nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2018

»Als sie den Stern sahen, wur­den sie hoch­er­freut.«
Mat­thä­us 2, 10

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!
Eine selt­sa­me Kara­wa­ne beweg­te sich auf das klei­ne Städt­chen Beth­le­hem zu: Män­ner mit einem zwei­fel­haf­ten reli­giö­sen Hin­ter­grund. Män­ner, die nur ein Ziel ver­folg­ten: den neu­ge­bo­re­nen König der Juden anzu­be­ten.

Sie hat­ten geglaubt, die­ser König müss­te in der Haupt­stadt Jeru­sa­lem zu fin­den sein. Aber dort begeg­ne­te ihnen nur Angst, Heim­lich­tue­rei und geheu­chel­te Fröm­mig­keit. Den Stern hat­ten sie schon länger nicht mehr gese­hen. War alles nur eine Ein­bil­dung gewe­sen? Soll­ten sie wie­der nach Hau­se gehen?

Die Magi­er gin­gen nicht wie­der nach Hau­se. Sie ent­deck­ten, dass Gott sie auf sei­ne Wei­se wei­ter­führ­te. Wir dür­fen es eben­falls ent­de­cken. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch Dezem­ber 2018« wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht: Zum Monats­spruch Novem­ber 2018

Und ich sah die Hei­li­ge Stadt, das neue Jeru­sa­lem, von Gott aus dem Him­mel her­ab­kom­men, berei­tet wie eine geschmück­te Braut für ihren Mann. (Offen­ba­rung 21,2)

Was ist das für eine unglaub­li­che Visi­on, die Johan­nes (als Ver­fas­ser der Offen­ba­rung) hier vor Augen hat. Er sieht einen neu­en Him­mel und eine neue Erde. Und danach sieht er das neue Jeru­sa­lem, die neue Welt Got­tes.

Die­se neue Welt und das neue Jeru­sa­lem scheint für ihn unglaub­lich toll aus­ge­stal­tet zu sein. Das Bild einer »geschmück­ten Braut« steht im alten Ori­ent für ein Bild von unglaub­li­cher Schön­heit und Pracht. Damit ver­bun­den sind Vor­stel­lun­gen von Wür­de, Rein­heit und Klar­heit.

Zeit­lich ist die­se Visi­on des Johan­nes ver­or­tet nach der Wie­der­kunft Jesu Chris­ti und dem Welt­ge­richt in Offen­ba­rung 20. »nach­ge­dacht: Zum Monats­spruch Novem­ber 2018« wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber 2018

»Herr, all mein Seh­nen liegt offen vor dir, mein Seuf­zen war dir nicht ver­bor­gen.« (Psalm 38,10)

»In schwe­rer Heim­su­chung«: so wird der Psalm 38 in der Luther­bi­bel über­schrie­ben. Von allen ver­las­sen fühlt sich König David, der Ver­fas­ser des Psalms. Die Last sei­ner Sün­de drückt ihn zu Boden.
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nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2018

Monats­spruch für August 2018:

»Gott ist die Lie­be, und wer in der Lie­be bleibt, der bleibt in ihm.« (1. Joh. 4,16)

Von Gott kann nur tref­fend reden, wer mit Gott in einer Bezie­hung steht. Wer ihn kennt. Zuge­spitzt haben Theo­lo­gen das »rela­tio­na­le Onto­lo­gie« genannt: Ent­we­der steht jemand mit Gott in Bezie­hung, oder es gibt nichts zu sagen.

