nach­ge­dacht zum Monats­spruch April 2019

»Jesus Chris­tus spricht: Sie­he ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.«
(Mat­thä­us 28, 20)

Wie sieht es in dir tief drin­nen gera­de aus? Hast du wirk­lich die Gewiss­heit, dass Jesus dir in allen Lebens­la­ge bei­steht; oder hast du gera­de Bauch­grim­men oder Angst vor irgend­et­was, das wie ein Berg vor dir steht? nach­ge­dacht zum Monats­spruch April 2019“ wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch März 2019

»Wen­det euer Herz wie­der dem HERRN zu, und dient ihm allein.« (1. Samu­el 7,3 – Monats­spruch März 2019)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!

Der Pro­phet und Rich­ter Samu­el ruft zur Umkehr zum HERRN auf, dem leben­di­gen Gott Isra­els. Damals wie heu­te ist Umkehr zu Gott nötig. Aber wie geschieht sie? Umkehr braucht eine Sehn­sucht nach Gott und eine Bereit­schaft, sich zu ver­än­dern. nach­ge­dacht zum Monats­spruch März 2019“ wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Febru­ar 2019

Ich bin über­zeugt, dass die­ser Zeit Lei­den nicht ins Gewicht fal­len gegen­über der Herr­lich­keit, die an uns offen­bart wer­den soll. (Römer 8,18 – Monats­spruch Febru­ar 2019)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!

Leicht ist es nicht, die­se Aus­sa­ge des Pau­lus nach­zu­spre­chen. Mit­ten in einer schwe­ren Situa­ti­on, in der viel­leicht sogar mein Glau­be ange­foch­ten ist, hilft mir eine Ver­trös­tung auf spä­ter wenig. nach­ge­dacht zum Monats­spruch Febru­ar 2019“ wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2018

»Als sie den Stern sahen, wur­den sie hoch­er­freut.«
Mat­thä­us 2, 10

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!
Eine selt­sa­me Kara­wa­ne beweg­te sich auf das klei­ne Städt­chen Beth­le­hem zu: Män­ner mit einem zwei­fel­haf­ten reli­giö­sen Hin­ter­grund. Män­ner, die nur ein Ziel ver­folg­ten: den neu­ge­bo­re­nen König der Juden anzu­be­ten.

Sie hat­ten geglaubt, die­ser König müss­te in der Haupt­stadt Jeru­sa­lem zu fin­den sein. Aber dort begeg­ne­te ihnen nur Angst, Heim­lich­tue­rei und geheu­chel­te Fröm­mig­keit. Den Stern hat­ten sie schon länger nicht mehr gese­hen. War alles nur eine Ein­bil­dung gewe­sen? Soll­ten sie wie­der nach Hau­se gehen?

Die Magi­er gin­gen nicht wie­der nach Hau­se. Sie ent­deck­ten, dass Gott sie auf sei­ne Wei­se wei­ter­führ­te. Wir dür­fen es eben­falls ent­de­cken. nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2018“ wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber 2018

»Herr, all mein Seh­nen liegt offen vor dir, mein Seuf­zen war dir nicht ver­bor­gen.« (Psalm 38,10)

»In schwe­rer Heim­su­chung«: so wird der Psalm 38 in der Luther­bi­bel über­schrie­ben. Von allen ver­las­sen fühlt sich König David, der Ver­fas­ser des Psalms. Die Last sei­ner Sün­de drückt ihn zu Boden.
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Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2018…

»Gott hat alles schön gemacht zu sei­ner Zeit, auch hat er die Ewig­keit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergrün­den kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.« (Pre­di­ger 3,11)

Lie­be Geschwis­ter und Freun­de!

Für die meis­ten von uns sind die Som­mer­fe­ri­en und der Urlaub vor­bei. Aber ger­ne erin­nern wir uns an male­ri­sche Son­nen­un­ter­gän­ge, an wun­der­schö­ne Berg­gip­fel und an Zei­ten, die wir mit gelieb­ten Men­schen in den ver­gan­ge­nen Wochen ver­bracht haben. Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2018…“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch März 2018

Jesus spricht: »Es ist voll­bracht!« (Johan­nes 19,30)

Und wie­der ein­mal ste­hen wir kurz vor dem Oster­fest. Was ver­bin­den wir damit? Ein schö­nes har­mo­ni­sches Fami­li­en­fest, gefärb­te Oster­ei­er, lecke­res Essen?

