2 Replies to “Vir­tu­el­ler Haus­kreis – Novem­ber 2018”

  1. Lie­be Cori­na, lie­be vir­tu­el­le Haus­kreis­ler,
    mir geht es so, dass mir vor allem zwei Kraft­quel­len ein­fal­len. Ein­mal ist es eine Zeit nur mit Gott, ger­ne ein län­ge­rer Spa­zier­gang, eine Zeit ohne ande­re, ohne das ein­ge­hen auf jeman­den. Dafür das Hören auf die Stim­me Got­tes. Das ist eine Zeit, die ich hin-und-wie­der brau­che und mir neh­me, wenn ich mer­ke, dass ich sie brau­che. Kei­ne Musik, kein ande­res Vor­ha­ben. Ein­fach zwei Stun­den hörend durch die Lei­ne­masch lau­fen nach der Arbeit. Hören tue ich dann auch die Vögel, die Geräu­sche um mich, aber eben auch auf Gott. – Oft geht es mir so, dass anschlie­ßend Din­ge klar sind, die es zuvor nicht waren.
    Die ande­re Quel­le sind Zei­ten mit weni­gen ande­ren, etwa wenn wir gemein­sam eine Jugend­frei­zeit vor­be­rei­ten. Es geht auch dar­um, dass es fer­tig wer­den muss, aber es geht noch mehr dar­um, was dran ist. In sol­chen Situa­tio­nen höre ich die Wor­te der ande­ren auch als Wor­te Got­tes an mich. Es kommt dann manch­mal zu einer Art geist­li­chen »Flows«, alles wird mühe­los, Ide­en kom­men, eine wer­den umge­setzt. Das ist, wenn es gut geht, eine Art Strom des Geis­tes Got­tes.
    Über­haupt ist es das Wis­sen um sol­che Zei­ten, was in beson­ders betrieb­sa­men Momen­ten, wenn ich fast mehr im Kopf und auf der To-Do-Lis­te habe, als mach­bar ist, was mich dann nicht den Kopf in den Sand ste­cken lässt.
    Ich weiß dar­um, erin­ne­re mich dar­an, wie mühe­los es in der Ver­gan­gen­heit öfters war. Und dar­auf hof­fe ich, da begin­ne ich.
    Hof­fe, dass das hilft. Es ist ein­fach mei­ne beschei­de­ne Erfah­rung.
    Ein Kern­vers bleibt dabei für mich Sach­ar­ja 4,6: Nicht durch Heer oder Macht, son­dern durch mei­nen Geist, spricht der HERR Zebaoth.
    Euer
    Frank

  2. Lie­be Haus­kreis­ler,
    mir ist der Spruch aus der Berg­pre­digt über die Vögel unter dem Him­mel die­se Woche ganz anschau­lich vor­ge­führt wor­den. Direkt nach der Schu­le hat­te ich Nach­hil­fe zu geben, wes­halb ich erst gegen 16:00 Uhr in Rich­tung Zuhau­se auf­bre­chen konn­te. Außer dem Früh­stück und einer Bana­ne vor allem ein gro­ßes Loch im Bauch. Beim Umstei­gen am Haupt­bahn­hof sah ich dann eine Tau­be, die Krü­mel auf­pick­te. Ja, Vögel müs­sen nicht kochen und nicht abwa­schen und Gott ernährt sie doch…
    Wie bei Corin­na waren die letz­ten Wochen für mich sehr arbeits­reich. Kon­fe­ren­zen, Bewer­tun­gen der Schü­ler, Klas­sen­ar­bei­ten und Freun­de, die ja auch Zeit von mir ver­dient haben. In sol­chen Situa­tio­nen wün­sche ich mir manch­mal ein­fach eine Tau­be zu sein. Das Essen liegt auf der Stra­ße, die gan­ze Arbeit besteht dar­in es auf­zu­pi­cken. Stress gibt es nur, wenn ein Fuchs vor­bei kommt, was sel­ten genug vor­kommt. Ist das nicht ein Leben nach Got­tes Ent­wurf?
    Ich glau­be nicht, denn die Tau­be ver­än­dert nicht die Welt. Gott hat uns Men­schen den Auf­trag gege­ben, die Erde zu Bebau­en und zu Bewah­ren. Den Auf­trag ernst zu neh­men, bedeu­tet manch­mal eben stres­si­ge Zei­ten. Wich­tig dabei ist nur, Gott nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren. Am Don­ners­tag muss­te ich mei­nem inne­ren Schwei­ne­hund ziem­lich in den Hin­tern tre­ten, um mich auf den Weg zum »ech­ten« Haus­kreis zu machen.
    Wenn bei mir viel los ist und es mir schwer fällt, sich auf den Weg zu machen, den­ke ich an zu Zusa­ge von Jesus: »denn ohne mich könnt ihr nichts tun.« (Joh. 15,5b)
    Ohne Jesus kön­nen wir nichts tun, das heißt aber auch: Ohne Jesus müs­sen wir nichts tun. Den gan­zen Stress, die gan­zen Ter­mi­ne, Kon­fe­ren­zen und was sonst noch, Jesus ist mit uns. Der Gedan­ke dar­an nimmt mir viel vom Leis­tungs­druck und tut mir gut in stres­si­gen Zei­ten.

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