Nach­ge­dacht Novem­ber 2014

»Mar­ta nahm Jesus und sei­ne Jün­ger als Gäs­te bei sich auf. Sie hat­te eine Schwes­ter, die Maria hieß. Die setz­te sich zu Füßen des Herrn nie­der und hör­te ihm zu.Aber Mar­ta war ganz davon in Anspruch genom­men, sie zu bewir­ten…« Lukas 10, 38 f

Brach­zeit
Wun­der­vol­le gol­de­ne Okto­ber­ta­ge lie­gen hin­ter uns. Doch all die Far­ben­pracht kann nicht dar­über hin­weg­täu­schen: Der Win­ter steht bevor, Zeit der Bra­che. Die Natur wird sich aus­ru­hen. Brach­zeit – ver­lo­re­ne Zeit? Die Not­wen­dig­keit von Brach­zeit, vom Wech­sel zwi­schen Ruhe und Wachs­tum in der Natur, ist für uns moder­ne Men­schen und für uns als Städ­ter nicht mehr so unmit­tel­bar nah. Wir sind gewohnt, dass es jeder­zeit alles gibt und mit aller­lei Hilfs­mit­teln nach­ge­hol­fen wird, damit mehr wächst und vor allem, damit die Din­ge schnel­ler wach­sen.

Das hat sich auch auf unser übri­ges Leben über­tra­gen: Erfolg und Ertrag sind gefragt. Was nicht mög­lichst rasch »etwas bringt« wird aus­sor­tiert, abge­schafft. In einer Zeit, in der angeb­lich alles mach­bar ist, wenn man es nur die rich­ti­gen Leu­te orga­ni­sie­ren lässt, schei­nen Brach­zei­ten wenig Sinn zu machen. Wenn wir sagen, dass etwas brach liegt, mei­nen wir das meis­tens im nega­ti­ven Sinn. Was brach liegt, muss akti­viert wer­den; Res­sour­cen soll­ten genutzt wer­den. Nach­ge­dacht Novem­ber 2014“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht Mai 2015: »Das Leben siegt!«

Vor kur­zem haben wir Ostern gefei­ert. Das Oster­fest mar­kiert das Ende einer Woche, in der sich vor fast 2000 Jah­ren die Ereig­nis­se über­schlu­gen und Men­schen ein unbe­schreib­li­ches Wech­sel­bad der Gefüh­le erleb­ten: Am Palm- sonn­tag zog Jesus in Jeru­sa­lem ein, eine gro­ße Men­schen­men­ge jubel­te ihm zu. Weni­ge Tage spä­ter wur­de er ver­haf­tet. Wie­der ver­sam­mel­ten sich vie­le. Jetzt schrien sie: Kreu­zigt ihn! Er wur­de ver­spot­tet, gefol­tert und ans Kreuz geschla­gen, danach in aller Stil­le und gro­ßer Eile begra­ben. Sei­ne Freun­de hat­ten das Wei­te gesucht, um sich selbst in Sicher­heit zu brin­gen. Vor Ent­set­zen, Trau­er und Ent­täu­schung waren sie wie betäubt. Zwei Tage spä­ter such­ten eini­ge muti­ge Frau­en das Grab auf, um Jesus die letz­te Ehre zu erwei­sen. Sie fan­den ihn nicht. Das Grab war leer.

»Was sucht ihr den Leben­den bei den Toten?!« frag­ten hel­le Licht­ge­stal­ten die erschro­cke­nen Frau­en. Sie konn­ten die Nach­richt kaum fas­sen und als sie im Freun­des­kreis davon berich­te­ten, woll­te ihnen kei­ner glau­ben. Doch im Lauf der nächs­ten Tage begeg­ne­te der Auf­er­stan­de­ne vie­len von ihnen per­sön­lich. Oft erkann­ten sie ihn zunächst nicht, merk­ten dann aber an der Stim- me, den Ges­ten, an sei­ner gan­zen Art: Er ist es! Er lebt! Nach­ge­dacht Mai 2015: »Das Leben siegt!«“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht März 2014: »Wenn ihr ein­an­der liebt…«