Sehen wir nur das Oster­fest mit dem Auf­er­ste­hen Jesus Chris­ti oder ist uns auch bewusst, dass es dazu zual­ler­erst den Kar­frei­tag benö­tigt hat? Haben wir wirk­lich vor Augen, wie Jesus die­sen ganz schmerz­li­chen und bit­te­ren Weg ans Kreuz gegan­gen ist? Haben wir vor Augen, dass Jesus dies für mich ganz per­sön­lich getan hat? Haben wir vor Augen, dass es um mei­ne ganz per­sön­li­che Schuld ging, die Jesus mit sei­nem Tod am Kreuz auf sich genom­men hat? Nach­ge­dacht zum Monats­spruch März 2018“ wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Okto­ber 2017

»Es wird Freu­de sein vor den Engeln Got­tes über einen Sün­der, der Buße tut.« Lukas 15, 10

Ein »Sün­der«, das ist jemand, der auf eige­nen Wegen geht, statt auf den Wegen Got­tes. Die meis­ten Men­schen sind Sün­der. Ich jeden­falls sehe kei­nen kate­go­ri­schen Unter­schied zwi­schen mei­nem eige­nen Sün­der-Sein und dem eines IS-Ter­ro­ris­ten oder sons­ti­gen Übel­tä­ters. – Der Unter­schied besteht nicht in der Sün­de, son­dern dar­in, dass ich etwas von Got­tes Ver­söh­nung weiß und sie immer wie­der in Anspruch neh­me. nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Okto­ber 2017“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Juli 2017

»Ich bete dar­um, dass eure Lie­be immer noch rei­cher wer­de an Erkennt­nis und aller Erfah­rung.« (Phil­ip­per 1,9)

Pau­lus und der Gefähr­te Timo­theus schrei­ben aus der Gefan­gen­schaft des Pau­lus an die Gemein­de in Phil­ip­pi. Ein ech­ter Freu­den- und Trost­brief ist der Phil­ip­per­brief, obgleich die Lage des Pau­lus gar nicht so erfreu­lich ist. Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Juli 2017“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht… – zum Monats­spruch für Juni 2017

»Gott muss man mehr gehor­chen als den Men­schen« (Apg. 5,29)

Die­sen Satz erwi­dern die Apos­tel vor dem jüdi­schen Rat, als man sie dafür anklag­te, dass sie trotz aller Ver­bo­te immer noch in aller Öffent­lich­keit von Jesus errich­te­ten und unter den Men­schen sei­ne Leh­ren ver­brei­te­ten. Ein sehr muti­ges Bekennt­nis. Alle Ver­bo­te und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che sowie die Andro­hung von Stra­fen hat­ten offen­sicht­lich kei­nen Erfolg. Als ich die­sen Vers las, muss­te ich auch an Mar­tin Luther den­ken. Er dach­te nicht dar­an, sei­ne The­sen vor dem Kai­ser und der Kir­che zu wider­ru­fen. Am Ende sei­ne Rede vor dem Reichs­tag in Worms sag­te er: »Daher kann und will ich nichts wider­ru­fen, weil wider das Gewis­sen etwas zu tun weder sicher noch heil­sam ist. Gott hel­fe mir, Amen!«

Nach­ge­dacht… – zum Monats­spruch für Juni 2017“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht – Andacht Mai 2017

»Sie aber erschra­ken und neig­ten ihr Ange­sicht zur Erde. Da spra­chen die zu ihnen: Was sucht ihr den Leben­den bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auf­er­stan­den. Gedenkt dar­an, wie er euch gesagt hat, als er noch in Gali­läa war.« (Lukas 24,5–6)

Die Frau­en erschra­ken und wag­ten nicht, die bei­den anzu­se­hen. »War­um sucht ihr den Leben­den bei den Toten?« frag­ten die Män­ner. »Er ist nicht mehr hier. Er ist auf­er­stan­den! Denkt doch dar­an, was er Euch damals in Gali­läa gesagt hat.« Nach­ge­dacht – Andacht Mai 2017“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht Dezem­ber 2016 / Janu­ar 2017

