Got­tes Gesetz; d. h. weder ist das Gesetz selbst Gott, noch ist Gott selbst das Gesetz, so daß an die Stel­le Got­tes das Gesetz getre­ten wäre. So hat­te Isra­el das Gesetz miß­ver­stan­den. Ver­got­tung des Geset­zes und Ver­ge­setz­li­chung Got­tes war die Sün­de Isra­els. Umge­kehrt wäre die Ent­got­tung des Geset­zes und Tren­nung Got­tes von sei­nem Gesetz das sün­di­ge Miß­ver­ständ­nis der Jün­ger gewe­sen. Gott und Gesetz waren in bei­den Fäl­len von­ein­an­der gelöst bzw. iden­ti­fi­ziert, was auf das­sel­be her­aus­kommt. Iden­ti­fi­zier­ten die Juden Gott und Gesetz, so taten sie es, um mit dem Gesetz Gott selbst in die Gewalt zu bekom­men. Gott war im Gesetz auf­ge­ge­gan­gen und nicht mehr der Herr über das Gesetz. Wähn­ten die Jün­ger, Gott von sei­nem Gesetz tren­nen zu dür­fen, so taten sie dies, um in ihrem Heils­be­sitz Gott in die Gewalt zu bekom­men. Bei­de-mal wur­de Gabe und Geber ver­wech­selt, wur­de mit Hil­fe des Geset­zes oder der Heils­ver­hei­ßung Gott geleug­net.

Bei­den Miß­ver­ständ­nis­sen gegen­über setzt Jesus das Gesetz als Got­tes­ge­setz neu in Kraft. Gott ist Geber und Herr des Geset­zes, und nur in der per­sön­li­chen Got­tes­ge­mein­schaft wird das Gesetz erfüllt. Es gibt kei­ne Erfül­lung des Geset­zes ohne Got­tes­ge­mein­schaft, es gibt auch kei­ne Got­tes­ge­mein­schaft ohne Erfül­lung des Geset­zes. Das ers­te gilt den Juden, das zwei­te dem dro­hen­den Miß­ver­ständ­nis der Jün­ger.

Jesus, der Sohn Got­tes, der allein in der vol­len Got­tes­ge­mein­schaft steht, setzt um des­wil­len das Gesetz neu in Kraft, indem er kommt, das Gesetz des Alten Bun­des zu erfül­len. Weil Er der Ein­zi­ge war, der es tat, konn­te er allein das Gesetz und die Geset­zes­er­fül­lung recht leh­ren. Das muß­ten die Jün­ger wis­sen und begrei­fen, als er es sag­te, weil sie wuß­ten, wer er war. Das konn­ten die Juden solan­ge nicht begrei­fen, als sie ihm nicht glaub­ten. Dar­um muß­ten sie sei­ne Leh­re vom Gesetz als Läs­te­rung Got­tes, näm­lich des Geset­zes Got­tes ver­wer­fen. So muß Jesus um des wah­ren Geset­zes Got­tes wil­len von den Anwäl­ten des fal­schen Geset­zes lei­den. Jesus stirbt als Got­tes­läs­te­rer, als Geset­zes­über­tre­ter am Kreuz, weil er das wah­re Gesetz gegen das miß­ver­stan­de­ne, fal­sche Gesetz in Kraft gesetzt hat­te.

Die Erfül­lung des Geset­zes, von der Jesus spricht, kann mit­hin nicht anders gesche­hen, als daß Jesus als Sün­der ans Kreuz geschla­gen wird. Er selbst als der Gekreu­zig­te ist die voll­kom­me­ne Erfül­lung des Geset­zes.