»Dar­an wer­den alle erken­nen, dass ihr mei­ne Jün­ger seid: wenn ihr ein­an­der liebt.«
(Johan­nes 13,35)

Was ist das Mar­ken­zei­chen der Men­schen, die Jesus nach­fol­gen? Vie­les lie­ße sich auf­zäh­len, etwa: Chris­ten stu­die­ren inten­siv die Bibel; sie beten viel; sie hal­ten sich an das, was Jesus gesagt und getan hat; sie tun Gutes; …  die Rei­he könn­te noch lan­ge fort­ge­führt wer­den. Jede und jeder defi­niert Christ­sein mit eige­nen Akzen­ten. In Johan­nes 13,35 (Monats­spruch März) nennt Jesus ein ganz kur­zes, schlich­tes Mar­ken­zei­chen, das sei­ne Jün­ger und Jün­ge­rin­nen unver­wech­sel­bar und für alle Welt erkenn­bar macht: »wenn ihr ein­an­der liebt«.

Ist das nicht viel zu kurz gegrif­fen? Viel zu ein­fach? Viel zu mensch­lich? Da steht ja noch nicht ein­mal, dass wir Jesus lie­ben sol­len. Da steht nichts von Nächs­ten- oder gar Fein­des­lie­be, die auch denen gilt, die (noch) kei­ne Chris­ten sind. Nach­ge­dacht März 2014: »Wenn ihr ein­an­der liebt…«“ wei­ter­le­sen

Nach­ge­dacht Sep­tem­ber 2013: Leben mit Visio­nen

»Seid nicht beküm­mert; denn die Freu­de am HERRN ist eure Stär­ke.« (Nehemia 8,10) – Monats­spruch Sep­tem­ber

Ich war fas­zi­niert, als ein Bekann­ter mir vor eini­gen Wochen sein Anwe­sen gezeigt hat. Gekauft hat­te er ein rie­si­ges, abge­wirt­schaf­te­tes Are­al mit alten Bau­rui­nen. Nun wächst dort eine Fül­le von ein­hei­mi­schen Pflan­zen und Gehöl­zen, die einer Viel­zahl von Tie­ren Lebens­raum bie­ten. Die Gebäu­de wur­den mit viel Sach­ver­stand wie­der auf­ge­baut. Ein klei­nes Para­dies ist ent- stan­den; die­ser Begriff ging mir durch den Kopf. Unend­lich viel Arbeit und Mühe steckt dahin­ter – und eine gro­ße Visi­on. Vor knapp 30 Jah­ren hat der Mann das Anwe­sen gekauft. Er hat in dem her­un­ter­ge­kom­me­nen Gelän­de das gese­hen, was es einst gewe­sen sein mag und wie­der wer­den könn­te: Ein Stück bebau­te und bewahr­te Erde wie Gott sie uns in der Schöp­fung anver­traut hat. Heu­te darf mein Bekann­ter erle­ben, wie sei­ne Visi­on Wirk­lich­keit gewor­den ist und emp­fin­det dar­über tie­fe Dank­bar­keit und Freu­de. Bei aller Arbeit, die bis heu­te täg­lich gefor­dert ist, bekommt er doch so viel zurück und es ist ihm ver­gönnt, zu ern­ten, was er gesät hat. Nach­ge­dacht Sep­tem­ber 2013: Leben mit Visio­nen“ wei­ter­le­sen

»Neue Kraft für Erschöpf­te« – Nach­ge­dacht Mai 2013

Ein Mann war beruf­lich erfolg­reich. Er ver­aus­gab­te sich, ging dabei bis an sei­ne Gren­zen und dar­über hin­aus. Doch der Lohn am Ende war nicht Dank und Aner­ken­nung. Sei­ne Nei­der mobb­ten ihn und bedräng­ten ihn. Das Ende vom Lied: Völ­lig erschöpft fiel er in eine Depres­si­on und woll­te am liebs­ten ster­ben. »Neue Kraft für Erschöpf­te« – Nach­ge­dacht Mai 2013“ wei­ter­le­sen

Ein­fach mal stau­nen und nichts tun!