Die Bil­der, in denen die bibli­schen Tex­te von Gott spre­chen, sind meist Bezie­hungs­bil­der: Gott der Ruach, der Wind/Hauch/Geist: Den Wind sieht man bloß an sei­ner Wir­kung, Blät­ter zu bewe­gen… Der Geist wird dar­an erkannt, dass Pfings­ten die Jün­ger in Spra­chen spre­chen, die sie nicht gelernt haben. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch August 2018« wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2018

Monats­spruch für Juli 2018:

»Säet Gerech­tig­keit und ern­tet nach dem Maße der Lie­be! Pflü­get ein Neu­es, solan­ge es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerech­tig­keit über euch reg­nen lässt!« (Hosea 10,12)

In der Land­wirt­schaft ist es wie im Glau­ben: Es gilt, etwas zu tun, und doch haben wir das Eigent­li­che, das Wachs­tum, nicht in den Hän­den. Die Land­wir­tin muss säen, muss mög­li­cher­wei­se dün­gen und bewäs­sern. Es kommt also auch auf das an, was wir tun. Den­noch: Das ist alles, was zu tun ist, aber es garan­tiert nicht die gute Ern­te. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2018« wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juni 2018:

»Ver­gesst nicht, Gast­freund­schaft zu üben! Denn ohne es zu wis­sen haben man­che auf die­se Wei­se Engel bei sich auf­ge­nom­men.« Hebrä­er 13, 2.

Gast­freund­lich ist ein Attri­but, dass nicht ein­fach zu erwer­ben ist. Für einen Gast, für Gäs­te geben wir etwas von uns ab. Raum, Zeit, Essen, Trin­ken, wohl­wol­len­de und für­sorg­li­che Auf­merk­sam­keit.

Wir tei­len das, was wir von Got­tes Gna­den haben, mit ande­ren Men­schen. Wir rücken enger zusam­men und wir ver­brin­gen Zeit mit unse­rem Gast. Der Kühl­schrank und der Kel­ler wol­len gut gefüllt sein und wenn die Vor­rä­te zur Nei­ge gehen, fah­ren wir los und holen Nach­schub. Dem Gast soll es an Nichts man­geln.

Die­ses The­ma ist so wich­tig, dass es in einem Kapi­tel über christ­li­ches Leben drei Sät­ze vor dem Gebot der ehe­li­chen Treue steht.

Dem Gast ein Freund sein zu kön­nen ist eine Geis­tes­hal­tung, die, wenn sie von Gott kommt, mehr für den Gast bewirkt, als nur den mate­ri­el­len Nut­zen, wie der eines »All inclu­si­ve« Hotel­auf­ent­hal­tes.

Wenn wir uns für einen Urlaub ein Hotel ein Hotel buchen möch­ten, schau­en wir selbst­ver­ständ­lich die Bewer­tun­gen im Inter­net an. Gro­ße Zim­mer, gutes Essen, Pool, Sau­na, Fit­ness­raum etc. ver­lie­ren sofort an Wert, wenn wir lesen, dass das Per­so­nal unfreund­lich, trä­ge und genervt han­delt.

Wie ist das nun mit den Engeln. Es sind die Die­ner des Höchs­ten, die hier auf Erden wan­deln. Ein schö­ner Gedan­ke so einen zu beher­ber­gen – kein schö­ner Gedan­ke ihn mög­li­cher­wei­se abge­wie­sen oder schlecht behan­delt zu haben. Es könn­te aber auch sein, dass wir sel­ber als Gast­ge­ber für unse­ren Gast zum Engel wer­den – auch ein schö­ner Gedan­ke.

R. P.

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Mai 2018

Es ist aber der Glau­be eine fes­te Zuver­sicht des­sen, was man hofft, und ein Nicht­zwei­feln an dem, was man nicht sieht. (Hebrä­er 11,1)