»Mei­ne See­le war­tet auf den Herrn
mehr als die Wäch­ter auf den Mor­gen;
mehr als die Wäch­ter auf den Mor­gen.«
Psalm 130,6

Wie ver­traut mir die­ses Gefühl ist… auf den Mor­gen war­ten, ihn her­bei­zu­seh­nen. Ich habe über 15 Jah­re in der Indus­trie gear­bei­tet. Da war alle drei Wochen Nacht­schicht ange­sagt. Daher weiß ich, wie anstren­gend es ist, wach und kon­zen­triert sein zu müs­sen, obwohl einem der natür­li­che Bio­rhyth­mus etwas ganz ande­res sagt. Da lech­zen Kör­per und Geist mit jeder Faser nach Schlaf und ein­fachs­te Arbei­ten wer­den um ein Viel­fa­ches schwe­rer.

Ähn­lich muss sich das Volk Isra­el nach dem Mes­si­as gesehnt haben, mit jeder Faser ihres Kör­pers und Geis­tes. Nach einem, der sie erlö­sen wird aus der Besat­zung und Unter­drü­ckung, aus Armut, Krank­heit und Not. Ein­fach von allem. Ein Heils­brin­ger, der alles zum Guten wen­det.

Und wie sieht es bei uns aus?

Wir war­ten gera­de jetzt in der Advents­zeit auf die Ankunft Chris­ti. Seh­nen wir uns da nicht auch oft nach einem, der für uns das »Ruder rum­reißt«? Einer, der die Pro­ble­me des All­tags löst und Hür­den im Beruf, Fami­lie oder auch in der Gemein­de über­win­det?! Ja, das wäre was! Und genau die­ses hat Gott uns zuge­sagt.

Vie­le in der Zeit Jesu haben sich den Mes­si­as als strah­len­den Hel­den vor­ge­stellt. Als gro­ßen König, der die Besat­zer aus dem Lan­de ver­treibt. Einen Held auf schil­lern­dem Ross mit gol­de­ner Rüs­tung.

Und wir, wün­schen wir uns nicht auch manch­mal so einen Hel­den in unse­rem Leben?! Aber Gott ist anders. Er möch­te, dass wir ihn suchen, ihn ken­nen und lie­ben ler­nen. Dann will er sich von uns fin­den las­sen und somit die Pro­phe­zei­ung erfül­len. Das Ver­spre­chen, das Gott einst dem Volk Isra­els und damit auch uns gab. Und was heißt das nun für uns heu­te? Es bedeu­tet wohl kaum, dass wir die Hän­de in den Schoß legen und dar­auf war­ten sol­len, dass Gott alle Pro­ble­me für uns löst. Aber es gibt uns Hoff­nung, ja die Gewiss­heit, dass er jenen hilft, die an ihn glau­ben und sich zu ihm beken­nen. Sei­ne Hil­fe sieht viel­leicht nicht immer so aus, wie wir sie uns vor­ge­stellt oder erhofft haben. Doch eins ist gewiss: Gott lässt uns nie allein!

M. S.

Nach­ge­dacht – Novem­ber 2016

»Umso fes­ter haben wir das pro­phe­ti­sche Wort, und ihr tut gut dar­an, dass ihr dar­auf ach­tet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunk­len Ort, bis der Tag anbre­che und der Mor­gen­stern auf­ge­he in euren Her­zen.« (2. Petrus 1,19)

Lie­be Gemein­de,

das pro­phe­ti­sche Wort ist zwar von Men­schen geschrie­ben, aber es ist von Gott! Der Pro­phet schreibt oder sagt, was Gott ihm ein­gibt. Die­se Wor­te beschrei­ben den »Ist-Zustand« und auch die »Zukunft« in die­ser Welt. Wenn man das Alte Tes­ta­ment liest, stellt man fest, dass die Welt noch nie anders war. Es gab schon alles, nie »Tech­nik« wird kom­pli­zier­ter. Krieg, Fol­ter, Kata­stro­phen, Sün­de, Erkal­tung der Lie­be, Ängs­te um die Zukunft uvam. schrei­ten welt­weit vor­an. Nach­ge­dacht – Novem­ber 2016“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht Monats­spruch Okto­ber 2016

»Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Frei­heit« (2. Kor. 3,17)

Um wel­che Frei­heit geht es dem Schrei­ber die­ses Tex­tes? Wenn ich Pau­lus im Römer­brief, im Gala­ther­brief und auch hier im zwei­ten Brief an die Gemein­de in Korinth rich­tig ver­ste­he, dann han­delt es sich (1.) um die Über­win­dung der Tren­nung der Men­schen von Gott, wie sie seit dem Para­dies und dem dor­ti­gen Sün­den­fall ja besteht. (2.) Es geht dabei spe­zi­ell auch um die Fol­gen die­ser Tren­nung, d.h. es geht um die Schuld, die das eigen­mäch­ti­ge mensch­li­che Ver­hal­ten nach sich gezo­gen hat und nach sich zieht, und deren Ver­ge­bung. Und (3.) gibt es Geset­ze, zum Bei­spiel die Zehn Gebo­te, die die Men­schen nicht alle erfül­len, von deren töd­li­chen Fol­gen sie aber befreit wer­den kön­nen. Nach­ge­dacht Monats­spruch Okto­ber 2016“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht – zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2016

Gott spricht: »Ich habe dich je und je geliebt, dar­um habe ich dich zu mir gezo­gen aus lau­ter Güte«
(Jere­mia 31,3)

Mit die­ser Aus­sa­ge bie­tet der all­mäch­ti­ge Gott uns sei­ne Lie­be an. Ein unver­dien­tes Gna­den­ge­schenk, das wir dank­bar anneh­men oder auch ableh­nen kön­nen. Gott möch­te unser Freund und Hel­fer sein, ein Trös­ter bei Krank­heit und Trüb­sal. Er lässt uns aber die Frei­heit zur Ent­schei­dung. – Lei­der bevor­zu­gen die meis­ten Men­schen, kei­ne enge­re Bin­dung mit Gott ein­zu­ge­hen. Nach­ge­dacht – zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2016“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2016:

»Der Herr gab zur Ant­wort: Ich will mei­ne gan­ze Schön­heit vor dir vor­über­zie­hen las­sen und den Namen des Herrn vor dir aus­ru­fen. Ich gewäh­re Gna­de, wem ich will, und ich schen­ke Erbar­men, wem ich will.«
Ex 33,19

Gera­de hat­te Mose von Gott gefor­dert: Lass mich doch dei­ne Herr­lich­keit sehen! Er hat­te schon viel mit Gott erlebt, einen kla­ren Auf­trag von ihm erhal­ten, Gott hat­te ihm Gna­de geschenkt, ihm Sei­nen Namen genannt. Und doch sehn­te sich Mose nach mehr, nach einer kla­re­ren Erkennt­nis, dass Gott mit ihm ist. Gott in Sei­ner Herr­lich­keit zu sehen, das woll­te Mose.

Die­sen Wunsch nach Nähe, nach Erkennt­nis: Den ver­ste­hen wir. Den Weg, den Gott gera­de mit uns gehen will,  – den wol­len wir im Vor­feld ken­nen. Sei­nen Wil­len wol­len wir klar hören. Mög­lichst kon­kret wol­len wir spü­ren und erle­ben, wie Gott uns gera­de bei­steht – erst recht in »stür­mi­schen« Zei­ten und an Weg­ga­be­lun­gen in unse­rem Leben. Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2016:“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht – zum Monats­spruch Juni 2016

»Mei­ne Stär­ke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Ret­ter gewor­den.« 2. Mose 15,2

Damals im Stu­den­ten­wohn­heim bin ich mei­nen Mit­be­woh­nern ziem­lich auf die Ner­ven gefal­len: »Ein unme­lo­di­sches Pfei­fen erfüllt den Raum. Ralf ist da.« wur­de zum ›run­ning gag‹. Damals schon habe ich immer ger­ne vor mich hin­ge­träl­lert, gesummt und gepfif­fen, hat­te oft irgend­ei­nen Ohr­wurm. Irgend­ei­ne Melo­die brach immer mal irgend­wie aus mir her­aus, ich konn­te ein­fach nicht anders. Mir ging es gut. Nach­ge­dacht – zum Monats­spruch Juni 2016“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht: April 2016