»Herr, wie sind dei­ne Wer­ke so groß und viel. Du hast sie alle wei­se geord­net und die Erde ist voll dei­ner Güter.« (Ps. 104,24)

Sie: Was machst du da? – Er: Nichts – Sie: Nichts. Wie­so nichts? Gar nichts? – Er: Nein. Ich sit­ze hier… In Lori­ots berühm­ter Ehe­sze­ne »Fei­er­abend« stei­gert sich die­ser Dia­log zu einem hand­fes­ten Ehe­krach. Denn dass er ein­fach nur dasit­zen und sich ent­span­nen möch­te, passt abso­lut nicht in ihr Welt­bild: Irgend­et­was muss der Mensch doch tun! Ein­fach mal stau­nen und nichts tun!“ wei­ter­le­sen

Radio­got­tes­dienst »anders sehen ler­nen« (Tri­ni­ta­tis 2012) lief gut

EmK Johan­nes­kir­che, Otto-Bren­ner-Stra­ße 12, Han­no­ver

So ein Radio­got­tes­dienst, wie er bei uns statt­fand, ist schon ein Ereig­nis. Mona­te vor­her muss alles minu­ti­ös geplant wer­den, alle Sprach­bei­trä­ge, Lied­stro­phen usw. wer­den ein­ge­reicht und fest­ge­legt.

In den Tagen vor der Sen­dung sind dann alle Betei­lig­ten immer wie­der bei Pro­ben, Auf­bau, … invol­viert. Haus­meis­ter und Tech­nik-Team der Gemein­de kom­men kaum zur Ruhe, weil immer wie­der opti­miert, Klei­nig­kei­ten ver­än­dert wer­den muss und letzt­lich bis zur Gene­ral­pro­be alles im Wer­den ist. Der Funk­wa­gen muss am geplan­ten Ort par­ken und das Gemein­de­zen­trum ver­ka­belt wer­den.

Band und Chor sind wie alle Spre­cher immer wie­der an der Fein­ab­stim­mung, am letz­ten Schliff. – Nun aber wur­de ges­tern der Got­tes­dienst gesen­det auf NDR-Info und WDR‑5 und zahl­rei­che Zuhö­ren­de rie­fen nach dem Got­tes­dienst bei den geschal­te­ten Tele­fon­lei­tun­gen in der Gemein­de an. Eini­ge woll­ten sich bedan­ken, ande­re baten um Gebet für ihre Anlie­gen, kri­ti­sche Anmer­kun­gen gab es weni­ge.

Weil die Musik der Urhe­ber­rech­te wegen lei­der nicht durch uns online gestellt wer­den darf, haben wir hier die »Wort­fas­sung« des Got­tes­diens­tes, mit Lesun­gen, Anspiel­sze­nen und der Pre­digt, so dass Sie ger­ne nach­hö­ren kön­nen (21 MB mp3). Natür­lich wäre es schön, den voll­stän­di­gen Got­tes­dienst zu erle­ben, aber die Sen­der sehen bis­lang kei­ne Got­tes­diens­te in der Media­thek vor.

Wir aus dem Vor­be­rei­tungs­team sind froh, dass unser Got­tes­dienst ande­re ermu­tigt hat, wie wir hör­ten. Herz­li­chen Dank, wenn Sie zuge­hört haben oder nun die Sprach­fas­sung des Got­tes­diens­tes nach­hö­ren möch­ten. Dan­ke aber auch allen, die aus der Gemein­de oder vom NDR mit­ge­macht haben und ein Ereig­nis aus der Idee mach­ten, unse­ren Got­tes­dienst im Radio zu ver­brei­ten. Wir dan­ken Gott für die­se Mög­lich­keit.