Der christ­li­che Glau­be kann einen Men­schen auf ver­schie­de­nen Ebe­nen her­aus­for­dern. Neh­men wir z.B. den Kern des Oster­fes­tes, das wir vor kur­zem gefei­ert haben. Da geht es um die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti von den Toten. Vie­le Argu­men­te spre­chen dafür, dass man das wirk­lich glau­ben kann. Denn es gibt z.B. im Alten Tes­ta­ment der Bibel Vor­her­sa­gen, die im Leben Jesu und mit sei­ner Auf­er­ste­hung ein­ge­tre­ten sind (Apg. 13,32–37). Außer­dem haben vie­le Augen­zeu­gen den auf­er­stan­de­nen Jesus Chris­tus per­sön­lich gese­hen, von denen die meis­ten noch leb­ten, als Pau­lus davon berich­te­te. (1. Kor. 15,1–8) Auch wird in wei­ten Krei­sen der Bibel­wis­sen­schaf­ten aner­kannt, dass die Bibel so gut doku­men­tiert und so viel­fäl­tig erhal­ten ist, wie kein ande­res Buch oder schrift­li­ches Werk der Anti­ke sonst. Auch des­halb kann man der Bibel als his­to­ri­sche Quel­le ver­trau­en. Den­ken wir zudem noch an die ers­ten Chris­ten und Chris­tin­nen, so kann man nur stau­nen, mit wel­chem Ein­satz, mit wel­cher Kraft und mit wel­chem Mut sie die­se Oster­bot­schaft in der dama­li­gen Welt aus­ge­brei­tet haben. Für eine blo­ße Idee oder gar eine Lüge, die man ihnen unter­stellt hat­te, nimmt kein Mensch sol­che Stra­pa­zen auf sich. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Mai 2018« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht (zum Monats­spruch) April 2018

»Jesus Chris­tus spricht: Frie­de sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sen­de ich euch.« (Johan­nes 20,21)

Lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de!

Als der Auf­er­stan­de­ne am Oster­tag abends zu sei­nen Jün­gern kommt, ist die­ser Gruß »Frie­de sei mit euch!« mehr als ein »Moin« oder »Guten Abend«. Ostern bedeu­tet: Gott macht wirk­lich Frie­den mit uns Men­schen. Unse­re mensch­li­che Schuld und auch der Tod sind durch Jesus über­wun­den. Was also kann uns noch von sei­ner Lie­be tren­nen? »Nach­ge­dacht (zum Monats­spruch) April 2018« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch März 2018

Jesus spricht: »Es ist voll­bracht!« (Johan­nes 19,30)

Und wie­der ein­mal ste­hen wir kurz vor dem Oster­fest. Was ver­bin­den wir damit? Ein schö­nes har­mo­ni­sches Fami­li­en­fest, gefärb­te Oster­ei­er, lecke­res Essen?

Sehen wir nur das Oster­fest mit dem Auf­er­ste­hen Jesus Chris­ti oder ist uns auch bewusst, dass es dazu zual­ler­erst den Kar­frei­tag benö­tigt hat? Haben wir wirk­lich vor Augen, wie Jesus die­sen ganz schmerz­li­chen und bit­te­ren Weg ans Kreuz gegan­gen ist? Haben wir vor Augen, dass Jesus dies für mich ganz per­sön­lich getan hat? Haben wir vor Augen, dass es um mei­ne ganz per­sön­li­che Schuld ging, die Jesus mit sei­nem Tod am Kreuz auf sich genom­men hat? »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch März 2018« wei­ter­le­sen

nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Okto­ber 2017

»Es wird Freu­de sein vor den Engeln Got­tes über einen Sün­der, der Buße tut.« Lukas 15, 10

Ein »Sün­der«, das ist jemand, der auf eige­nen Wegen geht, statt auf den Wegen Got­tes. Die meis­ten Men­schen sind Sün­der. Ich jeden­falls sehe kei­nen kate­go­ri­schen Unter­schied zwi­schen mei­nem eige­nen Sün­der-Sein und dem eines IS-Ter­ro­ris­ten oder sons­ti­gen Übel­tä­ters. – Der Unter­schied besteht nicht in der Sün­de, son­dern dar­in, dass ich etwas von Got­tes Ver­söh­nung weiß und sie immer wie­der in Anspruch neh­me. »nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Okto­ber 2017« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2017

»Und sie­he, es sind Letz­te, die wer­den die Ers­ten sein, und sind Ers­te, die wer­den die Letz­ten sein.« Lukas 13,30

Ein schwie­ri­ger Text, eine pro­vo­ka­ti­ve Aus­sa­ge Jesu. Und was hat das mit mir/mit uns zu tun?