»Ihr aber seid das aus­er­wähl­te Geschlecht, die könig­li­che Pries­ter­schaft, das hei­li­ge Volk, das Volk des Eigen­tums, dass ihr ver­kün­di­gen sollt die Wohl­ta­ten des­sen, der euch beru­fen hat von der Fins­ter­nis zu sei­nem wun­der­ba­ren Licht.« (1. Petrus 2,9)

Die­se Wor­te schreibt der Apos­tel Petrus an die Chris­ten in Klein­asi­en. Sie leben dort als Frem­de unter Ungläu­bi­gen und brauch­ten sicher­lich eine Auf­mun­te­rung. Aber sie gel­ten auch den Nach­kom­men und somit auch uns. Nun könn­ten wir uns als etwas Beson­de­res füh­len, aber dar­um geht es nicht. Wir haben das beson­de­re Vor­recht, dass wir Gott ken­nen und somit einen Zugang zu sei­ner Bot­schaft haben. Und wir haben das Vor­recht, sei­ne Bot­schaft zu ver­kün­di­gen und wei­ter zu sagen. Nach­ge­dacht: April 2016“ wei­ter­le­sen

»Nach­ge­dacht« zum Monats­spruch März 2016

»Jesus Chris­tus spricht: Wie mich mein Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in mei­ner Lie­be!« (Johan­nes 15,9)

Lie­be ist etwas Wun­der­ba­res. Sie ist wahr­nehm­bar und kraft­voll, sie ist spür­bar und sie über­win­det Zeit und Raum. Etwas, was nicht wir Men­schen erfun­den haben. Etwas, das wir auch nicht erklä­ren kön­nen. Lie­be ist ein Geschenk Got­tes an uns Men­schen. Im 1. Korin­ther Kapi­tel 13 steht geschrie­ben: »Die Lie­be ist lang­mü­tig und freund­lich, die Lie­be eifert nicht, die Lie­be treibt nicht Mut­wil­len, sie bläht sich nicht auf, sie ver­hält sich nicht unge­hö­rig, sie sucht nicht das ihre, sie lässt sich nicht erbit­tern, sie rech­net das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Unge­rech­tig­keit, sie freut sich aber an der Wahr­heit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie dul­det alles. Die Lie­be hört nie­mals auf.« »Nach­ge­dacht« zum Monats­spruch März 2016“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Febru­ar 2016…

»Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem ande­ren etwas vor­zu­wer­fen, dann ver­gebt ihm, damit auch euer Vater im Him­mel euch eure Ver­feh­lun­gen ver­gibt.« (Mar­kus 11,25)

Der aus­ge­lie­he­ne Ball

Eines Tages haben mei­ne Freun­de mei­nen Ball ohne mein Wis­sen aus dem Haus­flur »aus­ge­lie­hen«. Sie haben irgend­et­was gespielt und aus­ge­rech­net in dem Augen­blick ist der Ball kaputt­ge­gan­gen. Ich war wütend und habe sie ange­schrien. Da kam mei­ne Oma um die Ecke und sag­te: »Du soll­test dei­nen Freun­den ver­ge­ben.« Und das schien die Lösung zu sein. Dann habe ich’s aus­ge­spro­chen und alles war wie­der gut. Nach ein paar Tagen hör­te mei­ne Oma mich, wie ich mit mei­nen Freun­den rede­te und ihnen das Gesche­hen mit dem Ball »auf die Nase rieb«. – »Du soll­test dei­nen Freun­den von Her­zen ver­ge­ben.«

An dem Punkt begann ein lang­fris­ti­ger Pro­zess, der noch heu­te­zu­ta­ge jus­tiert wer­den muss. Der Dia­log mit der Oma, wie Ver­ge­bung funk­tio­nie­ren könn­te, hat mich durch meh­re­re Eta­pen geführt. Ich soll­te für die ande­ren beten, obwohl man­che von den Nach­bars­kin­dern gar kei­ne Ent­schul­di­gung für mei­nen Ball geäu­ßert hat­ten. Erst­mal unfass­bar für ein Kind. Nun, spä­ter, ist ein neu­er Ansichts­win­kel ent­stan­den, in dem das Gebet zu Gott eine ande­re Dimen­si­on bekom­men hat. Zuerst muss­te und danach woll­te ich mich immer wie­der sel­ber betrach­ten und mein Han­deln hin­ter­fra­gen. Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Febru­ar 2016…“ wei­ter­le­sen

zum Monats­spruch Dezem­ber 2015… nach­ge­dacht

»Jauch­zet, ihr Him­mel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Ber­ge, mit Jauch­zen! Denn der HERR hat sein Volk getrös­tet und erbarmt sich sei­ner Elen­den.« (Jesa­ja 49,13)

