Nach­ge­dacht zum Monats­spruch Sep­tem­ber 2018…

»Gott hat alles schön gemacht zu sei­ner Zeit, auch hat er die Ewig­keit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergrün­den kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.« (Pre­di­ger 3,11)

Lie­be Geschwis­ter und Freun­de!

Für die meis­ten von uns sind die Som­mer­fe­ri­en und der Urlaub vor­bei. Aber ger­ne erin­nern wir uns an male­ri­sche Son­nen­un­ter­gän­ge, an wun­der­schö­ne Berg­gip­fel und an Zei­ten, die wir mit gelieb­ten Men­schen in den ver­gan­ge­nen Wochen ver­bracht haben.

Dass wir Men­schen einen Sinn für Schön­heit haben, dass wir uns an schö­nen Men­schen, Din­gen und Momen­ten freu­en kön­nen, ist für den Ver­fas­ser des Pre­di­ger-Buches ein wich­ti­ger Hin­weis auf Gott, den Schöp­fer. Schön­heit berührt das mensch­li­che Herz, rührt unse­re Gefüh­le an. Wenn wir Schön­heit ent­de­cken, möch­ten wir, dass die Zeit ste­hen bleibt und wir uns dar­in ver­sen­ken kön­nen. Das sind Momen­te, in denen Gott uns nahe kommt. Denn was Gott ist, ist schön, ist voll­kom­men.

Das ist aber noch nicht alles. »Gott hat die Ewig­keit in das mensch­li­che Herz gelegt«, weiß der Ver­fas­ser des Pre­di­ger-Buches. In man­chen Momen­ten ahnen wir nicht nur, dass es einen grö­ße­ren Hori­zont gibt, son­dern wir seh­nen uns regel­recht danach. Gott hat uns mit einem Sinn für Ewig­keit aus­ge­rüs­tet, der uns antreibt, nach Gott und nach dem, was ewig ist, Aus­schau zu hal­ten. »Unru­hig ist unser Herz, bis es Ruhe fin­det, Gott, in dir,« bringt es Kir­chen­va­ter Augus­ti­nus auf den Punkt.

Aller­dings fin­den wir Men­schen die­se Ruhe nicht von uns aus. Got­tes Wesen und Wir­ken kön­nen wir nicht ergrün­den und durch­schau­en. Das größ­te Werk Got­tes, näm­lich dass er in Jesus Chris­tus Mensch wur­de, dass Jesus am Kreuz die Macht des Teu­fels und der Sün­de brach und dass er als Auf­er­stan­de­ner sogar den Tod über­wand, steht im Wider­spruch zu unse­rer Logik und unse­ren Bestre­bun­gen.

Das Werk Got­tes kön­nen wir nicht ergrün­den. Aber wir kön­nen dem Werk Got­tes, der Erlö­sung durch Jesus Chris­tus, ver­trau­en und unser Leben dar­auf bau­en. Wer das tut, so sagt es Jesus selbst, der hat das ewi­ge Leben. Ist das nicht wun­der­bar?

Jetzt nach den Som­mer­fe­ri­en geht das Gemein­de­le­ben wei­ter. Was mich beson­ders freut, ist zum einen, dass wir erst­mals in Wunstorf eine eige­ne Grup­pe des Kirch­li­chen Unter­richts mit fünf Jugend­li­chen haben, mit denen wir den Glau­ben an Jesus Chris­tus buch­sta­bie­ren kön­nen. Zum ande­ren gehen wir in bei­den Gemein­den auf zwei Tauf­got­tes­diens­te zu, in denen Men­schen beken­nen, dass sie zum Glau­ben an Jesus Chris­tus gefun­den haben. Got­tes Werk an und für uns Men­schen ergrün­den wir nicht. Aber stau­nend dür­fen wir sein Han­deln sehen. Ihm gebührt dafür alle Ehre und Anbe­tung!

Hans-Her­mann Scho­le