Unbe­quem ist die­ser Text doch nur für die, die in unse­rer Gesell­schaft viel Ein­fluss, Wohl­stand und Ruhm haben. Wer da vor­ne steht, könn­te dann ganz hin­ten lan­den. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2017« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht… – zum Monats­spruch für Juni 2017

»Gott muss man mehr gehor­chen als den Men­schen« (Apg. 5,29)

Die­sen Satz erwi­dern die Apos­tel vor dem jüdi­schen Rat, als man sie dafür anklag­te, dass sie trotz aller Ver­bo­te immer noch in aller Öffent­lich­keit von Jesus errich­te­ten und unter den Men­schen sei­ne Leh­ren ver­brei­te­ten. Ein sehr muti­ges Bekennt­nis. Alle Ver­bo­te und Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che sowie die Andro­hung von Stra­fen hat­ten offen­sicht­lich kei­nen Erfolg. Als ich die­sen Vers las, muss­te ich auch an Mar­tin Luther den­ken. Er dach­te nicht dar­an, sei­ne The­sen vor dem Kai­ser und der Kir­che zu wider­ru­fen. Am Ende sei­ne Rede vor dem Reichs­tag in Worms sag­te er: »Daher kann und will ich nichts wider­ru­fen, weil wider das Gewis­sen etwas zu tun weder sicher noch heil­sam ist. Gott hel­fe mir, Amen!«

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Nach­ge­dacht – zum Monats­spruch für April 2017

»Eure Rede sei alle­zeit freund­lich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden ant­wor­ten sollt.« (Kolos­ser 4,6)

Mei­ne Rede wür­zen, das fällt mir leicht! Ich nen­ne es ger­ne Iro­nie – und mer­ke es kaum, wenn ich über das Ziel hin­aus­schie­ße und es bei mei­nem Gegen­über als Krän­kung oder Unge­rech­tig­keit ankommt. »Alle­zeit freund­lich« dage­gen klingt für mich schnell nach Ver­stel­lung, danach, es allen recht machen zu wol­len, bloß nicht anzu­ecken. Und jetzt auch noch bei­des zusam­men? Wie soll das denn gehen? »Nach­ge­dacht – zum Monats­spruch für April 2017« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht März 2017: Andacht zum Monats­spruch

»Vor einem grau­en Haupt sollst du auf­ste­hen und die Alten ehren und sollst dich fürch­ten vor dei­nem Gott; – ich bin der Herr.« (3. Mose 19,32)

Im Kapi­tel 19 geht es um Wei­sun­gen und Gebo­te, die Mose im Auf­trag Got­tes an das Volk Isra­el wei­ter­ge­ben soll. Es geht um sozia­les Ver­hal­ten und Nächs­ten­lie­be. Unter ande­rem auch um die For­de­rung, die Alten mit dem »grau­en Haupt« zu ehren. Das ist eine For­de­rung, die nicht mehr so recht in unse­re Zeit und Gesell­schaft zu pas­sen scheint, in der einer­seits das Altern ver­drängt wird und ande­rer­seits die Alten als Aus­lauf­mo­dell oder Belas­tung emp­fun­den wer­den. Klug ist das nicht. »Nach­ge­dacht März 2017: Andacht zum Monats­spruch« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht Monats­spruch Okto­ber 2016

»Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Frei­heit« (2. Kor. 3,17)

Um wel­che Frei­heit geht es dem Schrei­ber die­ses Tex­tes? Wenn ich Pau­lus im Römer­brief, im Gala­ther­brief und auch hier im zwei­ten Brief an die Gemein­de in Korinth rich­tig ver­ste­he, dann han­delt es sich (1.) um die Über­win­dung der Tren­nung der Men­schen von Gott, wie sie seit dem Para­dies und dem dor­ti­gen Sün­den­fall ja besteht. (2.) Es geht dabei spe­zi­ell auch um die Fol­gen die­ser Tren­nung, d.h. es geht um die Schuld, die das eigen­mäch­ti­ge mensch­li­che Ver­hal­ten nach sich gezo­gen hat und nach sich zieht, und deren Ver­ge­bung. Und (3.) gibt es Geset­ze, zum Bei­spiel die Zehn Gebo­te, die die Men­schen nicht alle erfül­len, von deren töd­li­chen Fol­gen sie aber befreit wer­den kön­nen. »Nach­ge­dacht Monats­spruch Okto­ber 2016« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2016:

»Der Herr gab zur Ant­wort: Ich will mei­ne gan­ze Schön­heit vor dir vor­über­zie­hen las­sen und den Namen des Herrn vor dir aus­ru­fen. Ich gewäh­re Gna­de, wem ich will, und ich schen­ke Erbar­men, wem ich will.«
Ex 33,19

Gera­de hat­te Mose von Gott gefor­dert: Lass mich doch dei­ne Herr­lich­keit sehen! Er hat­te schon viel mit Gott erlebt, einen kla­ren Auf­trag von ihm erhal­ten, Gott hat­te ihm Gna­de geschenkt, ihm Sei­nen Namen genannt. Und doch sehn­te sich Mose nach mehr, nach einer kla­re­ren Erkennt­nis, dass Gott mit ihm ist. Gott in Sei­ner Herr­lich­keit zu sehen, das woll­te Mose.

Die­sen Wunsch nach Nähe, nach Erkennt­nis: Den ver­ste­hen wir. Den Weg, den Gott gera­de mit uns gehen will,  – den wol­len wir im Vor­feld ken­nen. Sei­nen Wil­len wol­len wir klar hören. Mög­lichst kon­kret wol­len wir spü­ren und erle­ben, wie Gott uns gera­de bei­steht – erst recht in »stür­mi­schen« Zei­ten und an Weg­ga­be­lun­gen in unse­rem Leben. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Juli 2016:« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht: April 2016

»Ihr aber seid das aus­er­wähl­te Geschlecht, die könig­li­che Pries­ter­schaft, das hei­li­ge Volk, das Volk des Eigen­tums, dass ihr ver­kün­di­gen sollt die Wohl­ta­ten des­sen, der euch beru­fen hat von der Fins­ter­nis zu sei­nem wun­der­ba­ren Licht.« (1. Petrus 2,9)

Die­se Wor­te schreibt der Apos­tel Petrus an die Chris­ten in Klein­asi­en. Sie leben dort als Frem­de unter Ungläu­bi­gen und brauch­ten sicher­lich eine Auf­mun­te­rung. Aber sie gel­ten auch den Nach­kom­men und somit auch uns. Nun könn­ten wir uns als etwas Beson­de­res füh­len, aber dar­um geht es nicht. Wir haben das beson­de­re Vor­recht, dass wir Gott ken­nen und somit einen Zugang zu sei­ner Bot­schaft haben. Und wir haben das Vor­recht, sei­ne Bot­schaft zu ver­kün­di­gen und wei­ter zu sagen. »Nach­ge­dacht: April 2016« wei­ter­le­sen

»Nach­ge­dacht« zum Monats­spruch März 2016

»Jesus Chris­tus spricht: Wie mich mein Vater geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in mei­ner Lie­be!« (Johan­nes 15,9)

Lie­be ist etwas Wun­der­ba­res. Sie ist wahr­nehm­bar und kraft­voll, sie ist spür­bar und sie über­win­det Zeit und Raum. Etwas, was nicht wir Men­schen erfun­den haben. Etwas, das wir auch nicht erklä­ren kön­nen. Lie­be ist ein Geschenk Got­tes an uns Men­schen. Im 1. Korin­ther Kapi­tel 13 steht geschrie­ben: »Die Lie­be ist lang­mü­tig und freund­lich, die Lie­be eifert nicht, die Lie­be treibt nicht Mut­wil­len, sie bläht sich nicht auf, sie ver­hält sich nicht unge­hö­rig, sie sucht nicht das ihre, sie lässt sich nicht erbit­tern, sie rech­net das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Unge­rech­tig­keit, sie freut sich aber an der Wahr­heit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie dul­det alles. Die Lie­be hört nie­mals auf.« »»Nach­ge­dacht« zum Monats­spruch März 2016« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Febru­ar 2016…

»Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem ande­ren etwas vor­zu­wer­fen, dann ver­gebt ihm, damit auch euer Vater im Him­mel euch eure Ver­feh­lun­gen ver­gibt.« (Mar­kus 11,25)

Der aus­ge­lie­he­ne Ball

Eines Tages haben mei­ne Freun­de mei­nen Ball ohne mein Wis­sen aus dem Haus­flur »aus­ge­lie­hen«. Sie haben irgend­et­was gespielt und aus­ge­rech­net in dem Augen­blick ist der Ball kaputt­ge­gan­gen. Ich war wütend und habe sie ange­schrien. Da kam mei­ne Oma um die Ecke und sag­te: »Du soll­test dei­nen Freun­den ver­ge­ben.« Und das schien die Lösung zu sein. Dann habe ich’s aus­ge­spro­chen und alles war wie­der gut. Nach ein paar Tagen hör­te mei­ne Oma mich, wie ich mit mei­nen Freun­den rede­te und ihnen das Gesche­hen mit dem Ball »auf die Nase rieb«. – »Du soll­test dei­nen Freun­den von Her­zen ver­ge­ben.«

An dem Punkt begann ein lang­fris­ti­ger Pro­zess, der noch heu­te­zu­ta­ge jus­tiert wer­den muss. Der Dia­log mit der Oma, wie Ver­ge­bung funk­tio­nie­ren könn­te, hat mich durch meh­re­re Eta­pen geführt. Ich soll­te für die ande­ren beten, obwohl man­che von den Nach­bars­kin­dern gar kei­ne Ent­schul­di­gung für mei­nen Ball geäu­ßert hat­ten. Erst­mal unfass­bar für ein Kind. Nun, spä­ter, ist ein neu­er Ansichts­win­kel ent­stan­den, in dem das Gebet zu Gott eine ande­re Dimen­si­on bekom­men hat. Zuerst muss­te und danach woll­te ich mich immer wie­der sel­ber betrach­ten und mein Han­deln hin­ter­fra­gen. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch für Febru­ar 2016…« wei­ter­le­sen

zum Monats­spruch Dezem­ber 2015… nach­ge­dacht

»Jauch­zet, ihr Him­mel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Ber­ge, mit Jauch­zen! Denn der HERR hat sein Volk getrös­tet und erbarmt sich sei­ner Elen­den.« (Jesa­ja 49,13)

Der zwei­te Teil des Pro­phe­ten­bu­ches Jesa­ja (Kapi­tel 40–55) spricht in die Exils­si­tua­ti­on des Vol­kes Isra­el hin­ein. Isra­el  hat­te die Kata­stro­phe hin­ter sich: 597 v. Chr. war Jeru­sa­lem von den Baby­lo­ni­ern erobert wor­den, 586 v. Chr. hat­te Nebu­kad­ne­zar II. den Tem­pel Salo­mos zer­stört.  Wei­te Tei­le der Ober­schicht waren nach Baby­lon gebracht wor­den, wo sie sich zwar rela­tiv frei ansie­deln konn­ten; immer wie­der aber wur­den sie zu Fron­diens­ten gezwun­gen. Mit einer Eigen­stän­dig­keit, vor allem aber mit der ver­hei­ße­nen Ein­heit von Gott – Volk – Land war Schluss.  »zum Monats­spruch Dezem­ber 2015… nach­ge­dacht« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2015:

»Erbarmt euch derer, die zwei­feln!« -
Judas 22

Erbarmt Euch! Sel­ten habe ich die­sen kari­ta­ti­ven Impe­ra­tiv in einer so brei­ten gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­on gele­sen und gehört. Aktu­ell strömt eine seit den Welt­krie­gen nie gekann­te Anzahl Flücht­lin­ge nach Euro­pa. Poli­ti­ker, Behör­den und Bür­ger rin­gen um das rech­te Maß in die­ser »Kri­se«. Gren­zen öff­nen oder Zäu­ne errich­ten? Alle auf­neh­men oder nur wirk­lich Ver­folg­te?