Der zwei­te Teil des Pro­phe­ten­bu­ches Jesa­ja (Kapi­tel 40–55) spricht in die Exils­si­tua­ti­on des Vol­kes Isra­el hin­ein. Isra­el  hat­te die Kata­stro­phe hin­ter sich: 597 v. Chr. war Jeru­sa­lem von den Baby­lo­ni­ern erobert wor­den, 586 v. Chr. hat­te Nebu­kad­ne­zar II. den Tem­pel Salo­mos zer­stört.  Wei­te Tei­le der Ober­schicht waren nach Baby­lon gebracht wor­den, wo sie sich zwar rela­tiv frei ansie­deln konn­ten; immer wie­der aber wur­den sie zu Fron­diens­ten gezwun­gen. Mit einer Eigen­stän­dig­keit, vor allem aber mit der ver­hei­ße­nen Ein­heit von Gott – Volk – Land war Schluss.  zum Monats­spruch Dezem­ber 2015… nach­ge­dacht“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2015:

»Erbarmt euch derer, die zwei­feln!« -
Judas 22

Erbarmt Euch! Sel­ten habe ich die­sen kari­ta­ti­ven Impe­ra­tiv in einer so brei­ten gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­on gele­sen und gehört. Aktu­ell strömt eine seit den Welt­krie­gen nie gekann­te Anzahl Flücht­lin­ge nach Euro­pa. Poli­ti­ker, Behör­den und Bür­ger rin­gen um das rech­te Maß in die­ser »Kri­se«. Gren­zen öff­nen oder Zäu­ne errich­ten? Alle auf­neh­men oder nur wirk­lich Ver­folg­te?

Die Dis­kus­si­on ist nicht ein­fach. Auf der einen Sei­te kon­sta­tiert pro­vo­kant der Vor­sit­zen­de der katho­li­schen Bischofs­kon­fe­renz Erz­bi­schof Rein­hard Marx, dass er etwas von der christ­li­chen Bot­schaft falsch ver­stan­den hät­te, wenn wir nicht grund­sätz­lich bereit wären alle auf­zu­neh­men, die Schutz suchen. Gleich­zei­tig wur­den noch nie so vie­le Asyl­hei­me in einem Jahr ange­grif­fen und nicht weni­ge Mit­bür­ger argu­men­tie­ren mit einem »vol­len Boot«. Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2015:“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber:

»Haben wir Gutes emp­fan­gen von Gott und soll­ten wir das Böse nicht auch anneh­men?«
Hiob 2,10

Manch­mal wünschen wir uns Gott wie einen Kau­gum­mi­au­to­ma­ten: Haben wir nicht Anspruch auf Erfüllung unse­rer Wünsche, wenn wir die pas­sen­den Gebe­te ein­wer­fen?

Nein, wir haben gar kei­ne Ansprüche, so schwie­rig das aus- zuhal­ten ist, aber so ist es. – Die­sen Monats­spruch fin­den wir am Beginn des Hiob­bu­ches, als gera­de in einer aber­wit­zi­gen Rah­mung all der Wohl­stand und das Familienglück dem Hiob genom­men sind. Sei­ne Frau emp­fiehlt ihm, sich von Gott los­zu­sa­gen und zu ster­ben. Das aber will Hiob nicht. Er ver­steht nicht, war­um es ihm schlecht geht. – Da geht es ihm wie man­chen von uns. Er aber hält an Gott fest. Die­se Treue ist es, die ihm hilft. Die wünsche ich uns und – wenn es mir schlecht geht – wünsche ich sie mir.