Damit ist gesagt, Jesus Chris­tus und er allein erfüllt das Gesetz, weil er allein in der voll­kom­me­nen Gemein­schaft Got­tes steht. Er selbst tritt zwi­schen sei­ne Jün­ger und das Gesetz, nicht aber tritt das Gesetz zwi­schen ihn und sei­ne Jün­ger. Der Weg der Jün­ger zum Gesetz geht über das Kreuz Chris­ti. So bin­det Jesus die Jün­ger, indem er sie an das Gesetz weist, das er allein erfüllt, aufs neue an sich selbst. Die gesetz­lo­se Bin­dung muß er ver­wer­fen, weil sie Schwär­me­rei und dar­um nicht Bin­dung, son­dern völ­li­ge Ent­fes­se­lung ist. Die Sor­ge der Jün­ger aber, eine Bin­dung an das Gesetz möch­te sie von Jesus tren­nen, wird zer­stört. Sie konn­te nur dem miß­ver­stan­de­nen Gesetz ent­sprin­gen, das die Juden in der Tat von Gott trenn­te. Statt des­sen wird offen­bar, daß ech­te Bin­dung an Jesus nur mit der Bin­dung an das Gesetz Got­tes geschenkt wer­den kann.

Steht aber Jesus zwi­schen den Jün­gern und dem Gesetz, so nicht, um sie nun wie­der von der Geset­zes­er­fül­lung zu ent­bin­den, son­dern um sei­ner For­de­rung der Geset­zes­er­fül­lung Kraft zu geben. Gera­de mit der Bin­dung an ihn sind die Jün­ger in den­sel­ben Gehor­sam gestellt. Auch ist mit der Erfül­lung des Jota des Geset­zes nicht etwa die­ses Jota nun­mehr für die Jün­ger abge­tan. Es ist erfüllt, das ist alles. Aber gera­de dar­um ist es nun erst eigent­lich in Kraft, so daß nun groß im Him­mel­reich hei­ßen wird, wer das Gesetz tut und lehrt. »Tut und lehrt« – es lie­ße sich ja auch eine Leh­re des Geset­zes den­ken, die gera­de vom Tun dis­pen­siert, indem sie das Gesetz nur der Erkennt­nis die­nen las­sen will, daß sei­ne Erfül­lung unmög­lich sei. Eine sol­che Leh­re kann sich auf Jesus nicht beru­fen. Das Gesetz will getan sein, so gewiß er selbst es getan hat. Wer an ihm bleibt in der Nach­fol­ge, an ihm, der das Gesetz erfüll­te, der tut und lehrt das Gesetz in der Nach­fol­ge. In der Gemein­schaft Jesu kann nur der Täter des Geset­zes blei­ben.