Die Dis­kus­si­on ist nicht ein­fach. Auf der einen Sei­te kon­sta­tiert pro­vo­kant der Vor­sit­zen­de der katho­li­schen Bischofs­kon­fe­renz Erz­bi­schof Rein­hard Marx, dass er etwas von der christ­li­chen Bot­schaft falsch ver­stan­den hät­te, wenn wir nicht grund­sätz­lich bereit wären alle auf­zu­neh­men, die Schutz suchen. Gleich­zei­tig wur­den noch nie so vie­le Asyl­hei­me in einem Jahr ange­grif­fen und nicht weni­ge Mit­bür­ger argu­men­tie­ren mit einem »vol­len Boot«. »Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Novem­ber 2015:« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Okto­ber:

»Haben wir Gutes emp­fan­gen von Gott und soll­ten wir das Böse nicht auch anneh­men?«
Hiob 2,10

Manch­mal wünschen wir uns Gott wie einen Kau­gum­mi­au­to­ma­ten: Haben wir nicht Anspruch auf Erfüllung unse­rer Wünsche, wenn wir die pas­sen­den Gebe­te ein­wer­fen?

Nein, wir haben gar kei­ne Ansprüche, so schwie­rig das aus- zuhal­ten ist, aber so ist es. – Die­sen Monats­spruch fin­den wir am Beginn des Hiob­bu­ches, als gera­de in einer aber­wit­zi­gen Rah­mung all der Wohl­stand und das Familienglück dem Hiob genom­men sind. Sei­ne Frau emp­fiehlt ihm, sich von Gott los­zu­sa­gen und zu ster­ben. Das aber will Hiob nicht. Er ver­steht nicht, war­um es ihm schlecht geht. – Da geht es ihm wie man­chen von uns. Er aber hält an Gott fest. Die­se Treue ist es, die ihm hilft. Die wünsche ich uns und – wenn es mir schlecht geht – wünsche ich sie mir.

Ich fin­de es unerträglich, dem Lei­den einen Nut­zen zuzu­spre­chen. Den Rah­men des Hiob­bu­ches ver­ste­he ich daher nicht letzt­lich. Aber jedem ist klar, dass in unse­rem Leben nicht nur Son­nen­schein-Zei­ten vor­kom­men. Gera­de dann sind Bezie­hun­gen überaus wich­tig, weil sie uns hel­fen, in schwie­ri­gen Zei­ten nicht zu ver­za­gen. Ech­te Part­ner hel­fen, ech­te Freun­de hel­fen; das tun die Freun­de des Hiob lei­der nicht, denn sie wol­len ihm eine Schuld ein­re­den, die es nicht gibt. Wenn es ihm schlecht geht, dann muss es da doch etwas geben, das er falsch gemacht hat. Also bit­te: Wenn er das nur end­lich zuge­ben würde… Manch­mal geht es, das ler­nen wir vom Hiob- und auch vom Pre­di­ger­buch, einem schlecht, ganz ohne Schuld oder Grund. Ich wünsche uns in der Gemein­de Bezie­hun­gen, die in Kri­sen ohne Schuld­zu­wei­sung mit­glau­ben und fürbittend mit­tra­gen.

Ich wünsche nie­man­dem, dass es ihm/ihr schlecht geht. Aber ich wünsche allen die Erfah­rung, dass Gott treu ist. Das erfährt schließ­lich auch Hiob. Und dass wir so fest­hal­ten an Gott, das ist Arbeit, schwie­rig, eine Zumu­tung. Manch­mal geht es nicht anders. Dann wünsche ich uns, dass wir uns erin­nern, was Gott bereits für uns getan hat, als er in sei­nem Sohn Mensch wur­de, damit wir versöhnt würden. – Mein Beschluss: Ich wer­de im Herbst das Hiob­buch noch ein­mal durch­ar­bei­ten, um bei Zei­ten zu ler­nen, solan­ge es mir gut geht, wie das geht mit dem Fest­hal­ten an Gott.

F.W.