Ich fin­de es unerträglich, dem Lei­den einen Nut­zen zuzu­spre­chen. Den Rah­men des Hiob­bu­ches ver­ste­he ich daher nicht letzt­lich. Aber jedem ist klar, dass in unse­rem Leben nicht nur Son­nen­schein-Zei­ten vor­kom­men. Gera­de dann sind Bezie­hun­gen überaus wich­tig, weil sie uns hel­fen, in schwie­ri­gen Zei­ten nicht zu ver­za­gen. Ech­te Part­ner hel­fen, ech­te Freun­de hel­fen; das tun die Freun­de des Hiob lei­der nicht, denn sie wol­len ihm eine Schuld ein­re­den, die es nicht gibt. Wenn es ihm schlecht geht, dann muss es da doch etwas geben, das er falsch gemacht hat. Also bit­te: Wenn er das nur end­lich zuge­ben würde… Manch­mal geht es, das ler­nen wir vom Hiob- und auch vom Pre­di­ger­buch, einem schlecht, ganz ohne Schuld oder Grund. Ich wünsche uns in der Gemein­de Bezie­hun­gen, die in Kri­sen ohne Schuld­zu­wei­sung mit­glau­ben und fürbittend mit­tra­gen.

Ich wünsche nie­man­dem, dass es ihm/ihr schlecht geht. Aber ich wünsche allen die Erfah­rung, dass Gott treu ist. Das erfährt schließ­lich auch Hiob. Und dass wir so fest­hal­ten an Gott, das ist Arbeit, schwie­rig, eine Zumu­tung. Manch­mal geht es nicht anders. Dann wünsche ich uns, dass wir uns erin­nern, was Gott bereits für uns getan hat, als er in sei­nem Sohn Mensch wur­de, damit wir versöhnt würden. – Mein Beschluss: Ich wer­de im Herbst das Hiob­buch noch ein­mal durch­ar­bei­ten, um bei Zei­ten zu ler­nen, solan­ge es mir gut geht, wie das geht mit dem Fest­hal­ten an Gott.

F.W.

Nach­ge­dacht …

»Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein; alles ande­re stammt vom Bösen.«
(Mat­thä­us 5,37)

»Ich gebe Ihnen mein Ehren­wort, dass…« Wenn ich die­se Wor­te höre, wer­de ich auto­ma­tisch miss­trau­isch und den­ke: Was hat der­je­ni­ge zu ver­ber­gen, der so über­trie­ben auf eine ein­fa­che Fra­ge reagiert? Oder: »Ich schwö­re, ich habe das Fens­ter zuge­macht!« Sicher fal­len Ihnen auch Situa­tio­nen und Gesprä­che ein, in denen Sie dach­ten: Ein ein­fa­ches »Ja« oder »Nein« hät­te auch gereicht. Und doch geht es uns selbst immer wie­der so, dass wir uns erklä­ren und absi­chern wol­len.

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Nach­ge­dacht Juni 2015:

»Ich las­se dich nicht los, wenn du mich nicht seg­nest«
(1. Mose 32,27)

Dass Jako­bi außer­or­dent­lich auf Segen fixiert war, ist klar. – War­um sonst hät­te er sei­nen Bru­der Esau bereits um des­sen Erst­ge­burts­recht und damit um den Segen für den Erst­ge­bo­re­nen brin­gen sol­len (1. Mose 25,29ff sowie 1. Mose 27,1ff)?

Jakobs Name ist Pro­gramm, denn er bedeu­tet »Betrüger«/»Hinterlistiger«. Für die Geschich­te Got­tes mit sei­nem Volk ist es gar nicht schlecht, dass der Betrü­ger Jakob einen neu­en Namen (näm­lich »Isra­el«) bekommt, nach­dem er mit dem Frem­den am Jabbok gerun­gen hat. Die­sem licht­scheu­en Rin­ger, von dem Jakob, viel­mehr Isra­el, glaubt, dass er Gott sei, denn der möch­te weder sei­nen Namen nen­nen noch dass er noch bei Anbruch der Mor­gen­rö­te da mit Jakob rin­ge, trotzt Jakob den Segen ver­mit­tels einer Erpres­sung ab: »Ich las­se dich nicht, du seg­nest mich denn« (so die Luther­bi­bel in der Revi­si­on von 1984). Nach­ge­dacht Juni 2015:“ wei­ter­le­sen