Warum “Einsegnung” und nicht “Konfirmation”…?

Am Sonntag, 3. Juni, ist es wieder so weit, dass einige junge Leute nach knapp zwei Jahren Kirchlichen Unterrichts eingesegnet werden. Sicher kommen Freunde, Verwandte und Gäste, die nicht mit der methodistischen Variante vertraut sind. Manche fragen sich vielleicht, warum es bei uns keine Konfirmation gibt, wie das doch im landeskirchlichen Bereich üblich ist.

Die Konfirmation ist das eigene “Ja” zum Glauben, da, wo bei der Taufe von (kleinen) Kindern die Eltern und Paten “Ja” gesagt haben. Anders gesagt: In den Kirchen, die konfirmieren, besteht die Erwartung, dass die jungen Leute, die ja mit 14 Jahren religionsmündig sind,  das Glaubensbekenntnis mitsprechen und mitglauben.

Ein großer Druck für manche, die sich selbst und anderen gegenüber redlich sagen: Ich glaube es noch nicht. Jedenfalls nicht alles. – Solchen bleibt eigentlich bloß die Chance, entweder auf die Konfirmation zu verzichten oder anderen und sich selbst gegenüber unehrlich zu handeln.

Bei uns gibt es auch einen Unterricht, den wir “Kirchlichen Unterricht” nennen, eben nicht “Konfirmationsunterricht”, denn es gibt ja keine Konfirmation. Wir finden es gut und geradezu notwendig, dass junge Leute kennen lernen, was wir glauben und wie wir als Gemeinde und (einzelne) Christen leben. Das praktische geistliche Leben, die “Heiligung” bedeutet ja, Gottes Vorstellung von mir mehr und mehr ähnlich zu werden.

Am Ende eines solchen Unterrichts steht die Einsegnung. Sie möchte werben, werben für den Glauben an den dreieinigen Gott, werben dafür, dass die jungen Leute an Gott festhalten. Auch mit allen Fragen. Dass sie in der Gemeinde dabei bleiben, denn wir brauchen sie und ihre Art. Auch geistlich.

An bestimmten Punkten des Lebens ist ein Segen wichtig – bei der Taufe oder (auch möglich, wenn spätere Taufe gewünscht ist) bei der Kindersegnung, zur Einsegnung, bei der Hochzeit, vor einer Reise… Ein Segen, das ist der Zuspruch der Güte Gottes, der sich dann praktisch ereignen möchte. Darum gibt es die Einsegnung.

Wenn das dran ist, dann kann bei uns jemand Kirchenglied werden. Dazu ist das eigene Bekenntnis des Glaubens erforderlich. Aber das ist eben nicht zwangsweise mit 14 Jahren dran, aber: Wir freuen uns sehr, wenn jemand zu der Einsicht gelangt, dass das nun dran ist. 🙂 Für unsere Jugendlichen gilt: Ab der Einsegnung können sie sich aufnehmen lassen, schließlich sind sie ja nun religionsmündig.