Nach­ge­dacht Febru­ar 2015

»Suchet zuerst nach dem Reich Got­tes und nach sei­ner Gerech­tig­keit, so wird euch das alles zufal­len.« (Mat­thä­us 6,33)

Lie­be Geschwis­ter,

das Jahr 2015 wird für alle, die sich zu unse­ren Gemein­den hal­ten, Ver­än­de­run­gen mit sich brin­gen. Die Pas­to­ren auf dem Bezirk wer­den wech­seln und an ande­ren Orten ihren Dienst fort­füh­ren. Die Gemein­de in Wunstorf wird neue Räu­me bezie­hen. Bei­de Gemein­den wer­den ab Som­mer für ein Jahr ohne haupt­amt­li­che Pas­to­ren unter­wegs sein. Die Ver­än­de­run­gen wer­fen schon heu­te ihre Schat­ten vor­aus. Vie­les dreht sich dar­um, das Jahr der Vakanz vor­zu­be­rei­ten. In der Regel kon­zen­triert sich eine sol­che Vor­be­rei­tung dar­auf, die Auf­ga­ben zu ver­tei­len: Wer kann was und wann und wie an Auf­ga­ben über­neh­men? Wel­che Lücken in der Arbeit wer­den auf­tre­ten und wie sind sie zu schlie­ßen? Wie kön­nen wir unser gewohn­tes Gemein­de­le­ben auf­recht­erhal­ten, wie kön­nen wir das Leben sichern? Dies ist die zen­tra­le Grund­fra­ge. Die Sor­ge um das eige­ne Leben und Über­le­ben wird groß. »Nach­ge­dacht Febru­ar 2015« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht April 2014: Trau­rig­keit in Freu­de…

»Eure Trau­rig­keit soll in Freu­de ver­wan­delt wer­den.« (Johan­nes 16,20)

Es ist wie­der Früh­ling! Zwar hat­ten wir nicht wirk­lich Win­ter, aber den­noch ist es super schön, wenn die Son­nen­strah­len wie­der auf der Nasen­spit­ze kit­zeln und die Natur zu neu­em Leben erwacht. Über­all sprie­ßen die ers­ten Trie­be, zei­gen sich die ers­ten Blu­men und Blü­ten. »Aus der Zwie­bel wird die Blu­me, aus dem Samen­korn ein Baum, in Kokons ver­steck­te Hoff­nung: Schmet­ter­lin­ge frei im Raum.« (EM 661) Der Früh­ling führt uns auf wun­der­ba­re Wei­se vor Augen, wie sich trau­ri­ge Land­schaf­ten in blü­hen­de Gär­ten ver­wan­deln kön­nen. »Nach­ge­dacht April 2014: Trau­rig­keit in Freu­de…« wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht März 2014: »Wenn ihr ein­an­der liebt…«

»Dar­an wer­den alle erken­nen, dass ihr mei­ne Jün­ger seid: wenn ihr ein­an­der liebt.«
(Johan­nes 13,35)

Was ist das Mar­ken­zei­chen der Men­schen, die Jesus nach­fol­gen? Vie­les lie­ße sich auf­zäh­len, etwa: Chris­ten stu­die­ren inten­siv die Bibel; sie beten viel; sie hal­ten sich an das, was Jesus gesagt und getan hat; sie tun Gutes; …  die Rei­he könn­te noch lan­ge fort­ge­führt wer­den. Jede und jeder defi­niert Christ­sein mit eige­nen Akzen­ten. In Johan­nes 13,35 (Monats­spruch März) nennt Jesus ein ganz kur­zes, schlich­tes Mar­ken­zei­chen, das sei­ne Jün­ger und Jün­ge­rin­nen unver­wech­sel­bar und für alle Welt erkenn­bar macht: »wenn ihr ein­an­der liebt«.

Ist das nicht viel zu kurz gegrif­fen? Viel zu ein­fach? Viel zu mensch­lich? Da steht ja noch nicht ein­mal, dass wir Jesus lie­ben sol­len. Da steht nichts von Nächs­ten- oder gar Fein­des­lie­be, die auch denen gilt, die (noch) kei­ne Chris­ten sind. »Nach­ge­dacht März 2014: »Wenn ihr ein­an­der liebt…«« wei­ter­le­sen