Nicht das Gesetz unter­schei­det den Jün­ger vom Juden, son­dern die »bes­se­re Gerech­tig­keit«. Die Gerech­tig­keit der Jün­ger »ragt hin­aus« über die Schrift­ge­lehr­ten. Sie über­trifft sie, sie ist etwas Außer­or­dent­li­ches, Son­der­li­ches. Es klingt hier der Begriff des PERISSEUEIN zum ers­ten Male an, der uns in v. 47 von größ­ter Bedeu­tung wer­den wird. Wir müs­sen fra­gen: wor­in bestand die Gerech­tig­keit des Pha­ri­sä­ers? Wor­in besteht die Gerech­tig­keit des Jün­gers? Gewiß war der Pha­ri­sä­er dem schrift­wid­ri­gen Irr­tum nie­mals ver­fal­len, das Gesetz müs­se nur gelehrt, nicht aber getan wer­den. Der Pha­ri­sä­er woll­te Täter des Geset­zes sein. Sei­ne Gerech­tig­keit bestand in sei­ner unmit­tel­ba­ren, buch­stäb­li­chen Erfül­lung des im Gesetz Gebo­te­nen. Sei­ne Gerech­tig­keit war sein Tun. Die voll­kom­me­ne Kon­for­mi­tät sei­nes Tuns mit dem im Gesetz Gebo­te­nen war ihr Ziel. Jedoch muß­te immer ein Rest blei­ben, der durch die Ver­ge­bung bedeckt wer­den muß­te. Sei­ne Gerech­tig­keit bleibt unvoll­kom­men. Auch die Gerech­tig­keit der Jün­ger konn­te allein im Tun des Geset­zes bestehen. Kei­ner, der das Gesetz nicht tat, durf­te gerecht genannt wer­den. Aber das Tun des Jün­gers über­trifft das des Pha­ri­sä­ers dar­in, daß es in der Tat voll­kom­me­ne Gerech­tig­keit gegen­über der unvoll­kom­me­nen des Pha­ri­sä­ers ist. Wie denn? Der Vor­zug der Gerech­tig­keit des Jün­gers besteht dar­in, daß zwi­schen ihm und dem Gesetz der­je­ni­ge steht, der das Gesetz voll­kom­men erfüllt hat und in des­sen Gemein­schaft er war. Er sah sich nicht einem uner­füll­ten, son­dern einem bereits erfüll­ten Gesetz gegen­über. Ehe er anfängt dem Gesetz zu gehor­chen, ist das Gesetz schon erfüllt, ist sei­ner For­de­rung schon genug­ge­tan. Die Gerech­tig­keit, die das Gesetz for­dert, ist schon da; es ist die Gerech­tig­keit Jesu, der ans Kreuz geht um des Geset­zes wil­len. Weil aber die­se Gerech­tig­keit nicht nur ein zu leis­ten­des Gut, son­dern die voll­kom­me­ne und wah­re per­sön­li­che Got­tes­ge­mein­schaft selbst ist, dar­um hat Jesus nicht nur die Gerech­tig­keit, son­dern er ist sie auch selbst. Er ist die Gerech­tig­keit der Jün­ger. Durch sei­nen Ruf hat Jesus sei­nen Jün­gern teil­ge­ge­ben an sich selbst, er hat ihnen sei­ne Gemein­schaft geschenkt, so hat er sie teil­haf­tig wer­den las­sen sei­ner Gerech­tig­keit, hat ihnen sei­ne Gerech­tig­keit geschenkt. Die Gerech­tig­keit der Jün­ger ist Chris­ti Gerech­tig­keit. Allein um die­ses zu sagen, beginnt Jesus sei­ne Wor­te über die »bes­se­re Gerech­tig­keit« mit dem Hin­weis auf sei­ne Erfül­lung des Geset­zes. Chris­ti Gerech­tig­keit ist aber wirk­lich auch der Jün­ger Gerech­tig­keit. Sie bleibt frei­lich in stren­gem Sin­ne geschenk­te Gerech­tig­keit, geschenkt durch den Ruf in die Nach­fol­ge. Es ist die Gerech­tig­keit, die eben in der Nach­fol­ge besteht und schon in den Selig­prei­sun­gen die Ver­hei­ßung des Him­mel­rei­ches emp­fängt. Die Gerech­tig­keit der Jün­ger ist Gerech­tig­keit unter dem Kreuz. Es ist die Gerech­tig­keit der Armen, Ange­foch­te­nen, Hung­ri­gen, Sanft­mü­ti­gen, Fried­fer­ti­gen, Ver­folg­ten – um des Rufes Jesu wil­len, die sicht­ba­re Gerech­tig­keit derer, die eben­da­rin das Licht der Welt und die Stadt auf dem Ber­ge sind – um des Rufes Jesu wil­len. Dar­in ist der Jün­ger Gerech­tig­keit »bes­ser« als die der Pha­ri­sä­er, daß sie allein auf dem Ruf in die Gemein­schaft des­sen beruht, der allein das Gesetz erfüllt; dar­in ist der Jün­ger Gerech­tig­keit wirk­li­che Gerech­tig­keit, daß sie nun selbst den Wil­len Got­tes tun, das Gesetz erfül­len. Auch Chris­ti Gerech­tig­keit soll nicht nur gelehrt, son­dern eben getan wer­den. Sonst ist sie nicht bes­ser als das Gesetz, das nur gelehrt, aber nicht getan wird. Von die­sem Tun der Gerech­tig­keit Chris­ti durch die Jün­ger redet alles fol­gen­de. Es heißt in einem Wort Nach­fol­gen. Es ist das wirk­li­che, ein­fäl­ti­ge Tun im Glau­ben an die Gerech­tig­keit Chris­ti. Die Gerech­tig­keit Chris­ti ist das neue Gesetz, das Gesetz Chris­ti.