2 Replies to “Vir­tu­el­ler Haus­kreis Dezem­ber 2018”

  1. Lie­be Cori­na, lie­be vir­tu­el­le Hauskreisler/innen,
    Kurs­kor­rek­tu­ren erfor­dern ja, dass ich weiß, wo ich bin. Außer­dem muss klar sein, wohin ich möch­te. So funk­tio­niert jedes Navi­ga­ti­ons­ge­rät.
    Auch in geist­li­chen Din­gen wün­sche ich mir, dass es die­se Art von Kurs-Hal­ten gibt. Eben Leucht­tür­me, die mir zei­gen, wo mein Ziel ist, die ich stets sehen kann und nach denen ich mich rich­te.
    Mei­ne Fra­ge ist oft: Wo muss ich den Kurs ermit­teln und kor­ri­gie­ren, wo zeigt mir Gott, dass ich auf einem Abweg bin und mög­li­cher­wei­se auch, wo es rich­ti­ger­wei­se lang geht.
    Das ist nicht so ein­fach, denn es gibt ja etwas, das ich tun kann: Es gibt geist­li­che Übun­gen. Es gibt mein Hin­ge­hen zum Got­tes­dienst, zu dem, was die Gemein­de, der tat­säch­li­che oder ein vir­tu­el­ler Haus­kreis mir bie­ten. Klar: Ich kann mir Zeit neh­men zum Beten oder zum Schwei­gen, zum Bibel­le­sen. Ich kann fas­ten. – Ande­rer­seits über­rascht mich Gott so häu­fig! Ganz uner­war­tet wird mir mit­ten im Arbeits­tag etwas klar, wor­über ich län­ger nach­ge­dacht habe.
    Anders gesagt: Wie viel Metho­de brau­chen Metho­dis­ten – und wo wirkt Got­tes Geist an uns?
    Euer
    Frank

  2. Heu­te im Got­tes­dienst kam in mir plötz­lich ein unan­ge­neh­mes Gefühl auf. Nicht, weil der Got­tes­dienst mir miss­fal­len hät­te, son­dern viel mehr weil ich mich plötz­lich in Got­tes Nähe wuss­te. Da bin ich erschro­cken, weil das bedeu­te­te, die gan­ze Woche war ich weit weg von ihm.
    Bei genaue­rem Nach­den­ken fand ich das aber gar nicht mehr so schlimm. Viel mehr passt es super zum Bild mit dem Leucht­turm. Ein Schiff fährt über das Meer, weit weg von jedem Land. Nähert es sich sei­nem Ziel, dann ist es meist ein Leucht­turm, der den Matro­sen sagt: Es ist nicht mehr weit, ihr habt das wei­te Meer hin­ter euch.
    Jesus hat sei­ne Jün­ger auch ab und an allei­ne los geschickt. Etwa den Esel für sei­nen Ein­zug in Jeru­sa­lem zu holen. Damit zeigt er, dass er den Men­schen etwas zutraut. Daher kann das Gefühl der Fer­ne von Gott auch bedeu­ten, Jesus schickt uns los, allei­ne etwas für ihn zu erle­di­gen. Für mich war daher der Got­tes­dienst wie so ein Leucht­turm, der sagt: Du hast dei­ne Auf­ga­be bald erle­digt, das Ziel ist nahe.
    In die­sem Sin­ne wün­sche ich euch allen Fro­he Weih­nach­ten!
    Peter

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