Vor kur­zem wur­de ich gefragt: »Wel­che Auf­ga­ben hat eigent­lich der Krea­tiv­kreis?« Da habe ich mir so mei­ne Gedan­ken gemacht.

Wenn wir uns an jedem 2. und 4. Mon­tag des Monats tref­fen, steht sicher­lich an ers­ter Stel­le die Begeg­nung, die Anteil­nah­me an den Freu­den und Pro­ble­men der ande­ren. Wir sind jeweils 8 bis 14 Frau­en, bei beson­de­ren Anläs­sen auch mehr.

Die Andacht am Anfang der Stun­den gibt oft­mals einen Impuls zu Gesprä­chen in der Run­de oder zu zweit. Bei Kaf­fee und Gebäck las­sen wir es uns gut gehen. Und dann wer­den wir »krea­tiv«.

Vie­le Jah­re wur­den klei­ne Kunst­wer­ke für den Gemein­de-Basar her­ge­stellt. Danach began­nen wir mit dem Stri­cken von Müt­zen, Schals und Socken für Roma­kin­der in Maze­do­ni­en. Seit eini­gen Jah­ren nun schi­cken wir unse­re Erzeug­nis­se nach Alba­ni­en in die ärms­ten Dör­fer. Wir Frau­en des Krea­tiv­krei­ses sind zwi­schen 60 und 90 Jah­re alt. Die Ältes­te und die Jüngs­te sind schon von Anfang an dabei. Aber wir sind kein geschlos­se­ner Kreis; Frau­en jeden Alters sind will­kom­men, ob sie zur Gemein­de gehö­ren oder nicht.

Was machen wir noch? Eini­ge besu­chen alte Men­schen in den Pfle­ge­hei­men. Ande­re sor­gen für Kuchen bei Gemein­de­fes­ten. Wir berich­ten über per­sön­li­che Bewah­rung
und Erhö­rung von Gebe­ten. Wir beten gemein­sam für Kran­ke und für ein bestimm­tes Dorf in der Ucker­mark.

Und wir machen auch Aus­flü­ge in die Natur oder »nur« zum Kaf­fee­trin­ken. Unse­re Lei­te­rin Ger­ti Baum bemüht sich in ihrer für­sorg­li­chen Art, alle »bei der Stan­ge« zu hal­ten.

Mein Fazit: Wenn es den Krea­tiv­kreis nicht gäbe, müss­te man ihn erfin­den.

Ch. B.